ich habe in Stuttgart-Plieningen eine Wohnung in der Wohnanlage Chausseefeld mit 80 Wohnungen die Mitte der neunziger Jahre von der LEG Landesentwicklungsgesellschft erstellt wurde. Die Wohnung befindet sich im 3. Stock, Dachgeschoss.
Mein Mieter hat ein Problem mit übermäßiger Kondenswasserbildung an allen Fenstern, insbesondere an der Westseite im Wohn- und Schlafzimmer. Bin nun dabei den K-Wert der Fenster zu ermitteln, komme aber beim Fenstereinbauer Trefz oder der LBBW Immobilienverwaltung wegen Verjährung nicht weiter. Trefz vermutet einen K-Wert von 1,3. Vermutungen sind aber für meine Problemanalyse nicht ausreichend. Die damalige Baubeschreibung sagt nichts aus zum K-Wert. Es heißt dort lediglich „Fenster aus Fichte-/Tannholz, Flügel mit Isolierverglasung und umlaufender Lippendichtung.“
Bei einer Begehung der Wohnung am 5. 12. 09 konnte ich ein normales angenehmes Raumklima feststellen, jedoch übermässig hohe Kondenswasserbildung an allen unteren Fensterrahmen.
Über meinen Wohnungsverwalter oder Fenster Sachverständige ist keine Lösung in Sicht. Beide Stellen sagen Mieter soll mehr lüften. Mieter sagt er lüftet ausreichend.
ich bin kein Fachmann, wahrlich nicht, aber ich hatte das gleiche Problem als Mieter jahrelang auch. Und zwar immer in sehr strengen Wintern.
Haus war ca 1940 gebaut und hatte doppelte Holzfenster, an denen sich permantent Schwitzwasser bildete, trotz lüften.
ich glaube, das Problem ist der Temperetaurausgleich zwischen innen und aussen.
Jedenfalls ergab sich diese Problematik nur im Winter.
Mein damaliger Vermieter sagte mir, daß es an der fehlenden Isolation der Außenwände läge, die zu schlecht gedämmt wären.
Ich habe daraufhin sowohl SchlaZi als auch Wozi immens beheizt, und das Problem bestand immer noch.
Allerdings gab sich das etwas, nachdem ich beide Räume wochenlang auf über 25 grad erwärmte. und zwar permanent.
Hat wohl was mit der Diffunsion zwischen Außenwand und so zu tun…
ich habe in Stuttgart-Plieningen eine Wohnung in der
Wohnanlage Chausseefeld mit 80 Wohnungen die Mitte der
neunziger Jahre von der LEG Landesentwicklungsgesellschft
erstellt wurde. Die Wohnung befindet sich im 3. Stock,
Dachgeschoss.
Mein Mieter hat ein Problem mit übermäßiger
Kondenswasserbildung an allen Fenstern, insbesondere an der
Westseite im Wohn- und Schlafzimmer. Bin nun dabei den K-Wert
der Fenster zu ermitteln, komme aber beim Fenstereinbauer
Trefz oder der LBBW Immobilienverwaltung wegen Verjährung
nicht weiter. Trefz vermutet einen K-Wert von 1,3. Vermutungen
sind aber für meine Problemanalyse nicht ausreichend. Die
damalige Baubeschreibung sagt nichts aus zum K-Wert. Es heißt
dort lediglich „Fenster aus Fichte-/Tannholz, Flügel mit
Isolierverglasung und umlaufender Lippendichtung.“
Die Daten des Isolierglasherstellers finden sich in aller Regel, eingeprägt oder gedruckt auf dem Abstandshalter. Als Abstandshalter wird der umlaufende Alurahmen zwischen den zwei Glasscheiben bezeichnet. Die Daten müssen nicht unten waagrecht, rechts oder links aufgedruckt sein. Sie können auch oben waagrecht stehen.
Bei einer Begehung der Wohnung am 5. 12. 09 konnte ich ein
normales angenehmes Raumklima feststellen, jedoch übermässig
hohe Kondenswasserbildung an allen unteren Fensterrahmen.
Bitte dringend darum, zwischen (Fenster-) Flügel und (Fenster-) Rahmen zu unterscheiden.
Wo also entsteht das Kondenswasser?
Über meinen Wohnungsverwalter oder Fenster Sachverständige ist
keine Lösung in Sicht. Beide Stellen sagen Mieter soll mehr
lüften. Mieter sagt er lüftet ausreichend.
Ist klar ersichtlich, dass das Kondenswasser nicht vom Glas und weiter über den Flügelrahmen auf den Fensterrahmen läuft?
