Mein Chef bietet mir die Möglichkeit mich Selbstän

Guten Tag,

Mein Chef und mich verbindet eine langjährige Freundschaft. Er habt einen Malerbetrieb GmbH. Ich arbeite bei ihm als Malergeselle. Er hat gemeint ich soll doch ein Gewerbe anmelden und meine erbrachte Leistung in Rechnung stellen.
Unser Hauptaugenmerk der Firme ist der Vollwärmeschutz. Jetzt hat die Diskusion zwischen uns angefangen. Er ist der Meinung das ich einfach einen Holz und Bautenschutz anmelden soll gegebenfalls noch Trockenbau, Fliesen-Platten- und Mosaikleger, Estrichleger, Raumausstatter mit reinnehmen sollte. Somit hätte ich schon mal den größten Teil abgedeckt. Ich bin der Meinung das ich damit zwar einiges abgedeckt haben, aber eben nicht um unser Hauptaugenmerk den Vollwärmeschutz, der eigentlich die Arbeiten wie Platten kleben, Gewebe einspachteln und Verputzen beinhaltet. Er ist der Meinung das ich die Arbeiten wie z.B. Verputzen einer Fassade schon ausführen darf, da ich ja weder an einer Ausschreibung teilgenommen habe oder ein Angebot geschrieben hab. Er meint ich biete lediglich meine Dienstleistung an, die dann nach Std. verrechnet wird. Soll heißen die Baustelle läuft nich über mich, sonder ich biete nur meine Arbeitskraft an, egal für was auch immer. Auftragnehmer der Baustelle ist ja der Malerbetrieb GmbH. Über den auch die eignetliche Rechnung an den Bauherren gestellt wird. Material, Gerüst, Geräte und Maschinen so wie Fahrzeug und was dazugehört stellt alles die Malerfirma.Ich hoffe sie wissen wie ich das meine. Fakt ist ich biete nur meine Arbeitskarft an egal ob Verputzen oder einfach nur die Baustelle räumen oder Gerüst mit aufbauen.
Ich hoffe sie könne mir weiter helfen.

MfG

Guten Tag,

Mein Chef und mich verbindet eine langjährige Freundschaft.

Und da er sich nun Lohnnebenkosten sparen will, sollst Du eine hochriskante Scheinselbstständigkeit anstreben?

Schöne Freundschaft.

Das, was Du beschreibst, ist die klassische Beschreibung für Scheinselbstständigkeit. Eben Arbeiten nur für einen Auftraggeber, der Dir alles stellt, keine selbstständigen Entscheidungen, keine eigene Auftragsbeschaffung, usw.

Bitte frage dazu in anonymisierter Form im Arbeitsrechtforum nach, hier bist Du falsch.

Vorab zum Lesen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Scheinselbst%C3%A4ndigkeit

Coole Idee,

  • hatte ich auch schon mal.
    Hast du dir schon mal durch gerechnet, was die Arbeitsstunde kostet?
    Wenn du alle Kosten richtig rechnest und auch noch was über bleiben soll sind 35 € nicht zu viel.
    Wenn der Chef das Zahlt … .
    Vermutlich sieht seine Rechnung aber so aus:
    Kosten für einen Arbeitnehmer: 35 €
    Kosten für einen Leiharbeiter (und was anderes bist du dann nicht): 20 €
    Verrechnung an den Kunden: 35 €
    Einsparung durch Urlaub: 8.400 €/Jahr
    Einsparung durch Krankheit, Feiertage, ect.: 3.920 €
    Du arbeitest ca. 206 Tage im Jahr zu 8 Stunden, ergibt eine Einsparung von: 24.720 €
    Wenn du also für 20 € in der Stunde ein Jahr bei deinem Chef arbeitest, spart er sich circa 31.200 €.
    Selbstverständlich sind das alles nur Annahmen, Schätzungen und Vermutungen.
    Als Grundlage für die Zahlen habe ich aber meine eigene Kalkulation genommen. Mir ist klar, dass die Kosten für Werkzeuge, Maschinen, Fahrzeuge, Lagerhalle, Werkstatt und nicht zu Letzt Fortbildungsmaßnahmen ect. bei eiem „Kleinbetrieb“ nicht anfallen, deshalb habe ich auch „nur“ 35 € angesetzt und nicht die eigentlich richtigen 53 €.
    Die Kosten für Büro, Steuerberater, Bilanz, Steuern, Versicherungen usw. muss jeder für sich selbst ermitteln. - Aber glaub mir, wenn du keinen Materialgewinn hast sieht es nicht besonders gut aus.
    Für die Meisten kommt die Ernüchterung erst ziemlich spät - nach ein paar Jahren und der ersten Steuerprüfung.
    Vergiss nicht:
  • Büroarbeit (mind. 10 Std./Woche)
  • keine Lohnfortzahlung bei Krankheit
  • keine Lohnfortzahlung bei Unfall
  • keine Lohnfortzahlung bei schlechtem Wetter oder im Winter (Außenputz geht nur wenns nicht gefriert)
  • keine Lohnfortzahlung im Urlaub
  • keine Arbeitslosenversicherung
  • keine Rente (wenn nicht privat)

