Fragen zu Heizungen und Lüftungsanlagen

Moin alle zusammen,
Wir wollen in nicht allzu ferner Zukunft unser Traumhäuschen bauen. Dazu haben wir noch die eine oder andere Frage.
Aufgrund der Allergien meiner Freundin wollen/müssen wir z.B. eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung haben! Dann dachten wir an eine Heizung über das Wärmepumpenprinzip (Sole-Wasser da Lehmboden) in Kopplung mit Fußbodenheizung. Gas- oder Ölheizung möchten wir aus mehreren Gründen, wie Platz, Betriebskosten, zusätzlicher Schornstein, CO2 Ausstoß usw nicht. Ein Anschluß der Heizung an einen Warmwasser-Solarkollektor mit Trinkwassererwärmung ist auch vorgesehen.
Da wir sowieso Niedrigenergiestandart anstreben, drängte sich uns die Frage auf: Warum nicht sofort ein Passivhaus. Die nötigen technischen Voraussetzungen wären mit den oben genannten von vornherein erfüllt. Kommt also noch eine sehr gute Wärmedämmung der kompletten Außenhülle hinzu.
Dafür kann die Wärmepumpen-Heizung um Größenordnungen kleiner ausfallen oder ganz wegfallen. Ist das richtig und wie erreiche ich bei komplettem Wegfall die immer noch nötige Heizleistung? Vor allem bei extrem kaltem Wetter. (Ein offener Kamin scheidet von vorn herein aus gesundheitlichen Gründen aus! - leider!)
Eine Fußbodenheizung ist schon wünschenswert - Wie kann diese Bedingung erfüllt werden, bei Wegfall der Wärmepumpen-Heizung? - der Solarkollektor schafft’s vermutlich im Winter nicht allein.
Die Lüftungsanlage sollte unbedingt mit Pollenfilter ausgestattet sein - Gibt’s das und wenn ja, welche Erfahrungen habt Ihr damit in Bezug auf Wartung, Wechsel der Filter, Geräuschemmision usw? Meine Lebensgefährtin hat da so Ihre Zweifel, da sie schlechte Erfahrungen mit Klimaanlagen gemacht hat. Dort entstanden nach kurzer Zeit immer schwarze Schmutzablagerungen an den Luftaustritts- und -eintrittsöffnungen. Passiert das bei der Lüftungsanlage auch?
Sinkt die Staubbelastung im Haus aufgrund der Filter der Lüftungsanlage?
Ich weiß, viele dieser Fragen kann/soll man einem Fachbetrieb stellen, aber die reden viel und schön. Vor allem über ihre eigenen Produkte. Deshalb hätte ich gern einige Erfahrungen von Euch.
Danke schonmal im Voraus!!!

Tino Sonntag

Ach so: Bauort ist Hunsrück. Auf’m Berg mit Blick über viiiele Täler.

Hallo Timo,
gute Vorplanung ist schon die halbe Miete.

Moin alle zusammen,
Wir wollen in nicht allzu ferner Zukunft unser Traumhäuschen
bauen. Dazu haben wir noch die eine oder andere Frage.
Aufgrund der Allergien meiner Freundin wollen/müssen wir z.B.
eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung haben! Dann dachten
wir an eine Heizung über das Wärmepumpenprinzip (Sole-Wasser
da Lehmboden) in Kopplung mit Fußbodenheizung.

Zu Wärmerückgewinnungsanlagen findest Du
Infos unter http://www.wohnungslueftungsverband-ev.de
hier sind verschiedene Hersteller und Systeme auf einem Blick und kannst Dich im Vorfeld informieren.

Gas- oder
Ölheizung möchten wir aus mehreren Gründen, wie Platz,
Betriebskosten, zusätzlicher Schornstein, CO2 Ausstoß usw
nicht.

Wenn Du an ein Passivhaus denkst, ist das die logische Schlußfolgerung

Ein Anschluß der Heizung an einen
Warmwasser-Solarkollektor mit Trinkwassererwärmung ist auch
vorgesehen.
Da wir sowieso Niedrigenergiestandart anstreben, drängte sich
uns die Frage auf: Warum nicht sofort ein Passivhaus. Die
nötigen technischen Voraussetzungen wären mit den oben
genannten von vornherein erfüllt. Kommt also noch eine sehr
gute Wärmedämmung der kompletten Außenhülle hinzu.

Gute Infos hierzu beim Passivhaus-Institut Darmstadt
Viele Bauträger schreien und werben z.Z. mit Passiv.
Viele haben noch keines gebaut und viele können es auch nicht.

