entgegen allen anderen Meinungen hier in diesem Forum wollte ich nur sagen, dass 20qm Parkett doch von einem Laien geschliffen werden können. Ich habe mir einen großen Tellerschleifer für einen Tag (30 EURO) im Baumarkt geliehen und die Schleifkörnungen (24, 80, 120) für 57 EUR dazu erstanden. Soweit so gut. Der Tellerschleifer war am Anfang etwas Gewöhnungsbedürftig Aber nach einer halben Stunde konnte ich ich genau so gut führen, wie ein Bandschleifer. Die Seiten wurden mit einem Exzenterschleifer von Bosch für 50 Euro nachgeschliffen und mit einem (vom Nachbarn geliehenen) Multifunktionstool wurden die Ecken und die Heitzung bearbeitet. Versielgelt wurde das ganze mit einem Osmso Hartwachsöl und einem 12 Euro teuren Pinsel (dünn aufgetragen).
Einzig und allein Zeit wurde benötigt, da der Tellerschleifer nur wenig Material wegschleift. Dafür kann man auch nicht so leicht einen Fehler einschleifen.
Fazit: Material 250 EUR, ein Tag Urlaub und ein Wochenende. Super! Und den Exzenterschleifer kann ich für den nächsten Einsatz wieder verwenden.
Bleibt nur nich die Frage warum die Leute in diesem Forum hier so viel von 3 Jahre erfahrnen Parkettfachleuten schwärmen.
Hallo (leider kein Name vorhanden),
ich kann Dir durchaus ein Argument dafür geben, warum man auf die Erfahrung der Parkettleger zurückgreifen sollte.
Die arbeiten mit Bandschleifern, welche dem Laien mitsamt der Situation gerne aus der Hand gleiten, sodass sie ggf. schräg in die Fläche hinein schleifen.
Die Fachleute kitten auch Unregelmäßigkeiten in Parkettoberflächen zu, damit diese hinterher top aussieht. Ein Vorgang, auf den Du hier verzichtet hast.
Und die Fachleute haben für Kleinflächen nicht unbedingt 3 Tage Zeit, um diese fertig zu stellen. Deshalb arbeiten sie schneller - und dennoch zumindest so genau, wie man es erwarten darf.
Fazit:
Die Frage nach der Berechtigung des Einsatzes eines eines Parkett-Fachbetriebes an dem eigenen, mit hohem Zeitaufwand betriebenen Gewerk festmachen zu wollen, diese Frage „hinkt“. Und zwar erheblich. Und die Anschlussfrage, ob die von Dir bearbeitete Parkettfläche einer fachkundigen Beurteilung standhalten würde, sie ist -da ich dies weder bejahen noch bestreiten kann- dennoch offen.
Eines noch:
wäre es ein UV-Lack gewesen, den Du hättest bis auf das gesunde Holz abschleifen müssen, dann wäre möglicherweise eine Zeiterweiterung (sagen wir: vielleicht der Jahresurlaub?) anstelle des eingeplanten Wochenendes + 1 Tag notwendig geworden.
Der Parkett-Fachbetrieb hätte dies en passant mit absehbarem (und bezahlbarem) Zeitaufwand gelöst.
-.-.-.-
Dennoch freue ich mich, wenn diese durchgeführte Maßnahme offenbar erfolgreich war!
Gruß: Klaus
da man je nach Legeart des Bodens und der Anordnung der Fenster im Raum auch anders Schleifen muss und dann mit einer Bandschleifmaschine und damit ist der handwerklich eher ungeschickte Anfänger meistens leicht überfordert. Die Bandschleifmaschine geht nämlich ab wie die Luzie *brrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr*
nun, die antwort darauf ist eine ziemlich einfache:
bezahlt hast du ca. 250 euro an material. wenn man nun deine 3 tage zeitaufwand mit je 8std. und einem monetären äquivalent von lächerlichen 10 euronen ansetzt, dann kömmt man auf einen betrag von insgesamt 500euronen. das ist so ziemlich der betrag, den ein „professioneller parkettschleifer“ für 20qm parkett inkl. material genommen hätte. und darin ist noch nicht eingerechnet die zeit zum besorgen der materialien, die zeit für beratung und erkundigung etc.
