Alte Ölheizung

Hi,

ich denke darüber nach ein altes Bauernhaus zu erwerben, das mit Ölheizung ausgestattet ist. Keine Zentrale Ölheizung sondern Öfen, die von Hand mit Öl befüllt und angezündet werden. Das dies nicht gerade High-Tech ist, ist mir klar. Trotzdem stellt sich die Frage, ob man das lassen kann oder ob der Verbrauch so hoch ist, dass man gleich mit Geldscheinen heizen kann…

Gibts ausser der Unwirtschaftlichkeit weitere Gründe, umzustellen?

Was kostet grob geschätzt ein Umbau für ein EFH mit 130 qm?

Gimli

Ewiger Gestank nach Öl…
… wäre mir alleine es leid, so zu heizen.

gruß

dennis

Zudem denke Ich daß die Dinger gegen heutige Technik extrem unwirtschaftlich sind.

Wenn Du auf neue Heizung umstellst, dann achte darauf, daß diese nicht unterdimensioniert berechnet wird, weil die meisten alten Häuser nicht diese gute Isolation wie die neuen haben, und dann hat Deine neue Heizung bei Kälte Probleme auf Temperatur zu kommen und auch noch Dein Warmwasser bereitzustellen.

Hier: http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Vielen Dank,

da wäre wohl der vernünftigste Weg eine neue Heizanlage einbauen zu lassen.

Was ist am sinnvollsten? Man hört überall, dass Gas wohl das Beste ist.
Was kostet sowas (Anschluß, Anlage und geschätzte 10 Heizkörper)?

Gimli

Gimli,

das was Du vorhast, habe ich gerade (fast) hinter mir.
Ich habe in meinem Altbau eine Zentralheizung mit Gastherme eingebaut. Meine Anlage ist um wohl ein Drittel größer als Deine wird und hat vierzigtausend Mark gekostet.

Wolfgang

Hallo!

nach vielen Jahren Ölofenheizung weiß ich ein Lied davon zu singen.

Die Ölschlepperei mit stinkender Kanne quer durchs Wohnzimmer kann man umgehen, indem man jeden Ölofen über ein Kupferrohr mit einer Pumpe verbindet, die immer gerade so viel Öl pumpt, daß das Schwimmergehäuse des Ofens gefüllt ist.

Ein Ölofen arbeitet aber vergleichsweise unwirtschaftlich. Viel Wärme geht durch den Schornstein. Außerdem wird die Wärmeabgabe über die Ölmenge eingestellt. Auf „kleiner“ Stellung zündelt ein gelbes Flämmchen vor sich hin, das je nach Witterung vom ersten Windstoß, der in den wegen kleiner Flamme nicht richtig warmen und deshalb ungenügend ziehenden Schornstein schlägt, ausgeblasen wird. Warm genug, um Augenblicke später mit einer alles vollstinkenden Verpuffung mit dumpfem Knall wieder zu zünden, ist der Brennraum trotzdem noch. Dann klettert man auf dem Dach herum, um mit allen möglichen Haubenkonstruktionen das Hereindrücken des Windes in den Schornstein zu vermeiden.

Ein alter Staubsauger ist das wichtigste Utensil beim Ölofen. Dessen Brennraum muß nämlich peinlich sauber gehalten werden. Alle paar Tage hat man das Vergnügen. Andernfalls bemerkt man statt wohliger Wärme nur schwarz wabernde, stinkende Schwaden im Zimmer.

Nach dieser jahrelangen Erfahrung kann ich sicher sagen, daß Ölöfen die schlechteste Heizungsart darstellen, weit schlimmer noch als mit Holz oder Brikett beheizte Einzelöfen. Ich lebe privat in einer mehrere hundert Jahre alten ehemaligen Räucherkate. Die wird heute durchaus akzeptabel mit Einzelöfen und Holz beheizt. Gehacktes Holz gibt’s billigst vom Bauern. Besonders komfortabel ist das nicht. Statt eines Thermostatreglers gibt es nur die Luftzufuhr am Ofen. Man muß regelmäßig Holz schleppen, wird aber mit sehr schneller Erwärmung und gemütlichem „Bollern“ belohnt und es gibt nicht die elende Stinkerei eines Ölofens.