Dafür kann die Wärmepumpen-Heizung um Größenordnungen kleiner
ausfallen oder ganz wegfallen. Ist das richtig und wie
erreiche ich bei komplettem Wegfall die immer noch nötige
Heizleistung? Vor allem bei extrem kaltem Wetter. (Ein offener
Kamin scheidet von vorn herein aus gesundheitlichen Gründen
aus! - leider!)
Eine Fußbodenheizung ist schon wünschenswert - Wie kann diese
Bedingung erfüllt werden, bei Wegfall der Wärmepumpen-Heizung?

  • der Solarkollektor schafft’s vermutlich im Winter nicht
    allein.

Hier ist eine Kombination Luft-Wärmepumpe mit Brauchwasserbereitung und solarunterstützt mit Puffer, daraus eine FBH möglich.

Die Lüftungsanlage sollte unbedingt mit Pollenfilter
ausgestattet sein - Gibt’s das und wenn ja, welche Erfahrungen
habt Ihr damit in Bezug auf Wartung, Wechsel der Filter,
Geräuschemmision usw? Meine Lebensgefährtin hat da so Ihre
Zweifel, da sie schlechte Erfahrungen mit Klimaanlagen gemacht
hat.

Richtig!
Die Lüftung hat einen Grobschmutzfilter, dazu ein großer externer Pollenfilter, ist von der Standzeit her besser, als eingebaute. Trotzdem alle Jahre neuer Einsatz, Kosten ca. DM 120,–. Geräusche einer WRG- Anlage sind mit einer Klimaanlage nicht vergleichbar. Eine Klimaanlage transportiert ein vielfaches an Luft. Bei einer Lüftungsanlage wird ein 0,5facher Luftwechsel angestrebt. Hier ist das Rohrsystem entscheidend, das zum Einsatz kommt.
Pollenfilter und Rohrsysteme unter http://www.Storkair.de

Dort entstanden nach kurzer Zeit immer schwarze
Schmutzablagerungen an den Luftaustritts- und
-eintrittsöffnungen. Passiert das bei der Lüftungsanlage auch?
Sinkt die Staubbelastung im Haus aufgrund der Filter der
Lüftungsanlage?

Schmutzränder sind Zeichen von einem „schlechten Einblaßventil“, oder einer falschen Platzierung dessen. Die Staubbelastung im Haus ist um ein vielfaches niedriger, also der Hausstaubmilbe keine Chance.

Ich weiß, viele dieser Fragen kann/soll man einem Fachbetrieb
stellen, aber die reden viel und schön. Vor allem über ihre
eigenen Produkte. Deshalb hätte ich gern einige Erfahrungen
von Euch.

Schau Dir einfach solche Anlagen an und frage nach, warum die Anlage so und nicht anders gebaut ist. Da bekommst Du schnell heraus, was sinnvoll, gut, ok, oder sch… ist.
Mache nur Kompromisse, wos nicht anders geht! Wenn schon, wie angedeutet, Allegieprobleme vorhanden sind, kommst Du an einer sinnvollen Anlage sowieso nicht vorbei.
Wichtig ist, das gesamte Haustechnikkonzept auf das zu bauende Haus zuzuschneidern und nicht umgekehrt.
Eine Öl/Gasheizung mit 15 kw Leistung ist im Passivhaus fehl am Platz, den hier werden nur noch 15 Watt pro m² Heizwärme benötigt.

Danke schonmal im Voraus!!!

Tino Sonntag

Ach so: Bauort ist Hunsrück. Auf’m Berg mit Blick über viiiele
Täler.

Schöön, auch auf dem Berg gibts Vorteile und Nachteile.

Mit dem Wunsch für allzeit Gute Luft im Haus,
viel Spaß beim planen und bauen,
und luftigen Grüssen
Helmut

Hallo Timo,
gute Vorplanung ist schon die halbe Miete.

Zu Wärmerückgewinnungsanlagen findest Du
Infos unter http://www.wohnungslueftungsverband-ev.de

Der Link klappt nicht…?
Hast Du ein Passivhaus? Oder vielleicht solch eine Lüftungsanlage? - rein Interesse halber…!

hier sind verschiedene Hersteller und Systeme auf einem Blick
und kannst Dich im Vorfeld informieren.

Hier ist eine Kombination Luft-Wärmepumpe mit
Brauchwasserbereitung und solarunterstützt mit Puffer, daraus
eine FBH möglich.

Geht auch 'ne andere Heizungsform, wie die neuartigen Pelletöfen?

