Welchen Stromanbieter nehmen? und worauf achten?

Hallo zusammen,
ich wohne jetzt schon seit 2 Jahren zusammen mit meiner Freundin in einer 58cm2 großen Wohnung. Wir mussten im letzten Jahr schon 260euro wegen der Stadtwerke nachzahlen, und zahlen zudem noch 40€ im Monat für die. Meines erachtens ist dies schon sehr teuer, da wir im Winter sogut wie gar nicht geheizt haben. Nach einem Telefonat mit meinem Vermieter wurde mit gesagt, dass wir 50% von unserem eigenen Verbrauch und 50% von den Gesamtkosten die im ganzen Haus anfallen bezahlen müssen (in dem Haus gibt es etwa 12 Wohnungen).
Auf verschiedenen Internetseiten sieht man die Stadtwerke immer ganz unten als einer der teuersten, manche Seiten messen auch alles nach der Stadtwerke.

Meine Frage ist also wonach ich gucken muss, wenn ich den Stromanbieter wechseln möchte, bzw welche Kilowattanzahl pro Jahr durchschnittlich verbraucht werden(2500kw?), wo steht eigentlich in der Abrechnung wieviel man verbraucht hat (wegen der 50:50 Rechnung)?

Und wie ist das dann mit der 50:50 Rechnung, welche Kilowattanzahl wird dann von dem neuen Stromanbieter übernommen, nur die Wattanzahl von unserem Stromzähler? oder wird das dann zusammen gerechnet Eigenkosten(50% von 1000kw) + Gesamtkosten(50% von 6000kw) = 3500kw die vom neuen Stromanbieter verkauft werdem, oder nur meine kosten - also die 500kw?
Auf der folgenden Internetseite steht auch was von diesem Anteil:
http://www.tarifvergleich.de/energievergleiche/strom…

Vielleicht sind die Zahlen unter- oder übertrieben, aber ich befasse mich erst kurz damit, und bin damit irgendwie überfordert -.-
Wenn noch Fragen sind, weil ich so komisch schreibe ^^ bitte nachfragen

Danke im voraus
Gruß
Alex

Hallo,
was hat bitte der Strom mit der Heizung zu tun? Heizt ihr elektrisch? geht es gar um Gas?
Wenn ihr den Strom vom Vermieter habt, könnt ihr gar nichts machen, außer den zu bitten den Anbieter zu wechseln.
Leider bleiben für mich mehr Fragen, als ich Antworten geben könnte.
Bei den Strompreisvergleichen schalte ich persönlich alle Optionen (Bonus, …) aus und wähle nur solche, die keine Vorauszahlung für mehr als einen Monat fordern. Dann gehe ich nochmal auf deren Seite und schaue nach, ob da was von einer Preisänderung steht (falls es ein Angebot wie „immer x Cent billiger als Anbieter Y“ natürlich auch dort) und dann werfe ich nochmal die google an.

Cu Rene

Hi,

es wäre erst einmal möglich, dass der Vermieter / Hausverwalter, die Abrechnung nicht richtig / ordentlich macht. Wenn die Abrechnung zu unverständlich ist, kann man normalerweise nachfragen.

Zur Stromrechung:

Es gibt normalerweise (dürfte in der Gebäudegröße auf jeden Fall so sein) einen eigenen Zähler für die Wohnung und dazu noch einen Zähler für den Allgemeinstrom. Über den allgemeinstromzähler läuft der Strom für die Heizung, Treppenhausbeleuchtung, Aufzug, Außenbeleuchtung, Strom für die elektrischen Geräte vom Hausmeister usw. Es wäre unheimlich schwer genau für jeden Bewoher festzulegen, wie viel Strom er jetzt genau genutzt hat (ie oft durchs Treppenhaus gegangen, wie oft die Umwälzpumpe der Heizung „benutzt“)
Die Kosten für diesen Strom müssen also zu gleichen Teilen auf alle Parteien umgelegt werden. In Deinem fall müßtest Du 1/12 der Stromkosten tragen.