Im Zuge eines bevorstehenden gründlichen Umbaus haben auch die Einzelöfen ausgedient und es werden die gleichen Überlegungen wie bei Dir angestellt. Eine Ölzentralheizung scheidet für mich aus. Sie beansprucht für die Lagerhaltung einen besonders zu sichernden Raum und der Heizölpreis wird voraussichtlich kontinuierlich steigen.

Bleibt auf den ersten Blick nur eine Gasheizung. Öffentliche Versorgung vorausgesetzt, entfällt die Lagerhaltung und man braucht nur eine relativ kleine Therme irgendwo an der Wand. An Komfort ist das kaum zu überbieten. Die Kostenentwicklung wird aber sehr ähnlich wie beim Heizöl sein. In so eine unkalkulierbare Sache mag ich nur ungerne investieren, wenn man es sich aussuchen kann.

Deshalb prüfe ich die Möglichkeit einer mit Holz befeuerten Heizung. Geschreddertes Holz ist unschlagbar billig und in ländlicher Gegend gibt’s das containerweise beinahe hinterher geworfen. Knicks müssen geschnitten werden, um ihre Funktion zu erfüllen und so fällt dieses Holz heute und in Zukunft in rauhen Mengen an. Man braucht allerdings wieder Lagerplatz in Form eines kleinen Silos. Von dort wandern die Späne automatisch gefördert direkt in den Brennraum. Die Technik ist in der holzverarbeitenden Industrie längst üblicher Standard und inzwischen auch für das Privathaus nutzbar. Es ist ein Rechenexempel. Der Aufwand lohnt sich wahrscheinlich nicht für die ganz kleine Hütte.

Ganz egal, für was auch immer Du Dich entscheidest, entsorge die Ölöfen. Ach ja, eine E-Heizung solltest Du Dir auch nicht aufschwatzen lassen, auch keine mit Nachtspeicheröfen. Dabei ist zwar die anfängliche Investition überschaubar, dafür aber frißt Dir diese Art der Heizung im Betrieb die Haare vom Kopf.

Gruß
Wolfgang

Ich würde Gas bevorzugen…
…weil es suberer ist.

Hallo Gimli,

hier die Gegenüberstellung:

  • Gas kommt per Leitung ins Haus
  • Öl muß man kaufen, sofort einen Batzen bezahlen und braucht extra einen dafür technisch ausgestatteten Raum (Wanne, Boden öldicht usw.). (Manche Firmen bieten mittlerweile Ratenzahlung an für Öl kaufen)
  • Gas ist sauberer in der Verbrennung und hinterläßt im Ofen und Abgassystem keine (kaum) Rückstände
  • Ölöfen müssen jedes Jahr sauber gemacht werden. Schornsteinfeger hinterläßt dabei oftmals Spuren. Der Ruß beim saubermachen eines Ofens (Ich mache das bei meiner Mutter selbst) ist ätzend in der Lunge und erfordert Mundschutz.
  • Gas erfordert keine periodische Untersuchung wie die Tanks ab einer gewissen Größe.
  • Abgasmessung brauchen beide.

  • Gaspreis hängt am direkt Rohölpreis

  • Ölbrenner bedürfen auch einer Wartung, manchmal Einspritzdüsenwechsel etc. Sind sie alt, oft störanfällig.

