Guten Tag,
bin neu hier und hab gleich ne brennend eilige Frage:
Ziehe am 1.8. mit meiner Freundin in eine neue Wohnung (Mietvertrag ist schon unterschrieben!).
In dieser Wohnung befindet sich eine Küche, die der aktuellen Mieterin gehört. Sie will die Küche auf jeden Fall loswerden, da sie in der neuen Wohnung auch eine hat. Das wurde wohl immer so gehandhabt, die Küche wird immer privat dem nächsten Mieter verkauft.
So jetzt zur Küche:
-Sie ist 16 Jahre alt!
-Backofen und 4er-Herdplatte (kein Ceran-Kochfeld!)
-keine Geschirrspülmaschine
-kein Tiefkühlschrank
-sehr grosse Küche (sehr viele Schränke und Abstellmöglichkeiten)
-L-Küche
-Elektrogeräte von Konstrukta
-Neupreis laut Vermieter 8500 DM also ca 4250 Euro
-die Küche an sich ist eigentlich noch gut in Schuss
So haben heute über die Küche verhandelt. Sie wollte erst 1700 Euro haben!! Nach der ersten Verhandlung sind wir bei 1300 Euro geandet! Meines Erachtens immer noch zuviel! Oder was meint ihr?
Danke im Voraus!
das mit dem angemessenen Preis ist so eine Sache.
Wieviel ist Dir die Küche denn wert?
Wenn Du die üblichen Werbeprospekte der div. Möbelhäuser durch blätterst und Dir da eine nicht übertrieben teure - aber auch kein Modell „unterste Schublade“ - betrachtest kannst Du einen durchschnittlichen Meterpreis einer Küche ermitteln. Das ist der aktuelle Preis einer Neuküche. Mit diesem Preis mußt Du rechnen wenn die Vormieterin die Küche ausbaut und entsorgt.Nicht zu vergessen die Einbaukosten.
Ich pers. würde den Vergleich mit einem Auto ins Gespräch bringen.
Nach 16 Jahren würde ich ca. 10-15% vom ursprünglichen Neuwert bieten da:
moderne Küchen leise, selbsteinziehende Schubladen haben,
Kühlschränke mit geringerem Stromverbrauch besitzen,
meist Ceranfelder an Stelle der 4 Platten Einbaumulden beiliegen,
Du - wie beim Auto - diverse Zusatzausrüstungen für Deine Bedürfnisse mit bestellen kannst…
Ich bin aber nicht Dein Maßstab.
Abwägen mußt Du für Dich.
Also: Was ist Dir die Küche (und der gesparte Aufwand einer neuen Küche - Geld und Arbeit) wert?
Nach der ersten Verhandlung sind wir bei 1300
Euro geandet! Meines Erachtens immer noch zuviel! Oder was
meint ihr?
wollt Ihr die Wohnung haben oder nicht?
Zum Vergleich: ich habe vor 8 Jahren 2500,00 für eine 15 Jahre alte Küche bezahlt. Sie war es nach meinem Empfinden einerseits Wert, andererseits wusste ich, dass ich die Wohnung meiner Begierde nicht bekommen würde, ohne die Küche zu übernehmen.
Letztendlich: es hat sich gelohnt. Auch nach 8 Jahren ist sie nun - etwas modifiziert - in unserer nenen Wohnung auch weiterhin unsere Küche. Ein paar Teile haben wir beim Umzug verkauft.
Ich finde 1300,00 für eine Küche, die gut in Schuss ist (ich hab schon anderes erlebt=Schrott erstanden) nicht wirklich zu viel.
16 Jahre alt und sie will noch Geld dafür? Eine Küche ist ein „Möbelstück“ auf dem man Essen zubereitet und somit einen gewissen Anspruch an Sauberkeit usw. erfüllen sollte. Deswegen würde ich nur max. 2 Jahre alte Küchen überhaupt übernehmen.
Die Geräte sind alt, die Arbeitsflächen wahrscheinlich abgenutzt und der Dreck (lässt sich halt nicht vermeiden) tief in den Ecken.
Meine Empfehlung: die Vormieterin soll die Küche entfernen und du gehst in ein Möbelgeschäft und lässt dir eine Küche zusammenstellen. Die wird nicht viel teurer als das, was verlangt wird und du hast eine Küche, wie du sie willst.
Den Mietvertrag hast du ja schon abgeschlossen und die Küche ist Sache der Vormieterin. Oder steht da was von im Vertrag?
Aber:
Wenn Du meinst, für den geforderten Preis keine neue Küche zu kriegen, oder Du kein Geld für eine Küche hast, solltest Du überlegen, sie zu übernehmen.
Als ich vor zwei Jahren meine Wohnung an die Genossenschaft zurück gegeben habe, musste die Hütte leer und besenrein sein - die Einbauküche also entfernt sein - AUßer - der Nachmieter übernimmt die Wohnung mitsamt der Küche.
