Photovoltaik gut, weniger gut

Von: , Frage gestellt am Fr, 3. Feb 2012

Hallo,
ich beabsichtige eigentlich in diesem Jahr eine Photovoltaikanlage auf mein Hausdach bauen zu lassen.
Meine Frage an Euch, gut, weniger Gut. Ich hänge total in der Luft, die Anbieter wollen verkaufen, schwärmen ohne Ende und genau das macht mich etwas hellhörig, ob das wohl alles so stimmt, was die Herren erzählen.

Für jegliche Nachricht wäre ich sehr dankbar.
Gruß Simmimo

11 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 12 Stunden 0 hilfreich
    Re: Photovoltaik gut, weniger gut

    Hallo Simmimo

    Nimm von den Versprechungen 50% und glaube davon die Hälfte. Nur bei den Kosten gehe vom Doppelten aus.
    Und kalkuliere den Wegfall der Förderung ein.

    Gruß
    Rochus

    • Antwort von nach 14 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Photovoltaik gut, weniger gut

      Moin Rochuns, Nimm von den Versprechungen 50% und glaube davon die Hälfte.
      Nur bei den Kosten gehe vom Doppelten aus.
      Und kalkuliere den Wegfall der Förderung ein.
      und Deine Empfehlung ist weniger tendenziös als die Aussagen der Verkäufer . . ?

      Ich denke, dass dem UP eher geholfen wäre mit einer Beurteilung seiner individuellen Lage und Möglichkeiten durch einen UNABHÄNGIGEN Fachmann (Energieberater).

      Wobei ich aus eigener Erfahrung sagen kann, dass sogar zwei Verkäufer unabhängig voneinander mir von so einer Investition abrieten, weil sie wegen Verschattung durch hohe Bäume im Umfeld zu dem Ergebnis kamen, dass es sich nicht rentiere . . .

  2. Antwort von nach 16 Stunden 0 hilfreich
    Re: Photovoltaik gut, weniger gut

    Hallo Simmino, ich beabsichtige eigentlich in diesem Jahr eine
    Photovoltaikanlage auf mein Hausdach bauen zu lassen.
    Ich auch. Hab schon (fast) alles da, nur die Halterungen fehlen noch.
    Hab aber schon zwei Angebote. Und ich werds selbst draufbasteln. Meine Frage an Euch, gut, weniger Gut.
    Also meine Anlage ist (vorläufig) so dimensioniert, dass da erst mal der Kühlschrank dranhängt. Wäre bei Netzausfall das Wichtigste. Danach käme Heizung, Licht im Wohnzimmer und im HWR. Dort steckt ja dann die ganze Elektrik/Elektronik. Und wenn was überbleibt, dann gibts den Strom für PC und TV.
    Ich habe so geplant, dass ich zwar den Strom voll ausreize, aber dennoch für minestens drei Tage "Notstrom" habe. Ich hänge total in der
    Luft, die Anbieter wollen verkaufen, schwärmen ohne Ende und
    genau das macht mich etwas hellhörig, ob das wohl alles so
    stimmt, was die Herren erzählen.
    Schreib mich doch mal direkt an, da können wir gemeinsam was machen.
    Denke ich jedenfalls.
    Also bis später!
    Zeulino

  3. Antwort von nach 20 Stunden 1 hilfreich
    Re: Photovoltaik gut, weniger gut

    Ich habe mich gegen Photovoltaik entschieden, obwohl mein Hausdach optimal dafür geeignet wäre. Die ganze Technik ist viel zu teuer und steckt noch in den Kinderschuhen.
    Unsere kleinen Häuschen mit Solartafeln zu bekleben, und jedes hat einen Wechselrichter für die Netzeinspeisung, das bleibt ein Unsinn, den ich als Stromkunde zwangsweise mitbezahlen muß.
    Wenn Photovoltaik sinnvoll ist, dann nur in Form von Großanlagen und zwar mit viel höherem Wirkungsgrad. Für Autarkie kann ich mir auch für kleines Geld einen Diesel-Notstrom hinstellen und tausend Liter Heizöl.
    Die Erzeugung und Speicherung von viel Energie im Eigenheim bedeutet immer auch Brandgefahr.

    • Antwort von nach 23 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Photovoltaik gut, weniger gut

      Hallo! Unsere kleinen Häuschen mit Solartafeln zu bekleben, und jedes
      hat einen Wechselrichter für die Netzeinspeisung...
      Du brauchst nur einen Wechselrichter. Wenn Photovoltaik sinnvoll ist, dann nur in Form von
      Großanlagen und zwar mit viel höherem Wirkungsgrad.
      Der Wirkungsgrad der Photovoltaik ist von der Art der eingebauten Zellen abhängig (polykristallin oder kostspieliger, aber mit besserem Wirkungsgrad monokristallin). Dagegen spielt die Anlagengröße beim Wirkungsgrad wenn überhaupt nur eine untergeordnete Rolle. Für Autarkie ...
      Autarkie kann kein Ziel sein, jedenfalls nicht allein mit Photovoltaik. ... kann ich mir auch für kleines Geld einen
      Diesel-Notstrom hinstellen und tausend Liter Heizöl.
      Wenn die Lösung alltagstauglich und zuverlässig sein soll, kann man billige Baumarkt-Stinker vergessen. Für brauchbare Lösungen geht es in Technik, baulichen Voraussetzungen und Installation empfindlich ins Geld. Und wenn Du Heizöl nimmst und daraus mit 35% Wirkungsgrad elektrischen Strom erzeugst, wird die kWh jedenfalls nicht billig und gegenüber dem örtlichen Stromversorger nicht wettbewerbsfähig. Die Erzeugung und Speicherung von viel Energie im Eigenheim
      bedeutet immer auch Brandgefahr.
      Bei Photovoltaik wird nichts gespeichert. Die fehlenden Speichermöglichkeiten gehören zu den größten Herausforderungen beim Ersatz fossiler Brennstoffe, die ja zugleich Brennstoff und Speicher sind.