Oder anders gefragt: Bildet sich nur auf dem Rahmen, unter dem Fensterflügel, das Kondenswasser?
das Thema Luftfeuchte in Wohnräumen beschäftigt mich nun schon seit Jahren.
Ihren Beitrag habe ich daher interessiert gelesen.
Fenster sind und bleiben wärmetechnische Schwachstellen in der Gebäudehülle
eines „normalen“ Gebäudes. Daher ist es auch natürlich,
wenn diese eine Stelle mit deutlicher Taupunkt-Temperatur darstellen.
An diesen Stellen kondensiert die in der Luft enthaltene Feuchte aus.
Aber immer noch besser dort, wo man es sieht, als an versteckten Flächen.
Z.B. hinter Schränken an der Aussenwand.
Denn dort bildet sich ratzfatz eine prächtige Schimmelkultur.
Fenster können daher Indikatoren für hohe Luftfeuchtigkeit sein.
Zu verhindern ist hohe Luftfeuchte nur durch ausreichendes Lüften.
Aber was ist ausreichendes Lüften?
Hier gehen die Empfindungen und Meinungen deutlich auseinander.
Das Lüftungsverhalten sollte daher an den Wohnungs- und Gebrauchsparametern
festgemacht werden:
wie groß sind die Räumlichkeiten?
wie viele Personen bewohnen diese Räumlichkeiten?
wie viele Personen halten sich gleichzeitig in diesen Räumlichkeiten auf?
wie oft wird geduscht/gebadet?
wie oft wird gekocht?
gibt es motorische Ablufteinrichtungen (z.B.in Küche oder Bad)?
und, und, und…
Es gilt aber:
Mehrmals am Tag stosslüften!
Keine Dauerlüftung durch Kippstellung der Fenster bei kalten Aussentemperaturen!
und…
Da der Erhalt eines gesunden Wohnraumklimas auch im Interesse Ihres Mieters
liegen dürfte, sollte er/sie nichts dagegen haben, das Raumklima und
Lüftungsverhalten mittels Logger zu dokumentieren und somit analysieren zu können.
Bei Bedarf bin ich gerne weiterhin behilflich!
Hallo,
ergänzend zur Luftfeuchtigkeit, die beim Kondensproblem, wie schon beschrieben, eine große Rolle spielt ein Tipp.
Wir hatten das gleiche Problem, da wir dicht an einem See wohnen brachte auch lüften nur bedingt Besserung, da die allg. Luftfeuchtigkeit in der Gegend immer hoch ist.
Seitdem die Innenwände mit Lehm verputzt sind ist das Problem so gut wie gelöst. Im Bad beschlägt nach dem Duschen noch nicht einmal der Spiegel. In allen Räumen herrscht eine konstante Luftfeuchtigkeit von ca. 55%, wo sie früher manchmal bis auf 80% hoch ging. Ein netter Nebeneffekt, das Klavier muss weniger häufig gestimmt werden.
Mein Mieter hat ein Problem mit übermäßiger
Kondenswasserbildung an allen Fenstern, insbesondere an der
Westseite im Wohn- und Schlafzimmer.
Luftfeuchtigkeit schlägt sich grundsätzlich an den kältesten Stellen im Raum nieder, und das sind und bleiben nun mal die Fensterflächen, da kein Fenster den k-Wert einer isolierten Mauer erreicht.
Ein Austausch der Fenster brächte zwar eine Verminderung, ganz abstellen lässt sich das Anlaufen aber nicht - es sei denn, dem Mieter gelingt es, die Luftfeuchtigkeit auf einen Wert zu drücken, der seiner Gesundheit nicht mehr zuträglich ist.
Gruß Ralf
(der seine Fenster zu dieser Jahreszeit jeden Morgen mit dem Lappen behandelt
im inneren Fensterfalz oder Abstandshalter befinden sich keine Daten oder Beschriftungen.
Das Kondenswasser bildet sich am unteren Fensterrahmen Wohnraumseite.
Ein Fenster Fachmann war am 15. Januar vor Ort. Hier ein Auszug seines Berichtes:
„Ich war heute Früh bei Herrn Kallien und habe festgestellt dass es sich meiner Meinung nach um Tauwasser handelt.
Die Fensterelemente entsprechen dem damaligen Stand der Bautechnik. Auf Grunde der vorhandenen Produktionsnummer habe ich beim Glashersteller der Firma Fischer recherchiert und die Auskunft erhalten, dass kein Zweifel an dem dakals geforderten K-Wert von 1,3 bestehen kann. Abhilfe kann nur täglich 3 - 4 malige Querlüften geschafen werden, die ich in diesem Fall nicht als gegeben annehme.
…“
Leider keine Lösung. Haben Sie eine Idee oder Lösungsweg? Gruss
im inneren Fensterfalz oder Abstandshalter befinden sich keine
Daten oder Beschriftungen.