Entscheidung war also - bau ich die Küche ab oder „verschenke“ ich sie (war zu dem Zeitpunkt 2,5 Jahre alt, NP ~ € 4.000). Hab im Endeffekt € 1.200,-- bekommen …
Lange Rede, kurzer Sinn - schau im Mietvertrag wie die Wohnung zu übernehmen ist, steht da leer und besenrein kannst du die aktuelle Mieterin unter Druck setzten - sie hat ja schliesslich die Arbeit mit der Entfernung, Ausbesserung usw…
Würde auch sagen: eine 16 Jahre alte Küche ist nix mehr wert. Vor allem bei den Geräten kann es da passieren, dass die schon bald den Geist aufgeben…
Ansonsten: es kommt natürlich auch ein wenig auf Eure Situation an.
Erste gemeinsame Wohnung? Kinderchen und somit in ein paar Jahren vielleicht wieder ein Umzug geplant/möglich? Falls ja, dann wäre es eine Überlegung wert, der Mieterin max. 400-500 Euro zu bieten und das alte Ding zu behalten. Ansonsten würde ich ihr sagen, sie soll das Teil ausbauen.
Wenn Ihr nix gegen IKEA oder Baumarktküchen habt und Euch zutraut, ggf. mit Hilfe von Freunden, etwas selber aufzubauen, dann schaut mal dort vorbei… Kostet zwar insgesamt mehr, läßt sich aber bei einem Umzug mitnehmen und umgestalten/ergänzen.
Also wir bekommen die Wohnung DEFINITIV zum 1.8. Das ist Fakt. Mit der Küche ist nichts vertraglich geregelt. Da müssen wir uns mit der Vormieterin einigen.
Der Vermieter meinte nur, dass es ihm eigentlich recht wäre, wenn die Küche drinnen bleibt. Ist aber kein Muss! Der Vermieter hat selbst mal in der Wohnung gelebt und die Küche selbst eingebaut.
Und ganz ehrlich: 1300 Euro is mir die Küche echt nicht wert! Wir werden die Woche mal zu Ikea gehn und uns mal ein Angebot machen lassen. Und ich denke mal, dass wir für ca 1800 Euro ne „relativ“ gute Küche bekommen würden… Wir brauchen ja auch keine riesige Komplett-Küche. So ne einfache Küchenzeile reicht schon. Für den Rest können wir uns auch noch Regale, Schränke etc besorgen… Klar, gibt das dann eine Heidenarbeit, aber ich selbst bin eigentlich handwerklich geschickt und hätte auch noch ein paar Leute die mir helfen könnten. Also könnte ich mir schon mal die Aufbaukosten sparen.
Bei ner 16-Jahre alten Küche hab ich halt schon etwas Panik, dass sich bald die Elektrogeräte verabschieden, vom Stromverbrauch mal ganz zu schweigen…
Ich wollte halt nur mal wissen ob ich jetzt wirklich so „realitätsfremd“ bin, was die Preise von einer gebrauchten Küche angeht…
für ne einfache Standard-Küchenzeile ist vielleicht ein Möbelhaus mit Küchenabteilung sogar günstiger als Ikea.
Dort gibts gerade Alno Pino Küchen immer mal wieder zu „Werbepreisen“ - die hoffen natürlich, daß man noch dieses und jenes dazuwill.
Nimmt man die Küchen, wie sie in der Werbung sind, gibts oft schon für 1500 € was sehr ordentliches - sogar mit Frontfarben zur Wahl.
Die liefern und bauen einem dann die Küchen auch ein. (kost was extra).
Das sind sicher Küchen im einfacheren Segment - aber reichen durchaus Jahre.
Auch gar nicht doof sind die Selbstbauküchen von Bauhaus. Viele Variationen möglich - Oberschränke haben die gleichen Türmaße wie Unterschränke. Einbau gut auch für Laien machbar, Arbeitsplatten in großer Auswahl vorrätig und werden zugeschnitten. Dunstabzug, Armaturen, Spülen etc. gibts im gleichen Haus. Griffe kosten auch nicht die Welt, genauso wie Dreh-Elemente für Eckschränke etc.
Schon probiert und für gut gefunden.
Hält unbeschadet auch schon mehr als 6 Jahre.
ich würde an eurer Stelle auch ins Möbelhaus gehen und mal mit einem Verkäufer reden. Nachdem er Rabatte aus Sonderaktionen, Werbung usw. eingerechnet hat, wird die Küche bestimmt bezahlbar.
Diese Erfahrung habe ich schon mehrfach gemacht. Schau mal nach Werbeaktionen oder geh so fragen.
Ikea ist bei Küchen nicht so günstig, wie bei anderen Sachen. Die Qualität der Ikeaküchen ist allerdings auch relativ hoch.
Soooo, hab heut der Vormieterin und dem Vermieter Bescheid gesagt.
Der Vermieter war ganz meiner Meinung, meinte das er das auch so machen würde und das das natürlich überhaupt kein Problem ist!
So die Vormieterin war sehr geschockt am Telefon… Hab halt gemeint das das keinen Sinn macht, die Küche zu dem Preis abzukaufen etc. Aber sie will echt nicht mit dem Preis runtergehen. Dann ist das eben PP: Persönliches Pech!
Wir werden das schon hinbekommen mit der Küche…
Danke nochmal an alle!