Sollte Ich mich in einem (oder mehreren) Punkt(en) täuschen, dann bitte Artikel schreiben der mich berichtigt…

gruß

dennis

hackschnitzel-heizung
hallo wolfgang,

ich darf dich vor einem kleinen, aber recht ärgerlichen problem bei hackschnitzel-heizungen warnen:

in den hackschnitzel sind immer wieder kleine steine oder andere dinge drinnen, die die schnecke (holzzufuhr vorm brenner) blockieren. wenn du pech hast, passiert es dir eine stunde nach der demontage gleich wieder.

ausschliessen kannst du dieses problem nur mit holz-pellets. damit geht aber ein grosser preisvorteil verloren.

hallo gimli

wenn ich dich richtig verstehe, dürfte ein günstiger preis des alten unrenovierten hauses grund für deine kaufüberlegungen sein.

wenn du aber vorhast, dieses haus von grund auf zu renovieren, solltest du auf keinen fall bei den kosten für heizanlage sparen. eine billige anlage beschert dir jährliche erhöhte betriebskosten.

die einfach optimalste und in den betriebskosten günstigste heizung ist zur zeit eine niedrigtemperturheizung mittels wärmetauscher (anzapfen der grundwasser-wärme). ich selbst heize damit zu rund einem drittel der früheren heizkosten.
(anschaffungskosten sind aber ca. doppelt so hoch wie z.b. eine gastherme, voraussetzung ist ein grundstück mit ca. 100 m ausdehung)

Danke für den Hinweis, Antennaria!

Über eigene Betriebserfahrung mit dieser Heizungsart verfüge ich bisher nicht. Das von Dir geschilderte und nachvollziehbare Problem müßte aber mit einem geeigneten Fördermechanismus in den Griff zu bekommen sein. Ich werde mich in dieser Richtung informieren und mir die Konstruktionen ansehen.

Holz-Pellets halte ich aus Kostengründen für keine besonders glückliche Alternative.

Gruß
Wolfgang

mir fällt noch etwas ein:

besorge dir ein holzfeuchte-messgerät und schau dir an, welchen trockenheitsgrad die hackschnitzel bei vorführungen haben. und dann geh damit zu deinen zukünftigen lieferanten und schau es dir dort einmal an. die holzfeuchte ist garantiert wesentlich höher, obwohl es dir für absolut trocken (absolute bedingung für holzfeuerung) „verkauft“ wird.

durch die betriebsabläufe bei den bauern ist es so gut wie unmöglich, wirklich trockene schnitzel herzustellen. du müsstest also die trocknung bei dir selbst vornehmen. das ist einerseits ziemlich gefährlich (entzündungsgefahr im silo), andererseits sehr platzaufwendig.

hmmm - ich will sie dir aber nicht ausreden …

Dein Einwand ist zutreffend. Was man zerhäckselt auf den Hof gekarrt bekommt, ist Holzhäcksel direkt vom Knick. Da wird vom Bauern nichts getrocknet und wenn es regnet, ist das Zeug eben triefnaß.

Getrocknet, gereinigt, womöglich zu Pellets gepresst, mit immer gleichem Heizwert- liebe Güte, dann ist der Kostenvorteil schnell dahin. Man muß sich darüber im Klaren sein, daß es nichts geschenkt gibt. Wenn man billiges Heizmaterial haben will und dennoch Komfort, dann ist Technik fällig, dann muß investiert werden. Wer glaubt, für praktisch null Mark zu heizen und dann auch noch zu geizig für die fällige Technik der Aufbereitung ist, der darf sich so einem Vorhaben nicht nähern.
Die Sache hat bei genauer Betrachtung auch noch weitere Haken: Wer nicht in der Lage ist, technische Einrichtungen zu beurteilen und zudem für jeden Handgriff einen Spezialisten anheuern muß, für den ist das meiner Meinung nach kaum ein geeigneter Weg.

Gruß
Wolfgang

…eine niedrigtemperturheizung mittels
wärmetauscher (anzapfen der grundwasser-wärme). ich selbst
heize damit zu rund einem drittel der früheren heizkosten.
(anschaffungskosten sind aber ca. doppelt so hoch wie z.b.
eine gastherme, voraussetzung ist ein grundstück mit ca. 100 m
ausdehung)

Um mit niedriger Vorlauftemperatur auszukommen, brauchst Du allerdings sehr großflächige Heizkörper. Im günstigsten Fall eine Fußbodenheizung.

