Hallo, ich möchte im Werkunterricht einer 7. Klasse eine Intarsienarbeit durchführen, evtl. ein Backgammonspiel bauen. Wer hat erfahrung mit Intarsienarbeiten mit schülern? wie sieht es mit dem schwierigkeitsgrad (7. Klasse) aus?
Vielen Dank für alle Tipps und Infos
Intarsienarbeiten kommen in der Berufsausbildung bei holztechnischen Berufen vor.
Man braucht schon Kraft und Präzision, etwa vergleichbar mit Linolschnitt in Klasse 6 bis 8. Das Furnierholz hat eine Stärke von ca. 0,5 bis 1 mm und muss mit sehr scharfen Messern (Cutter/Skalpell) oder dünnem Laubsägeblatt geschnitten werden. Nach dem Aufleimen der Stücke wäre es gut, eine Presse einzusetzen, damit die Stücke gut fixiert sind. Danach erfolgt das Planschleifen und Ölen oder Lackieren.
Riskant beim Backgammonmotiv sind die langen schmalen Spitzen, die beim Handschneiden leicht abreißen können.
Fachbuch: http://www.amazon.de/Intarsien-Technik-Gestaltung-Sc…
Das Furnier sollte auf einen Papierträger gebracht werden, besonders wichtig bei Adern und Spitzen. Außerdem steht und fällt alles mit gutem Werkzeug. Papiercutter reichen nicht. Man hat ja bei Schulklassen immer das Budgetproblem, man braucht immer ganze Sätze. Bei der Materialbeschaffung kan man auf Glück hoffen und bei Holzhandlungen und Schreinereien nach Resten fragen - außer man lebt fern der Zivilisation.
Insgesamt: wirklich hohe Anforderungen an Präsision und Ausdauer!