Der in der eigenen Wohnung genutzte Strom wird meist über eigene Zähler abgerechnet. Es gibt aber auch Varianten mit Etagenzählern, oder inem Zähler und der Umlage auf alle Parteien (das ist wohl bei Neu / Umbauten nicht mehr zulässig).

Du kannst aber, wenn Du einen eigenen Zähler hast, Deinen Stromanbieter wechseln. Wenn Du direkt von dem Stromanbieter eine Rechnung bekommst, mußt Du dem Vermieter nicht Bescheid geben, da du einen eigenen vertrag hast. Es gibt auch die Variante, dass der Vermieter einen einzigen Vertrag abgeschlossen hat und die Nebenzähler in den einzelnen Wohnungen nur zur genauen Abrechung dienen. dann muß man dem Vermieter Bescheid geben, dass man einen anderen Anbieter nimmt.

Wenn man jetzt den Strom von einer anderen Firma kauft, dann kommt immer noch der gleiche Strom wie vorher aus der Steckdose, man bezahöt nur nicht mehr an die Stadtwerke. Der Strom bleibt aber immer noch der Strom der Stadtwerke. Die kommen auch jedes Jahr zum Ablesen vorbei, da ändert sich nichts. Die Stadtwerke sind auch weiterhin für die Störungsbeseitigung und den Zählertausch usw zuständig. Manche Stromanbieter weisen darauf hin, andere nehmen Störmeldungen von den eigeen Kunden auf und leiten die dann weiter.

Wenn Du z.B. auf Ökostrom umsteigst, bezahlst du zwar für Ökostrom, bzw. für den von Deinem Anbieter erzeugten und ins öffentliche Netz eingespeiste Strom, bekommst aber technisch immer noch den Strom aus dem AKW oder aus Kohle.

Beim Anbieterwechsel muß man sich überlegen, was man möchte. In der Regel ist Ökostrom etwas teurer. Alerdigs habe ich bei meinem anbieter, 123energie, errechnet, dass für mich der Ökostrom aus Wasserkraft günstiger ist, als der Strom der örtlichen Anbieters.

Wenn man bei Vergeichsportalen, wie z.B. www.verivox.de www.wechseln.de, www.tarifvergleich.de, seinen bisherigen Verbrauch (der letzten jahresrechung zu entnehmen) und seine Postleitzahl eingibt, erhält man diverse Vorschäge.

Ganz oben stehen meist die Paketangebote, z.B. von Felxstrom. Dabei kauft man, sozusagen prepaid, ein gewisses Stromkontigent. Der Strom ist als Paket für ein Jahr im Voraus zu bezahlen. Die angebote sind auf den ersten Blick unheimich günstig. Das Keingedruckte verrät aber, dass nicht genutzer Strom (meist) verfällt und zu viel genutzter Strom mit richtig ordentlichen Kosten verbunden ist. Da kostet dann die kWh eben 39 Eurocent (im Mittel kostet eine kWh irgendetwas zischen 15 und 20 Eurocent).

Wenn man jetzt über Jahre einen ziemlich gleichen Verbrauch hat, kan man hier aber echt sparen.

Viee anbieter bieten Rabatte bei jährlicher Zahlung an, was man auch mal gegen rechnen müßte.

Interessant sind auch Vertragslaufzeiten (1 Monat, 3 Monate, 6 Monate, 12, 36, 48), Preisbindungsfristen, irgendwelche seltsamen Kautionen und die Grundgebühren.

Manchmal ist es günstiger eine höhere Grundgebühr zu nehmen und die Kosten über einen günstigeren Leistungspreis wieder rein zu holen. Letztlich rechnet das aber jedes Vergleichsportal aus.

Man braucht auch keine Angst zu haben, bei einer Peite des Anbieters im Dunkeln zu sitzen. Sollte der Stromanbieter pleite gehen ist es eventuell schwer an vorausgezahlte Geder (bei den Paketangeboten z.B.) zu kommen, Strom gibt es aber weiterhin. Der örtliche Betreiber „springt“ sofort ein und verkauft Strom zum Grundtarif.

Ich hoffe ich habe ein paar Fragen beantwortet.

Gruß
Kuddenberg