Gasheizung oder Boiler?

Hallo erstmal :smile:

Ich habe vor kurzem ein Haus gekauft (mit Anliegerwohnung & Untermieter) und stelle fest das die Kostenabschläge für Gas monatlich knappe 300 € summieren was meines Erachtens zuviel ist.

Um eine Kostenübersicht zu erhalten wollte ich mit hier den Rat holen wie ich am Besten vorgehen muss.

Der Untermieter hat in seiner Wohnung Strom und Wasser zähler separat aber keinen Gaszähler. Ergo müsste ich alles was Heizkosten und Warwasserkosten seinerseits angeht, die Gaskosten pauschal berechnen was jedoch nicht in meinem Interesse steht. (bin nur am Wochenende wirklich zuhause, in der Woche erst ab 20 uhr, dann dusche & bett… )

Konkrete Fragenstellung:

Ist es sinnvoller einen separaten Gaszähler beim Untermieter einbauen zu lassen oder auf 2 Boiler um zusteigen, die bloss dann, wenn ich warmwasser benötige, den Zähler zum drehen bringen ?

Boiler hätten meiner Ansicht nach den Vorteil dass es sich über den separaten Wasserzähler wieder präzise ablesen lässt wer denn nun was verbraucht, ohne dass es am Jahresende Gejammer gibt weil pauschal verrechnet werden muss wegen einem gemeinsamen Gaszähler wo dann halt alles drüber läuft…

  1. Boiler oder 2ter Gaszähler?
  2. Falls 2ter Gaszähler - sind diese Summen berechtigt oder sollte ich mich auf die Suche nach Kostenfressern machen? 300€ Monatlich (es ist Juni, da läuft sicher keine Heizung…) scheinen mir doch etwas…viel zu hoch?

Vielen Dank im Voraus für JEDE Hilfe - wenn ich das so laufen lasse hab ich früher oder später ein verheerendes Problem im Porte-Monnaie :frowning:

TS

Hallo,
so ein Umbau kann recht aufwändig werden, weil ja wahrscheinlich erst ein Gasanschluß in die Wohnung gelegt werden muß und dort auch ein Kamin nötig wäre.
Was ist das denn für eine Gasheizung? Vielleicht auch mal daneben stezen, ob sie z.B. sporadisch kurz anläuft (es gibt so Steuerungen, die das aus unerfindlichen Gründen machen).
300 Euro sagt erstmal gar nichts, wenn man keine Details zum Haus - insbesondere die Angaben aus dem Energiepaß, den man ja vor dem Kauf hoffentlich angesehen hat - kennt. Da man über das Jahr immer die selben Abschläge bezahlt (die sich übriges derzeit noch nach dem Verbrauch des Vorbesitzers richten dürften), ist es unerheblich, ob die Heizung läuft oder nicht. Den Tarif kann man aber natürlicha uch nochmal kritisch überprüfen, der Grundversorgungstarif des örtlichen Anbieters ist meist der teuerste, dafür MUSS der Anbieter zu diesem Tarif jeden beliefern, der nicht gerade exorbitante Ausenstände hat.
Schau dir doch als erstes mal die Zählerstände vor und nach dem Wochenende ein paar Wochen an, ob es wirklich so ist, wie man vermutet.

Cu Rene

Hallo Rene & Danke füR die schnelle Antwort!

Hallo,
so ein Umbau kann recht aufwändig werden, weil ja wahrscheinlich erst ein Gasanschluß in die Wohnung gelegt werden muß und dort auch ein Kamin nötig wäre.

> Liegt hier kein Missverständnis vor? Sorry,ich bin was das angeht ein Laie aber… Gasleitung, GasHeizer ist vorhanden. (Marke BRÖTJET, Typ: Energiesparbloc ESB) jedoch steht der in Meinem Keller so dass wenn der Untermieter warwasser zapft, das über den Gasheizer bei mir passiert und er an sich nur das Wasser über den Zähler tickern sieht.

Am Jahresende jedoch ist schwer nachvollziehbar wieviel Gaskosten er trägt da ja die Gasleitung zum Heizer geht und von da aus nur warmwasser weitergeht zum Mieter… (Heizer, Leitung und Kamin etc sind vorhanden)

Was ist das denn für eine Gasheizung?
>> BRÖTJE energiesparblocESB

Vielleicht auch mal daneben stezen, ob sie z.B. sporadisch kurz anläuft (es gibt so Steuerungen, die das aus unerfindlichen Gründen machen).

