Laminat auf Teppich in Mietwohnung

Hallo zusammen,

ich befürchte, dass die kältere Jahreszeit mir erstmal leider keine Freude bringt.
Seit März wohne ich in einer Mietwohnung mit Laminat und Fliessen. Bei der Besichtigung lag in Schlaf- und Arbeitszimmer noch Teppichboden (fleckig). Man bot mir an, dass ich den so übernehmen könnte oder man würde Laminat reinmachen. Klar, dass ich lieber Laminat wollte.
Nun, der Sommer war schön und alles war gut.
Jetzt ist wird es kälter und ich habe vor 2 Tagen mal die Fussbodenheizung im Wohnzimmer angestellt. Ich merke zwar noch nicht bewusst, dass es wärmer geworden ist, aber auf jeden Fall bemerke ich, dass es dort nun nach Aschenbecher riecht - ich bin Nichtraucher. Das Laminat wurde (leider) definitiv nicht vom Profi verlegt und ziemlich sicher auf alten Teppichboden, was man mir so natürlich nicht bei der Besichtigung gesagt hat. Zum Test wie es sind in den anderen beiden Zimmern verhält, habe ich heut mal alle Heizungen angestellt. Ich bin gespannt, wie es ist, wenn ich heim komme.
Nun aber zu meinem Anliegen: kann ich als Mieter etwas machen, wenn der Geruch bleibt oder sich gar weiter verstärkt? Und wie gross ist der Energieverlust dadurch, dass ja Teppich und Laminat aufgeheizt werden müssen?

Vielen Dank für Eure Antworten!

Hallo Wetke,
zu dem Geruch kann ich hier nichts sagen, denn die Ursachen sind nicht genau bekannt. Man könnte zwar einen Zusammenhang zwischen der Fußbodenheizung und (dem hierdurch erhöhten Dampfdruck auch nikotinhaltiger) Genussnebenerzeugnisse sehen, aber das wäre reine Spekulation.
Zu dem Wärmedurchgangswiderstand.
Meiner Erfahrung nach kann der Gesamt-Wärmedurchganswiderstand nach der Verlegung eines Laminat-Fußbodensystems auf vorhandemnem Teppichboden durchaus so groß werden, dass die vom Boden abgegebene Wärmemenge nicht mehr ausreicht, die Raumtemperatur entsprechend anzuheben!
Meistens liegen Teppichböden und Laminat-Fußböden jeweils für sich betrachtet gerade an der Obergrenze von 0,17 m²K/W, die einzelnen Widerstände der Schichten (und die puffernde Luft ist hierbei noch gar nicht berücksichtigt) addieren sich jedoch zu einem Gesamtwiderstand, unabhängig davon, ob der Laminatfußboden durch einen Fachbetrieb oder einen Laien verlegt wurde.
Hier können nur durchgehende Aufzeichnungen von Messungen der Raumlufttemperatur im Verhältnis zur Außentemperatur eine geeignete Grundlage für ein „herzhaftes Gespräch“ mit dem Vermieter/Eigentümer darstellen.
Alles andere ist aus meiner Sicht müßig!
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Gruß: Klaus Rauer; Sachverständigenbüro für Fußbodenkonstruktionen