Giftbelastung nach Kellerbrand

Guten Tag,
am 23.12. mussten wir einen Kellerbrand erleben. Das Eingreifen der Feuerwehr verhinderte Schlimmeres, aber jetzt ist das gesamte Gebäude sowie alles, was im Gebäude war, mit einer stinkenden Rußschicht überzogen. Seit 4 Tagen stellen wir Oxidation von metallischen Gegenständen fest (z.B.verchromte Schere ist matt geworden), die Kupferleitungen im Keller sind inzwischen grün. Die Luft hat einen leicht beißenden Charakter, es kratzt im Hals.Wegen Streitigkeiten der Gutachter ist noch nichts in Richtung sanieren geschehen.
Laut Aussage des Gutachters wie auch eines Sanierers gibt es keine Gefahr für die Gesundheit.
verbrannt sind Kartons, Styropor, und 30 Jahre alte Elekroleitungen und Isolierung der Heizungsrohre, neue Skier und Modelleisenbahnteile aus Kunststoff.
Ist die Luft wirklich unbedenklich? Sind inzwischen gewaschene Kleidungsstücke die immer noch riechen unbedenklich?.

Danke
Rolf

Hallo,

Die „fachmännischen Aussagen“ scheinen mir etwas zu optimistisch: die grünen Kupferleitungen dürften auf Salzsäurebelastung zurückzuführen sein, brennende PVC - Isolierungen von Stromleitungen etwa erzeugen Salzsäuregas, das auch das kratzen im Hals erklären würde.

Schnelle Abhilfe ist eine Pferdekur: Ammoniaklösung offen aufstellen - möglichst Immobilie komplett verlassen, das Gas stinkt und reizt erbärmlich. Aber die Ammoniakdämpfe binden die Salzsäuredämpfe zu Ammonchlorid, das sich absetzt. Anschliessend gründlich lüften, baldmöglichst alles feucht reinigen, denn das Ammonchlorid ist auch korrosiv.

Gruss von Julius