Ich hab sie jetzt auf Zeitschaltung gesetzt morgens 6-8 und abends 19-22 uhr (das ist die Zeit wo man sich vielleicht unter die Dusche stellt, ansonsten brauch ich kein Warmwasser und Mieter ist auch ab 6 ausser Haus und ab 20 uhr wieder daheim). Jedoch werd ich nicht klug daraus da man mit diesen roten und blauen stöpseln angibt wann sie „richtig“ läuft und wann „nur minimal“… minimal ist ein dehnbarer Begriff…

300 Euro sagt erstmal gar nichts, wenn man keine Details zum Haus
Energiepass gibts zum Hauss noch keinen, Anfangs des Jahres gekauft und kein Pass konnte vorgezeigt werden. Wohnfläche 230m2 ich und 38m2 Mieter.

insbesondere die Angaben aus dem Energiepaß, den man ja vor dem Kauf hoffentlich angesehen hat - kennt. Da man über das Jahr immer die selben Abschläge bezahlt (die sich übriges derzeit noch nach dem Verbrauch des Vorbesitzers richten dürften), ist es unerheblich, ob die Heizung läuft oder nicht. Den Tarif kann man aber natürlicha uch nochmal kritisch überprüfen, der Grundversorgungstarif des örtlichen Anbieters ist meist der teuerste, dafür MUSS der Anbieter zu diesem Tarif jeden beliefern, der nicht gerade exorbitante Ausenstände hat.

Das ist notiert - gut zu wissen, danke für die Info. Hatte schon tarife verglichen aber ich suche eher nach einer Lösung als nach nem Anbieter, nutzt nix wenn ich beim Nächsten Anbieter 50 € weniger bezahle und immer noch nicht nachvollziehbar ist wie sich dieser Betrag summiert…

Schau dir doch als erstes mal die Zählerstände vor und nach dem Wochenende ein paar Wochen an, ob es wirklich so ist, wie man vermutet.

Zählerstände - wie gesagt - Gibt nur einen Gaszähler aus dem ich nicht erschliessen kann ob der Mieter Tag un nacht Heizung auf 5 hat oder ob irgendwo sonst ein Energiefresser ist. Ich werde die Zählerstände mal im Auge behalten und nach 1 Monat oder 2 nachfragen was denn laut Zählerstand für diesen Monat zu zahlen wäre - dann seh ich ja ob es riesen-unterschiede gibt oder ob ich da doch irgendwo ein Problem habe…

Danke nochmals für die Infos zur Vorgehensweise, hat mir sehr geholfen!

Greets

TS

Wenn Du getrennt abrechnen willst musst Du für die Heizung Wärmemengenzähler einbauen und für den Warmwasserverbrauch jeweils warm und Kaltwasserzähler. Da die Örtlichkeiten nicht bekannt sind, ist es schwierig zu sagen wie groß der Aufwand ist. Alternativ ein separates Gaskombigerät nur für die Einliegerwohnung einbauen und an einen Gaszwischenzähler hängen.

Hallo,
bei der Größe des Hauses und dem Alter der Anlage (nach google etwa Anfang/Mitte der 80er) kann das mit den 300 Euro pro Monat (ca. 55.000 kWh/a, also um 190 kWh/m²/a incl. Warmwasser) schon grob hinkommen, wenn das Haus etwa genauso alt ist und dem Standard von damals entspricht.
Wie gesagt, wird ja noch nach dem Verbrauch der vorherigen Bewohner abgerechnet, das sollte sich spätestens mit der nächsten Ablesung an den Verbrauch nach dem derzeitigen Nutzungsverhalten anpassen. Man kann aber beim Versorger auch nach ca. 6 Monaten (die nicht gerade im Sommer liegen sollten) mal nachfragen, ob er die Vorauszahlungen an eine Zwischenablesung anpaßt.
Ein Energiepaß ist doch inzwischen bei Verkauf/Neuvermietung vorgeschrieben, dachte ich jedenfalls.
Wie schon geschrieben, könnte man Verbrauchszähler einbauen lassen, das ist aber auch nicht billig in Anschaffung und Unterhalt und bei Einliegerwohnungen deshalb auch ausdrücklich nicht gesetzlich vorgeschrieben (aber erlaubt). Ob der Mieter eine Änderung der Abrechnug nach Verbrauch hinnehmen müste, wäre eine Frage für das Mietrecht. So lange gilt jedenfalls was in seinem Vertrag steht (üblich ist bei Einliegerwohnungen nach Fläche gelegentlich auch Personenzahl).
Wenn man nicht mit dem hohen Verbrauch leben will, wird man irgendwann nicht drumrumkommen sich mit einem Energieberater zusammenzusetzen, der konkrete Vorschläge zu Verbesserungen machen kann.

Cu Rene