Auch hier gilt wie bei der weiter unten diskutierten Holzhäcksel-Heizung: Wer bei den laufenden Heizkosten sparen will, muß in die Heizungsanlage investieren. Man darf bei Planung und Bau nicht mit zugenähten Taschen herumlaufen.
Wer heute für Jahrzehnte kalkulierbare Heizkosten haben will, sollte sich nicht auf Heizöl und das daran im Preis gekoppelte Erdgas verlassen. Diese Energieträger würde ich bei einer Neuplanung allenfalls zur Abdeckung von Verbrauchsspitzen vorsehen.

Dabei wundere ich mich, daß diese einfachen Überlegungen offenkundig noch nicht zum Allgemeingut geworden sind. Überall werden selbst Neubauten mit Öl- oder Gasheizungen ausgestattet. Oft hat das sicher Kostengründe. Aber andererseits fallen dem mit hohen Darlehensverpflichtungen belasteten Häuslebauer die jährlich steigenden Kosten für Öl oder Gas auch nicht leicht.

Gruß
Wolfgang

Ganz egal, für was auch immer Du Dich entscheidest, entsorge
die Ölöfen. Ach ja, eine E-Heizung solltest Du Dir auch nicht
aufschwatzen lassen, auch keine mit Nachtspeicheröfen. Dabei
ist zwar die anfängliche Investition überschaubar, dafür aber
frißt Dir diese Art der Heizung im Betrieb die Haare vom Kopf.

Gruß
Wolfgang

Hm, ich hab absolut keine Ahnung (wie man vieleicht an der folgenden Frage merkt), aber könnte eine Stromheizung nicht in absehbarer Zeit wirtschaftlich sein (Strompreise sinken, Ölpreise steigen)?
Gimli

Ich habe mir mal die Preise für Heizkörper angesehen. Die liegen mit Grundzubehör bei 150 - 200,-- DM. Dazu kommen die Leitungsrohre und wenn ich das inzwischen richtig kapiert habe noch die Gastherme (und der Hausanschluß für ca. 3.600 DM).
Was kostet denn so eine Therme (26 kw)?
Ich habe gehört, diese Therme könnte nahezu überall im Haus (vorzugsweise Keller oder Dachboden) angebracht werden und man benötigt dafür keinen Schornstein (???) Frage: Stimmt das? Wenn ja, warum (Es wird doch was verbrannt)?

Gimli der ahnungslose

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Gimli,

So eine Therme hat eine sogenannte „Abgasleitung“, die kann man auch außen an der Hauswand entlangführen, wenn man sich das von der Ästhetik her antun möchte.
Ich habe sie in einem Kamin verlegt, mein Nachbar auch. Ich hatte zwei Kamine, mein Nachbar nicht. Mein Nachbar muß jetzt einen zusätzlichen Kamin anbauen, weil die Baubehörde das verlangt, weil ein Haus einen funktionsfähigen Kamin haben muß.

Im Rahmen eines Anfalls von Dementia praecox oder weil ich wohl wieder mal besoffen war (was weiß denn ich!), habe ich mir von der Firma ZWS in Mörs einen Komplettbausatz mit einer 26 KW Brennwerttherme um ca. 16 TDM für den Selbst-Einbau durch den Heimwerker aufschwatzen lassen – und dann 23 TDM beim Klempner bluten müssen, darunter etliche Tausender für zusätzliches Material.

Der Einbau einer Zentralheizung in einen Altbau ist äußerst arbeitsintensiv, weil er auf eine Menge Gegebenheiten Rücksicht nehmen muß, die in einem Rohbau entfallen. Zum Beispiel:

Die Therme benötigt einen eigenen, abgesicherten Stromkreis und erzeugt im vollen Betrieb pro Tag einen Eimer Wasser. Vielleicht hast Du nun den Sicherungskasten unter dem Dach, den Gasanschluß im Keller und Abwasser nur im Erdgeschoß, jamei.