nicht jeder ist ein „geborener parkettschleifer“, so wie du - im gegenteil: die meisten eben nicht. wie mein vorposter schon ganz richtig geschrieben hat: den meisten rutscht so ein bandschleifer mir-nichts-dir-nichts davon - und, zack, schon ist da eine derart fette riefe im boden, daß man die nahezu nie wieder rauskriegt.
und ob jemand ein „naturtalent“ ist oder nicht, weiß man eben immer erst nachher
versiegelung ist nicht gleich versiegelung. je nachdem, mit was der boden vorher versiegelt war, kann die arbeit länger dauern oder kürzer. vom dreck, der dabei entsteht, und dem man auch nach monaten später noch nicht herr wird, wenn man keine professionelle absauganlage hat, ganz zu schweigen
nicht jeder hat 3+x tage zeit, so eine arbeit zu verrichten. du hast 3 tage gebraucht und hattest die zeit wohl auch, andere haben nicht mal einen tag. ein „professioneller“ hätte, auch das wurde schon ganz richtig angemerkt, für 20qm parkett signifikant weniger zeit gebraucht
last but not least: ohne an deinen fähigkeiten und dem ergebnis zweifeln zu wollen - aber ich habe schon genügend holzböden gesehen, denen man auf den ersten und auch zweiten blick ansah, daß da ein laie am werk war. es ist halt immer die frage, welchen ansprüchen man genügen will. sieht man das selbst nicht so „eng“ und ist´s auch noch der eigene dielenboden (oder parkett), mag ein ich-schleife-selbst angehen. ist´s aber der boden einer mietwohnung, sieht das ganz anders aus. und bevor ich mich da auch schadenersatzdiskussionen einließe…
du siehst also: es gibt genügend gründe, warum man, wenn man a) keine ahnung von der materie hat (holz ist nicht gleich holz, versiegelung nicht gleich versiegelung), b) keine übung hat, c) sich so eine arbeit nicht unbedingt zutraut, d) ggfs. in haftung genommen werden kann, d) professionellen ansprüchen genügen will, e) nicht die zeit für solche arbeiten hat, f) dem dreck aus dem weg gehen will g), h), i), … in den meisten fällen besser einen fachmenschen ins haus holt als eben nicht.
dies als einschätzung von jemandem, der selbst ein leidenschaftlicher bodenschleifer ist, aber zugestehen muß, daß auch er erst nach 70qm bodenfläche und etlichen versuchen annähernd an das ergebnis eines profi gekommen ist.
nichtsdestotrotz: glückwunsch zu deiner arbeit, deinem „mut“ und zum offensichtlich zufriedenstellenden ergebnis!
Ich bevorzuge einen großen Bandschleifer auch Parketschleifer genannt mit Staubsack. Der hat den Vorteil daß es keine Rolle spielt was für eine Beschichtung drauf ist, selbst angeklebter Schaumrücken vom Teppich oder Zementausgleichsmasse kann auf ein mal runtergeschliffen werden sobald man den Anfang hat und langsam durchfährt. Für die Kanten Tellerschleifer, Die Ecken machen richtig arbeit, habe auch schon bei großen Höhenunterschieden mit dem Stechbeitel vor- und dem Deltaschleifer nachgearbeitet.
Was soll die Rechnerei, ich habs schon zig mal gemacht. Und wenn ich rechne daß ich sonst irgendwo rumhänge ist es doch Schnuppe wie lange ich brauche, und was andere in dieser Zeit schaffen spielt doch nur eine Rolle wenn ich in dieser Zeit mehr verdienen kann. So rechne ich.