Das ist ungewöhnlich könnte aber, wenn man das Alter berücksichtig so sein.
Das Kondenswasser bildet sich am unteren Fensterrahmen
Wohnraumseite.
Weiter oben habe ich gelesen, das es sich um eine Wohnung im Dachgeschoss handelt. Nur um klar zu wissen, handelt es sich um Dachfenster also Fenster die in der Schräge eingebaut wurden oder um normale Fenster?
Leider keine Lösung. Haben Sie eine Idee oder Lösungsweg?
Ideen kann ich dann anbieten, wenn ich mehr Informationen über die Einbausituation habe,
Dachgeschoss stimmt aber Gebäude hat Flachdach, Wohnung hat keine Dachschrägen. Alle Fenster sind vertikal eingebaut, in den Problemräumen Wohnzimmer und Schlafzimmmer gehen Fenster von der Decke bis zum Boden, das heisst knapp raumhohe Fenster.
Dachgeschoss stimmt aber Gebäude hat Flachdach, Wohnung hat
keine Dachschrägen. Alle Fenster sind vertikal eingebaut, in
den Problemräumen Wohnzimmer und Schlafzimmmer gehen Fenster
von der Decke bis zum Boden, das heisst knapp raumhohe
Fenster.
Messen sie (eigentlich spricht man sich hier mit du an, ist aber egal) bitte den Abstand vom Boden bis zum Flügel.
Wie groß ist das Maß?
Überprüfen sie bitte, ob der Flügel zum Rahmen einwandfrei abdichtet.
Legen sie dazu eine dünne Foli, z.B. eine halbe!!! DIN A4 Hülle (die Hülle besteht aus zwei Schichten, eine Schicht abschneiden!!) unten am Boden, bei geöffnetem Fenster zwischen Rahmen und Flügel. Flügel schließen und mit beiden Händen an der Folie ziehen. Die Folie muß schwer, mindesten aber mit einem Widerstand aus dem Dichtungsbereich herausgezogen werden können. Wenn sie rausflutscht, stimmt die Abdichtung nicht, kalte Luft dringt ein und es bildet sich Kondenswasser.
hier die Antwort meines Mieters vom 31. Januar 21:39 h
„die Folie lässt sich ohne größeren Kraftaufwand durch die geschlossenen
Türen und Fenster in der gesamten Wohnung ziehen. Am einfachsten geht dies
an der oberen Seite.
Im Wohnzimmer beträgt der Abstand des Türflügels zum Boden 16 cm.“
Vermutlich kommen wir der Problemursache näher. Was schlägst Du als Lösung vor? Gruss
Karl
ps. ich habe den gleichen Test in meiner eigenen Wohnung (Baujahr 2004) in Bad Wörishofen gemacht; hier lässt sich die Folie am unteren Tür- oder Fensterflügel nur mit Kraftaufwand durchziehen und oben sitzt die Folie fest.
Als nächsten Schritt muss überprüft werden, ob die Flügel gleichmäßig überdeckend im Rahmen eingebaut wurden. Es kann durchaus sein, das der Flügel
zu tief / zu hoch,
zu weit nach rechts / links eingestellt wurde.
In diesem Fall liegt die umlaufende Fensterdichtung nicht gleichmäßig dichtend auf dem Rahmen auf und es zieht im Raum / Kondenswasser bildet sich.
Das zu überprüfen, ist relativ einfach.
Fenster geschlossen.
Mit einem – weichen - Bleistift
in halber Flügelhöhe rechts und links (senkrecht) und in
halber Flügelbreite unten und oben (waagrecht) den Bleistift am Flügel anlehnen und einen ca. 2 cm lange Striche auf dem Rahmen ziehen.
Anschließende den Flügel öffnen.
Die Bleistiftstriche auf dem Rahmen kann man nun gut sehen und mit einem Meterstab vom Fensterrahmen bis zum Strich, genau messen, ob der Flügel wie oben beschrieben einwandfrei eingebaut wurde.
Achtung: Der Bleistift muss am Flügel gleichmäßig angedrückt / angelehnt werden.
Dazu gehört schon ein wenig Übung.
Das Ergebnis bitte aufschreiben und mitteilen.
Sollten die Maße einigermaßen stimmen, der Flügel also mittig eingebaut sein, kann durch Verstellen der Schließzapfen im Flügelbeschlag der Anpressdruck - Flügel zum Rahmen erhöht werden, wenn sich die Schließzapfen – runde Form – verstellen lassen. Wenn das nicht geht, ob sich die Schließbleche im Rahmen verstellen lassen.
Bitte prüfen.