Eine geeignete Therme kann man schon für 3 TDM irgendwo auftun, das ist nicht das Problem. Werner, einer der Experten in diesem Brett, weiß übrigens gute Gründe gegen eine Brennwerttherme.

Mein Rat aufgrund meiner Erfahrungen:

Als allererstes soll der Kaminkehrer kommen und die Situation beurteilen. Kaminkehrer sind heutzutage sehr mächtig, und es geziemt sich, sie möglichst frühzeitig einzubeziehen und keinesfalls zu übergehen oder vor vollendete Tatsachen zu stellen.

Suche Dir einen vertrauenswürdigen Klempner und vertraue ihm dann, Du hast eh wenig Kontrollmöglichkeit. Für die Suchstrategien siehe unter „Lebenserfahrung“.

Und nochwas:
Der Staub, der bei größeren Mauerdurchbrüchen entsteht, kann die Festplatte zerstören. Das geschieht nicht urplötzlich, sondern kündigt sich durch Schrabbel- und Schnalzgeräusche an – wenn es jedoch zu kreischen beginnt, dann ist Matthäi am letztän (Seagate sind oder waren früher oft besonders undicht).

Wolfgang, dessen Therme zwar jetzt endlich den Keller trockenheizt, aber immer noch kein Heißwasser kann.

Ich habe mir mal die Preise fE Heizkörper angesehen. Die
liegen mit Grundzubehör bei 150 - 200,-- DM. Dazu kommen die
Leitungsrohre und wenn ich das inzwischen richtig kapiert habe
noch die Gastherme (und der Hausanschluß fE ca. 3.600 DM).
Was kostet denn so eine Therme (26 kw)?
Ich habe gehört, diese Therme könnte nahezu Eerall im Haus
(vorzugsweise Keller oder Dachboden) angebracht werden und man
benötigt dafE keinen Schornstein (???) Frage: Stimmt das?
Wenn ja, warum (Es wird doch was verbrannt)?

Gimli der ahnungslose

Hallo zusammen,
zu diesem Thema kommen ja sehr interessante Thesen zum Ausdruck.

Gimli,

So eine Therme hat eine sogenannte „Abgasleitung“, die kann
man auch außen an der Hauswand entlangführen, wenn man sich
das von der Ästhetik her antun möchte.

Die Therme unter Dach vermeidet das, da bleibt nur ein kurzer Weg nach draußen= geringe Kosten.

Ich habe sie in einem Kamin verlegt, mein Nachbar auch. Ich
hatte zwei Kamine, mein Nachbar nicht. Mein Nachbar muß jetzt
einen zusätzlichen Kamin anbauen, weil die Baubehörde das
verlangt, weil ein Haus einen funktionsfähigen Kamin haben
muß.

Therme unter Dach und der Kamin bleibt erhalten.
Warum kann die Behörde das verlangen? z.B.: in einem Haus mit Wärmepumpenheizung brauche ich keinen Kamin, außer ich möchte zusätzlich einen Kachelofen/ Kaminofen.
In modernen Niedrigenergiehäusern, bzw. Passivhäuser ist es gar nicht erwünscht, da die Dichtigkeit der Gebäudehülle leidet. Auch bei einer top Isolierung kann dadurch ein erhöhter Wärmebedarf entstehen, denn hier sind immer Leckagen zu
befürchten. Bei einer grundlegenden Renovierung sollte doch zumindest Niedrigenergie- Standart erreicht werden.
Dann sind auch moderne Energie-Konzepte gefragt und Energierecycling sollte man auch nicht außer acht lassen.

Im Rahmen eines Anfalls von Dementia praecox oder weil ich
wohl wieder mal besoffen war (was weiß denn ich!), habe ich
mir von der Firma ZWS in Mörs einen Komplettbausatz mit einer
26 KW Brennwerttherme um ca. 16 TDM für den Selbst-Einbau
durch den Heimwerker aufschwatzen lassen – und dann 23 TDM
beim Klempner bluten müssen, darunter etliche Tausender für
zusätzliches Material.

