Erdgasverbrauch Heizperiode 2008-2009

Guten Tag,

ich wohne in einem renovierten (1997 renoviert) Mehrfamilienhaus mit 4 Mietsparteien.

Mit erstaunen musste ich auf der diesjähriegen Turnusabrechnung meines Energieversorges feststellen, dass mein Erdgasverbrauch drastisch angestiegen ist.

2006-2007 16117,44 kWh
2007-2008 16952,60 kWh
2008-2009 22270,19 kWh

Bei der Wohnung handelt es sich um eine DG-Wohnung (88 quadratmeter) welche über eine seperate Gasetagenheizung versorgt wird.
Die Heizungsanlage ist nur für die Heizung zuständig.

An meinen Heizgewohnheiten hat sich definitiv nichts geändert.

War die Heizperiode 2008-2009 wirklich so viel länger wie die Jahre davor und sind die Werte damit zu begründen und dadurch realistisch?

Macht es sinn, seinen Gaszähler prüfen zu lassen (BJ. 1997) ?

Moin!

An meinen Heizgewohnheiten hat sich definitiv nichts geändert.

War die Heizperiode 2008-2009 wirklich so viel länger wie die
Jahre davor und sind die Werte damit zu begründen und dadurch
realistisch?

Also wir haben für unser Haus nach diesem Winter auch einen deutlich höheren Verbrauch als in den Vorjahren festgestellt. Nicht so gravierend wie bei Dir aber doch deutlich.
Nach diesem schweinekalten und (zumindest gefühlt) elend langen Winter erscheint mir das jedoch plausibel.
Was mich vielmehr ärgert ist die Tatsache, das seitens unseres Gasversorgers vor dem Winter die Preise um locker 35% anzuheben. Um sie jetzt - nach dem Winter - wieder großzügig absenken zu können, natürlich nur um etwa 20%. Dies in Kombination mit dem nachvollziehbaren Mehrverbrauch führte zumindest bei uns zu einer äußerst unerfreulichen Nebenwirkung mit Namen „Rechnung“.

Macht es sinn, seinen Gaszähler prüfen zu lassen (BJ. 1997) ?

Wenn Du das Gefühl hast, das da was nicht stimmt - warum nicht? Allerdings wird auch das niemand umsonst tun. Ob es nötig ist kann aus der Ferne keiner beurteilen.

Gruß vom

Dicken MD.

Guten Tag,

Hallo Malonys,

Deine Frage hat mich neugierig auf einen Vergleich gemacht.

ich wohne in einem renovierten (1997 renoviert)
Mehrfamilienhaus mit 4 Mietsparteien.

Wir wohnen in einen freistehenden Einfamilienhaus mit 160 qm Wohnfläche, Baujahr 1998.

Mit erstaunen musste ich auf der diesjähriegen
Turnusabrechnung meines Energieversorges feststellen, dass
mein Erdgasverbrauch drastisch angestiegen ist.

Meines Erachtens brauchst Du im Verhältnis zur Wohnfläche recht viel Gas.

2006-2007 16117,44 kWh

meine Daten: 20816

2007-2008 16952,60 kWh

meine Daten: 23333

2008-2009 22270,19 kWh

meine Daten: 25184

Bei der Wohnung handelt es sich um eine DG-Wohnung (88
quadratmeter) welche über eine seperate Gasetagenheizung
versorgt wird.
Die Heizungsanlage ist nur für die Heizung zuständig.

Bei uns wird auch noch gleichzeitig und im Sommer allein das warme Wasser erzeugt. Tagsüber wird die Heizung an 5 Tagen in der Woche zwischen 8:00 Uhr und 14:00 Uhr heruntergefahren, am Wochenende läuft sie tagsüber durch (Solltemperatur 21 Grad Celsius), von 22:00 Uhr bis 05:00 Uhr ist die Solltemperatur wieder reduziert auf 18 Grad Celsius.

An meinen Heizgewohnheiten hat sich definitiv nichts geändert.

War die Heizperiode 2008-2009 wirklich so viel länger wie die
Jahre davor und sind die Werte damit zu begründen und dadurch
realistisch?

Macht es sinn, seinen Gaszähler prüfen zu lassen (BJ. 1997) ?

Gibt es vielleicht eine schlecht isolierte Stelle an der Außenwand oder am Fenster? Lüftest Du mit gekipptem Fenster?

Grüße Veronika

Hallo,

inzwischen sehe ich erstmal von einer Überprüfung des Gaszählers ab.
Laut Aussage meines Energieversorgers würden die Kosten für die Überprüfung etwa 150-200Euro betragen.
Wenn der Zähler wirklich einen defekt aufweist, trägt der Versorger die Kosten. Wenn aber nicht bleibe ich auf den Kosten sitzen.

Ich lüfte immer nur mit offenen Fenstern. Und dabei ist die Heizungsanlage ausgeschaltet.
Ansonsten habe ich Tagsüber immer eine konstante Temperatur von 21 Grad in meiner Wohnung. Außer nachts, da sind 18 Grad eingestellt.

Aber an diesen Einstellungen hat sich seit 2006 auch eigentlich nichts geändert. Aber der Verbrauch ist trotzdem drastisch gestiegen.

Sicherlich könnte man ein Baugutachten erstellen lassen. Aber die Kosten wären sicherlich sehr hoch.

Mitlerweile bin ich zu dem Endschluss gekommen mir eine andere Wohnung zu suchen.

Ich denke mal für 730 Euro die ich jetzt monatlich zahle finde ich bestimmt auch eine andere…

Ach so, beim letzten starken Regen hat es durch einen demontierten Einbauspot aus einer Dachschräge getropft.
In diesem Bereich grenzt das angebaute Nachbarhaus an und die Dachziegel überlappen sich.

So wie es aussieht müssen in diesem Bereich die Folien beschädigt sein (kleines Brandloch vermutlich durch die schlechte Klemmstelle des Einbauspots zu sehen).

Dieses würde auch die ansteigenden Heizkosten teilweise erklären. Wenn sich die Dämmwolle mit Wasser vollsaugen kann verliert diese ihre Temperaturdämmende Wirkung.

Dieser „Wassereinbruch“ war allerdings im Bad. Es ist der kleinste Raum in der Wohnung und zugleich auch der einzigste mit einer Zimmertür.

Hallo,

Ich denke, das hier sollte alles erklären:

der Winter 2006-2007 war der wärmste seit Aufzeichnungsbeginn
(http://www.wetteronline.de/feature/rueckblick/28_mw.htm)

der Winter 2007-2008 war der sechstwärmste seit Aufzeichnungsbeginn
http://www.wetteronline.de/feature/rueckblick/28_wi.htm

der Winter 2008-2009 war etwas kälter als im Durchschnitt
http://www.wetteronline.de/wotexte/redaktion/rueckbl…

Gruß, Niels