Oder was machst du wenn ein Kunde nicht Zahlt, oder wenn der Putz „schlecht“ ist und wieder abplatzt, die Ware bekommst du vielleicht ersetzt, aber die Arbeit und das Gerüst?
Bist du denn Fachlich kompetent genug die Transmisionswärme so zu berechnen, dass im Nachhinein nichs Schimmelt?
Meines Wissens nach, ist es nicht mit ankleben von Styroporplatten getan. - Wer haftet dann?

Ich bin der Letzte, der einem von einer Selbstständigkeit ab rät, aber die Konsequenzen sind nicht ohne.

Ich kenne Leute, denen wurde nach fünf Jahren „Selbstständigkeit“ für einen großen Deutschen Paket Dienst (die ersten Buchstaben sind absichtlich groß) mit mehreren Angestellten und Fahrzeugen das Haus versteigert. - Harz 4 -

Ich bin seit 1994 Selbstständig und weiß schon einigermaßen wovon ich Spreche.

Hallo,

Was machst Du, wenn Dein Chef Dir keine Aufträge mehr gibt?

Empfehlung: Finger weg.

Gruß:

Manni

Hallo,

Mein Chef und mich verbindet eine langjährige Freundschaft. Er
habt einen Malerbetrieb GmbH. Ich arbeite bei ihm als
Malergeselle. Er hat gemeint ich soll doch ein Gewerbe
anmelden und meine erbrachte Leistung in Rechnung stellen.

Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.

Was Dein Chef Dir vorschlägt, ist illegal und Du bist hinterher dran. Schöner Freund, der!

Neumodische Sklaverei nennt sich das
Hallo!

Es gibt da 3 Möglichkeiten für Dich:

  1. Du lehnst das ab, und arbeitest weiter als Angestellter, und streicht Deinen Chef aus der Freundesliste.
  2. Suchst Dir einen anderen Arbeitgeber.
  3. Machst Dich „richtig“ selbstständig,
    so trägst Du nicht nur das Risiko, so kannst Du, wenn alles klappt und gut läuft, auch richtig Geld verdienen. Was sonst nur dein „Chef“ macht.

Da war bestimmt mal ein Unternehmensberater tätig, als normaler Handwerksunternehmer kommt man ja normal nicht auf solche Ideen.

Grüße, Steffen!

Hallo,
und wenn du nur für einen arbeitest?handelt es sich um eine Scheinselbstständigkeit. Das ist nicht erlaubt.Schönen Gruß aus Düsseldorf der Rohrverleger

Dein Chef will nur sparen
Servus!

Deinen Chef und dich verbindet möglicher Weise eine Freundschaft, die hört aber beim eigenen Geldbeutel auf wie man hier sehr deutlich sieht, sonst hätte er dir das nicht angeboten!

Fakt ist dein Chef spart sich einen Haufen Geld wenn er dich nicht mehr als Arbeiter/Angestellten bezahlen muss (Lohnnebenkosten, Urlaubsgeld, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Kündigungschutz, ect.) sondern einen Geschäftspartner hat der für alle seine finanziellen Belange selbst verantwortlich ist.
Du kannst dann nämlich nicht mehr von deinen Einnahmen so leben wie bisher vom Einkommen, weil du alle Steuern, Versicherungen und sonstige Kosten davon erst noch abziehen musst! Schon mal ausgerechnet wieviel dann noch übrig bleibt?

Außerdem kann man nicht von Selbstständigkeit sprechen wenn du abhängig für nur einen Auftraggeber tätig bist.

Wenn du dazu Fragen in Bezug aufs Arbeitrecht hast stelle sie im Brett Arbeitsrecht unter Beachtung von FAQ:1129 ein.

es grüßt
karline

P.S. Falls du den Sprung in die Selbstständigkeit wirklich wagen möchtest wünsche ich dir dabei viel Erfolg und viele zufriedene und zahlende Kunden!

Ich kenne genau den Fall,den du schilderst.Ein Subunternehmer angemeldet als Fliesenleger,Innenausstatter,Holz und Bautenschutz,sowie noch einiger konzessionsfreier Gewerke,führte die Aussenisolierung und Aussenputz an einem Wohngebäude aus.Seitens der Kreisverwaltung wurde Baustellenkontrolle durchgeführt und sowohl der Subunternehmer,als auch der Generalunternehmer wegen Ausführung nicht zugelassener Tätigkeiten angezeigt.Da das Verfahren noch läuft ist der Ausgang der Sache noch offen.
Wie man zur Scheinselbständigkeit stehen sollte wurde hier ausreichen diskutiert.