Schau Dir einfach solche Anlagen an und frage nach, warum die
Anlage so und nicht anders gebaut ist. Da bekommst Du schnell
heraus, was sinnvoll, gut, ok, oder sch… ist.

Bei Herstellern / Verkäufern ?

Wichtig ist, das gesamte Haustechnikkonzept auf das zu bauende
Haus zuzuschneidern und nicht umgekehrt.

Genau das haben wir vor! Endlich versteht mich einer!

Schöön, auch auf dem Berg gibts Vorteile und Nachteile.

Was für Nachteile? Außer Hanglage und etwas mehr Wind!

Mit dem Wunsch für allzeit Gute Luft im Haus,
viel Spaß beim planen und bauen,
und luftigen Grüssen
Helmut

Danke, Tino

Hallo Timo,
gute Vorplanung ist schon die halbe Miete.

Zu Wärmerückgewinnungsanlagen findest Du
Infos unter http://www.wohnungslueftungsverband-ev.de

Sorry,
muß heißen http://wohnungslueftung-ev.de

Der Link klappt nicht…?
Hast Du ein Passivhaus? Oder vielleicht solch eine
Lüftungsanlage? - rein Interesse halber…!

Mein Haus ist von 1954, renoviert 81- der nächste Umbau und Renovierung steht an. Darum sehe ich mir z.Z. Niedrigenergie- und Passivhäuser an, um die Techniken zu sortieren. Natürlich ist dann das eingesetzte Material, Dämmung, Dichtigkeit, usw. wichtig. Auch an eine Lüftung denke ich. Die Heizung habe ich schon mit 12,5m² Solar unterstützt.
Bekannte haben nun ein Passivhaus gebaut und seit Nov. 2000 eingezogen.
Da wurde die unten stehende Kombination eingebaut- einfach Klasse das Wohnklima, der geringe Heizbedarf, die gereinigte Luft, weniger Staub.

hier sind verschiedene Hersteller und Systeme auf einem Blick
und kannst Dich im Vorfeld informieren.

Hier ist eine Kombination Luft-Wärmepumpe mit
Brauchwasserbereitung und solarunterstützt mit Puffer, daraus
eine FBH möglich.

Geht auch 'ne andere Heizungsform, wie die neuartigen
Pelletöfen?

Pelletofen kannst Du beim Niedrigenergiehaus einsetzen.
Beim Passivhaus ist ein Kamin nicht möglich. Da bekommst Du die Ritzen nicht dicht.

Schau Dir einfach solche Anlagen an und frage nach, warum die
Anlage so und nicht anders gebaut ist. Da bekommst Du schnell
heraus, was sinnvoll, gut, ok, oder sch… ist.

Bei Herstellern / Verkäufern ?

Am besten, Du fährst mit Deiner besseren Hälfte in Musterhäuser verschiedener Bauarten ( Holz, Bims, Ziegel) und gehst gezielt auf Wärmerückgewinnungsanlagen. Schreibe die Hersteller an, mit der Bitte um Adressen von Kunden als Reverenzanlage.
Auch an eine Zentralstausauganlage solltest Du eventuell denken.
Klar bekommst Du dann viel Werbezeug, aber anders kannst Du die Spreu nicht vom Weizen trennen.

Wichtig ist, das gesamte Haustechnikkonzept auf das zu bauende
Haus zuzuschneidern und nicht umgekehrt.

Genau das haben wir vor! Endlich versteht mich einer!

Schöön, auch auf dem Berg gibts Vorteile und Nachteile.

Was für Nachteile? Außer Hanglage und etwas mehr Wind!

Genau das meinte ich…, stell Dir vor…
Du bist 85, Deine Angetraute erst 75- und rennt Dir ständig davon…, den Berg runter hast Du dann ja vielleicht noch die Chance sie einzuholen…
Gruß

Mit dem Wunsch für allzeit Gute Luft im Haus,
viel Spaß beim planen und bauen,
und luftigen Grüssen
Helmut

Danke, Tino

Moin Tino Sonntag,
was du da vor hast, ist endlich mal eine interessante Aufgabe für einen Versorgungstechniker- oder ingenieur. Ich rate dir, dich mit einem zusammmenzusetzen und die Technik durchzusprechen. Diese Leute sind nämlich meistens nicht bei einer ausführenden Firma angestellt und haben somit kein Interesse an irgendwelchen no name Produkten und Verkauf von Material. Sie verkaufen Ihre Erfahrung oder Fachwissen.
MFG Peter