Angebot zweier Kaminbauer - worauf ist zu achten?

Hallo,

wir wollen uns eine Kaminanlage in unserem Neubau in der Nähe von Hannover einbauen lassen und haben uns über einen ganz bestimmten Kamin aus einem Prospekt ein Angebot von zwei verschiedenen Kaminbauern aus Hannover machen lassen.
Den einen Kaminbauer kennen wir und es kam eigentlich so rüber, als wollte er uns einen Freundschaftspreis machen. Nur ist er jetzt trotzdem fast 2.000 Euro teurer als der andere (10.500,- im Vergleich zu 8.500,-) - Als Kamineinsatz wurde von beiden der gleiche als Grundlage genommen (einer von Spartherm).
Nun stellt sich die Frage, ob die Gewinnspanne der beiden so unterschiedlich ist oder ob der andere vielleicht minderwertiges Material verwendet (es ist ein verputzter Kamin mit einer Kachelbank). Wenn wir jetzt die beiden Anlagen vergleichen wollen:
Was sollte man hinsichtlich der Materialien noch mal nachfragen? Was für erhebliche Qualitätsunterschiede kann es da geben? Welche Fragen diesbezüglich könnte ich noch stellen? Wahrscheinlich gibt es ja auch Unterschiede hinsichtlich Wärmespeicherung etc., oder?
Da beides etablierte Meisterbetriebe in Hannover sind, gehe ich mal davon aus, dass niemand richtig Pfusch verkaufen wird.
Bei der Gelegenheit: Hat jemand schon etwas von GHT in Hannover gehört? Leider lässt sich da nichts googeln.
Vielen Dank für die Hilfe.
Gruß

Ich kenne Spartherm zwar nicht, aber der große Unterschied bei Kaminen besteht in ihrem Aufbau. Bei Modellen mit Heizeinsatz wird oft rundherum nur ein Korpus aus Gasbetonsteinen gemauert - oft mit Hohlräumen -, der anschließend verputzt oder mit Kacheln verkleidet wird. Der Nachteil dieser Variante ist, dass das Wärmespeichervermögen begrenzt ist, da einfach die Substanz fehlt. Überspitzt gesagt: der Ofen ist im Prinzip nur solange warm, solange das Feuer brennt.
Kaminöfen, die nach dem Prinzip eines Grundofens gebaut werden, erfordern einen höheren Aufwand, da ihr Innenleben aus Schamottesteinen gesetzt wird, die Schicht für Schicht aufgebaut werden müssen. Sie speichern dafür viele Stunden lang die Wärme, wie man es von alten Kachelöfen kennt. Der höhere Aufwand hat natürlich seinen Preis, aber man verbraucht bei weitem nicht soviel Holz, wie bei der ersten Variante, da oft eine Füllung pro Tag ausreicht.
Wir haben beide Kaminformen gehabt und ich würde mich immer für einen Grundofen entscheiden. Den kann man von der Optik genauso individuell gestalten: Kacheln oder Putz, mit oder ohne Sichtfenster… Und er wird passend für die Größe des Raums berechnet, um einen optimalen Heizeffekt zu erreichen.