Vor ca. 10 Jahren habe ich mir eine Heizungsanlage einbauen lassen. Erst jetzt habe ich festgestellt, dass das 15er Kupferrohr an einer Stelle leckt: Offenbar wurde vergessen, eine der Lötstellen zwischen Rohr und Winkel auch zu löten. Ein Wunder, dass ich’s nicht eher gemerkt habe, aber es könnte auch schon eine ganze Weile vor sich hin lecken.
Muss das die Firma kostenlos beheben?
Wie ist das mit Folgekosten, weil mittlerweile eine Trockenbauwand davor steht und man durch die Revisionsklappe schlecht rankommt?
Trifft auf diese Situation der Begriff „Verdeckter Mangel“ zu?
Danke Euch!
Tschuess, Sven Handrick.
Hast Du die Lötstelle auseinander gemacht, weil Du so genau weißt das nicht gelötet wurde? Aus einer ungelöteten Stelle kommt in 10 Jahren eine Menge Wasser heraus, das hättest Du mit Sicherheit schon früher feststellen können/ müssen.
In der Regel gibt es für Wasserschäden eine Versicherung, die das bezahlt. Wenn die der Meinung ist, dass der Handwerker dafür gerade stehen muss, wird die das schon sagen.
Hallo,
Erst jetzt habe ich festgestellt, dass das 15er
Kupferrohr an einer Stelle leckt: Offenbar wurde vergessen,
eine der Lötstellen zwischen Rohr und Winkel auch zu löten.
Nachweis? Könnte z.B. auch Lochfraß sein. Eine ungelötete Stelle hätte man schon zu Beginn wegen der Wassermengen bemerkt.
Muss das die Firma kostenlos beheben?
Nein. Gewährleistung damals vermutlich 2 Jahre, heute 4-5 Jahre.
Wie ist das mit Folgekosten, weil mittlerweile eine
Trockenbauwand davor steht und man durch die Revisionsklappe
schlecht rankommt?
Auch nicht.
Trifft auf diese Situation der Begriff „Verdeckter Mangel“ zu?
Ich denke nicht, da eine ungelötete Stelle …
Bei Installationen werden nach Fertigstellung Druckproben gemacht mit 6-10bar, je nachdem. Dies liegt deutlich über dem Betriebsdruck. Fehlende Verlötung wäre sofort aufgefallen.
Gruß
Der Franke
Danke für Eure Antworten!
Natürlich ist ggf. wichtig, überhaupt den Nachweis zu führen, dass die Lötung fehlt. Mehrere Handwerker tippten live bzw. anhand von Fotos aufgrund ihrer Erfahrung auf diesen Umstand. Zum Beispiel war im Spalt nirgends Lötzinn zu entdecken. Ein sicherer Nachweis ist das aber nicht. Unklar ist dann auch, wie die Anlage überhaupt so lange hat arbeiten können, ohne das ganze Haus unter Wasser zu setzen.
Entscheidend scheint aber zu sein, dass - selbst wenn es ein verdeckter Mangel sein sollte - trotzdem nach einigen Jahren (2, 3 od. vielleicht auch 5) die Gewährleistung endet, in meinem Fall also ganz bestimmt.
Na, genau das wollte ich ja wissen! Also vielen Dank!
Übrigens gibts die Firma noch und der Chef hat mir zugesichert, das unter Kulanz zu beheben. Ist doch’n Wort!
Also tschuess, und allzeit dichte Rohrverbindungen 
Sven Handrick.