Hi,
es wäre erst einmal möglich, dass der Vermieter / Hausverwalter, die Abrechnung nicht richtig / ordentlich macht. Wenn die Abrechnung zu unverständlich ist, kann man normalerweise nachfragen.
Zur Stromrechung:
Es gibt normalerweise (dürfte in der Gebäudegröße auf jeden Fall so sein) einen eigenen Zähler für die Wohnung und dazu noch einen Zähler für den Allgemeinstrom. Über den allgemeinstromzähler läuft der Strom für die Heizung, Treppenhausbeleuchtung, Aufzug, Außenbeleuchtung, Strom für die elektrischen Geräte vom Hausmeister usw. Es wäre unheimlich schwer genau für jeden Bewoher festzulegen, wie viel Strom er jetzt genau genutzt hat (ie oft durchs Treppenhaus gegangen, wie oft die Umwälzpumpe der Heizung „benutzt“)
Die Kosten für diesen Strom müssen also zu gleichen Teilen auf alle Parteien umgelegt werden. In Deinem fall müßtest Du 1/12 der Stromkosten tragen.
Der in der eigenen Wohnung genutzte Strom wird meist über eigene Zähler abgerechnet. Es gibt aber auch Varianten mit Etagenzählern, oder inem Zähler und der Umlage auf alle Parteien (das ist wohl bei Neu / Umbauten nicht mehr zulässig).
Du kannst aber, wenn Du einen eigenen Zähler hast, Deinen Stromanbieter wechseln. Wenn Du direkt von dem Stromanbieter eine Rechnung bekommst, mußt Du dem Vermieter nicht Bescheid geben, da du einen eigenen vertrag hast. Es gibt auch die Variante, dass der Vermieter einen einzigen Vertrag abgeschlossen hat und die Nebenzähler in den einzelnen Wohnungen nur zur genauen Abrechung dienen. dann muß man dem Vermieter Bescheid geben, dass man einen anderen Anbieter nimmt.
Wenn man jetzt den Strom von einer anderen Firma kauft, dann kommt immer noch der gleiche Strom wie vorher aus der Steckdose, man bezahöt nur nicht mehr an die Stadtwerke. Der Strom bleibt aber immer noch der Strom der Stadtwerke. Die kommen auch jedes Jahr zum Ablesen vorbei, da ändert sich nichts. Die Stadtwerke sind auch weiterhin für die Störungsbeseitigung und den Zählertausch usw zuständig. Manche Stromanbieter weisen darauf hin, andere nehmen Störmeldungen von den eigeen Kunden auf und leiten die dann weiter.
Wenn Du z.B. auf Ökostrom umsteigst, bezahlst du zwar für Ökostrom, bzw. für den von Deinem Anbieter erzeugten und ins öffentliche Netz eingespeiste Strom, bekommst aber technisch immer noch den Strom aus dem AKW oder aus Kohle.
Beim Anbieterwechsel muß man sich überlegen, was man möchte. In der Regel ist Ökostrom etwas teurer. Alerdigs habe ich bei meinem anbieter, 123energie, errechnet, dass für mich der Ökostrom aus Wasserkraft günstiger ist, als der Strom der örtlichen Anbieters.
Wenn man bei Vergeichsportalen, wie z.B. www.verivox.de www.wechseln.de, www.tarifvergleich.de, seinen bisherigen Verbrauch (der letzten jahresrechung zu entnehmen) und seine Postleitzahl eingibt, erhält man diverse Vorschäge.
Ganz oben stehen meist die Paketangebote, z.B. von Felxstrom. Dabei kauft man, sozusagen prepaid, ein gewisses Stromkontigent. Der Strom ist als Paket für ein Jahr im Voraus zu bezahlen. Die angebote sind auf den ersten Blick unheimich günstig. Das Keingedruckte verrät aber, dass nicht genutzer Strom (meist) verfällt und zu viel genutzter Strom mit richtig ordentlichen Kosten verbunden ist. Da kostet dann die kWh eben 39 Eurocent (im Mittel kostet eine kWh irgendetwas zischen 15 und 20 Eurocent).
Wenn man jetzt über Jahre einen ziemlich gleichen Verbrauch hat, kan man hier aber echt sparen.
Viee anbieter bieten Rabatte bei jährlicher Zahlung an, was man auch mal gegen rechnen müßte.
Interessant sind auch Vertragslaufzeiten (1 Monat, 3 Monate, 6 Monate, 12, 36, 48), Preisbindungsfristen, irgendwelche seltsamen Kautionen und die Grundgebühren.
Manchmal ist es günstiger eine höhere Grundgebühr zu nehmen und die Kosten über einen günstigeren Leistungspreis wieder rein zu holen. Letztlich rechnet das aber jedes Vergleichsportal aus.
Man braucht auch keine Angst zu haben, bei einer Peite des Anbieters im Dunkeln zu sitzen. Sollte der Stromanbieter pleite gehen ist es eventuell schwer an vorausgezahlte Geder (bei den Paketangeboten z.B.) zu kommen, Strom gibt es aber weiterhin. Der örtliche Betreiber „springt“ sofort ein und verkauft Strom zum Grundtarif.
Ich hoffe ich habe ein paar Fragen beantwortet.
Gruß
Kuddenberg