Da gibts nur eins: Handwerkerangebote einholen und dann einen FESTPREIS vereinbaren!

Der Einbau einer Zentralheizung in einen Altbau ist äußerst
arbeitsintensiv, weil er auf eine Menge Gegebenheiten
Rücksicht nehmen muß, die in einem Rohbau entfallen.

Richtig, aber… Du brauchst Heizkörper, Ventile und Anschlüße, Verrohrung, Pumpenstation, Regelung und einen Wärmeerzeuger, im Neubau genau so wie im Altbau. Die Brauchwasserbereitung sollte auch mit Vernunft und Verstand gelöst werden.
Bei einer kompletten Renovierung bist Du auf dem gleichen Ausgangspunkt.

Beispiel:

Die Therme benötigt einen eigenen, abgesicherten Stromkreis

und erzeugt im vollen Betrieb pro Tag einen Eimer Wasser.
Vielleicht hast Du nun den Sicherungskasten unter dem Dach,
den Gasanschluß im Keller und Abwasser nur im Erdgeschoß,
jamei.

Sicher ist es leicht, das Kondensat der Therme aus dem Dachbereich zum Sanitärabfluß zu leiten, da ja eine Entlüftungsleitung nach oben führt. Die separate Absicherung einer Heizungsanlage dürfte außer Frage stehen.
Den Gasanschluß darf sowieso nur ein konsesionierter Handwerker erstellen.

Eine geeignete Therme kann man schon für 3 TDM irgendwo
auftun, das ist nicht das Problem. Werner, einer der Experten
in diesem Brett, weiß übrigens gute Gründe gegen eine
Brennwerttherme.

Es gibt zu jedem Heizsystem ein für und ein wider. Wenn z.B. das System nicht an die Brennwerttherme angepasst ist, erreichst Du nicht den Kondensationspunkt und verschenkst dabei kostbare Energie. Ein abgestimmtes Gesamtkonzept der Anlage ist wichtig.

Mein Rat aufgrund meiner Erfahrungen:

Als allererstes soll der Kaminkehrer kommen und die

Situation beurteilen. Kaminkehrer sind heutzutage sehr
mächtig, und es geziemt sich, sie möglichst frühzeitig
einzubeziehen und keinesfalls zu übergehen oder vor vollendete
Tatsachen zu stellen.

Sehr guter Rat und mit Nachdruck zu Empfehlen!
Ein Kaminkehrer sollte ein unabhängiger Berater für Dich sein, leider ist er es nicht immer. Die „schwarzen Männer“ haben sich an Ihren Vorschriften und Verordnungen zu richten und diese sind nun mal beim Bau von Dir einzuhalten.

Suche Dir einen vertrauenswürdigen Klempner und vertraue ihm

dann, Du hast eh wenig Kontrollmöglichkeit.

Je genauer der Auftrag deffiniert und beschrieben ist, desto mehr Kontrolle hast Du.
Ferndiagnosen sind immer nur subjektive Momentaufnahmen und ersetzen keine Beratung vor Ort.
Da kann es aber durch aus sein, daß bei 5 Handwerker vor Ort, vier verschiedene Meinungen zu Stande kommen. Da liegt es dann an Dir, das best mögliche Gesamtkonzept herauszufiltern.
Merke: Zu verschenken hat keiner was.
Wie bei den anderen Beiträgen teilweise angeklungen, sind durch aus alternative Lösungen möglich. Entscheidend ist, daß nicht nur der Erstehungspreis der Anlage zählt, sondern auch die Betriebs- und Unterhaltskosten… und das für die nächsten 20 bis 25 Jahre.
Gruß Helmut, der sich viel für alternative und regenerative Energien einsetzt.

Für die Suchstrategien siehe unter „Lebenserfahrung“.

Und nochwas:
Der Staub, der bei größeren Mauerdurchbrüchen entsteht, kann
die Festplatte zerstören. Das geschieht nicht urplötzlich,
sondern kündigt sich durch Schrabbel- und Schnalzgeräusche an
– wenn es jedoch zu kreischen beginnt, dann ist Matthäi am
letztän (Seagate sind oder waren früher oft besonders
undicht).

Wolfgang, dessen Therme zwar jetzt endlich den Keller
trockenheizt, aber immer noch kein Heißwasser kann.

Ich habe mir mal die Preise fE Heizkörper angesehen. Die
liegen mit Grundzubehör bei 150 - 200,-- DM. Dazu kommen die
Leitungsrohre und wenn ich das inzwischen richtig kapiert habe
noch die Gastherme (und der Hausanschluß fE ca. 3.600 DM).
Was kostet denn so eine Therme (26 kw)?
Ich habe gehört, diese Therme könnte nahezu Eerall im Haus
(vorzugsweise Keller oder Dachboden) angebracht werden und man
benötigt dafE keinen Schornstein (???) Frage: Stimmt das?
Wenn ja, warum (Es wird doch was verbrannt)?

Gimli der ahnungslose

hi gimli,

zuerst einmal: wer hat dir eine anlage mit 26 kw empfohlen, das scheint mir für 130 qm/10 heizkörper etwas überdimensioniert.

eine heizanlage besteht nicht nur aus heizkörpern. dazu rechnen musst du neben der therme nicht nur rohre (zu denen du dann hunderte fittings extra brauchst), sondern auch umwälzpumpe, thermostate, steuerungen usw. und !!! arbeitszeit (und die ist ein ganz schön happiger posten in der rechnung, denn es dauert, bis alles zusammengestöpselt ist, wie es sein soll). und die heizanlage sollte eigentlich auch gleichzeitig warmwasser liefern - was zuerst auch noch extra kosten verursacht (boiler + leitungen)

wenn du im moment das geld für eine komplett-lösung nicht aufbringen kannst, ist es wirklich sinnvoller, vorerst mit den alten öfen weiterzuwursteln. das gibt dir zeit, dich persönlich über die verschiedensten systeme und anbieter zu informieren, angebote ausarbeiten zu lassen und zu prüfen - und dich dann für die deinem haus angepasste beste lösung zu entscheiden (und: glaub mir, dabei wirst du „fachmann“)

ich vermute mal, auch in deutschland wird es förderungen für umweltgerechte heizanlagen geben, hast du dich darüber schon informiert - das wissen meistens auch die installateure.

so nebenbei: wie sehen die mauern (feucht?) und das dach des hauses aus?

noch ein ps zu wärmetauscher

diese funktionieren nicht nur mit grundwasser sondern genauso gut mit erdwärme (wenn z.b. das grundwasser zu tief liegt)

Zu solchen Holzheizungen…
…habe Ich einen Artikel aus unserer Tageszeitung.

Ist kurz vor Jahreswechsel bei uns in der Umgebung passiert.

Im Artikel weiter unten steht warum.

http://www.tagespost-speyer.de/main.phtml?ID=10120&a…

gruß

dennis

Hallo Dennis,

ob nun Gas-, Öl- oder Holzheizung - der Brennstoff ist nun einmal brennbar.

Du hast aber sicher gelesen, daß in dem Artikel von einem Türenhersteller die Rede war. Das ist also holzverarbeitende Industrie. Die verheizen ihre Fertigungsabfälle. Da wird gebohrt, gesägt und geschliffen. Das Ergebnis ist Holzmehl, fein wie Staub. Viele Stoffe, sogar Metalle, bilden fein genug zermahlen zusammen mit dem Sauerstoff der Luft ein hochexplosives Gemisch.

Von solchen Stäuben in nennenswerter Konzentration kann aber bei einer Holzhäckselheizung nicht die Rede sein. Dabei verwendet man noch gut faßbare Stücke, auf denen Du zur Not noch eine Zigarette ausdrücken kannst.

Gruß
Wolfgang