      Gruß
      Wolfgang

      • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
        Re^3: Photovoltaik gut, weniger gut

        Hallo Du brauchst nur einen Wechselrichter.
        Ja, ich einen, mein Nachbar einen, du einen. Von Gleichstromleitungen zu einem kommunalen Großwechselrichter habe ich noch nie etwas gehört. Dagegen spielt die Anlagengröße beim Wirkungsgrad wenn
        überhaupt nur eine untergeordnete Rolle.
        Der Wirkungsgrad spielt eine große Rolle für die Frage der generellen Eignung in Deutschland. Auch die Energie-Autarkie des Landes ist hier ein Thema, wobei ich das ungute Gefühl habe, daß man von einer Umlaufbahn aus mit wenig Aufwand sämtliche Solarplatten kaputtblitzen kann. Autarkie kann kein Ziel sein, jedenfalls nicht allein mit
        Photovoltaik.
        Autarkie nur des Eigenheims bei einigen Tagen Stromausfall, nicht als Dauerlösung. Alternativ kann ich mir einen gut belüfteten Kellerraum machen und Autobatterien reinstellen. Bei Photovoltaik wird nichts gespeichert. Die fehlenden
        Ja, dafür haben wir ja den Blödsinn mit der Netzeinspeisung.

        Solarplatten haben schon Häuser angezündet.
        Man soll endlich erfinden, wie man Sprit aus Strom und Luft macht, andersrum ist es ja leicht.

        Hans Ode

        • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
          Re^4: Photovoltaik gut, weniger gut

          Hallo Du brauchst nur einen Wechselrichter.
          Ja, ich einen, mein Nachbar einen, du einen. Von
          Gleichstromleitungen zu einem kommunalen Großwechselrichter
          habe ich noch nie etwas gehört.
          Wozu soll ein zusätzliches Gleichstromnetz und ein Großwechselrichter gut sein?

          Wenn 10 Stück 10kW Wechselrichter einen Wirkungsgrad von 95% haben, ist das dasselbe als wenn ein 100-kW-Wechselrichter einen Wirkungsgrad von 95% hat. wobei ich das ungute Gefühl
          habe, daß man von einer Umlaufbahn aus mit wenig Aufwand
          sämtliche Solarplatten kaputtblitzen kann.
          Hä? Gehts um Terrorismus böser Staaten?

          Abgesehen von dieser "Gefahr" kann man mit einer Bombe in der Nähe von kerntechnischen Anlagen bestimmt viel mehr anrichten. Alternativ kann ich mir einen gut
          belüfteten Kellerraum machen und Autobatterien reinstellen.
          Eine Autobatterie ist eine AUTObatterie und wird bei so einer Anwendung nicht lang halten. Ja, dafür haben wir ja den Blödsinn mit der Netzeinspeisung.
          Blödsinn nur in Verbindung mit nicht ausreichend vorhandener Speichertechnik. Solarplatten haben schon Häuser angezündet.
          Glaub ich nicht. Überhitzung von Leitungen durch falsche Dimensionierung ist was ganz anderes.

          Ach, und: Explodierte Kernkraftwerke haben schon ganze Landstriche unbewohnbar gemacht. Man soll endlich erfinden, wie man Sprit aus Strom und Luft
          macht, andersrum ist es ja leicht.
          Ist erfunden, ich war auch sehr überrascht: http://modultool.zdf.de/public/Regenerative_Energien...

          Man müßte es wohl einfach nur anwenden. Mit der jetzigen Energiepolitik wird das Netz an die Wand gefahren. Wenns dann richtig gekracht hat, wird man sagen, man kann auf die Atomkraft doch nicht verzichten...

          Hans

          Hans

          • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
            Re^5: Photovoltaik gut, weniger gut

            Wozu soll ein zusätzliches Gleichstromnetz und ein
            Großwechselrichter gut sein?
            Es geht hier nicht um 1% Verlust hin oder her, sondern der Großwechselrichter ist sicherer und wird besser geplant und betreut als hunderte Heimwechselrichter, die vielleicht mal naß werden oder von Ameisen heimgesucht, oder deren Aufstellungsort eine Nutzungs-Umwidmung erfährt oder was weiß ich. Hä? Gehts um Terrorismus böser Staaten?
            Wenn ich als Staat Autarkie wünsche, dann doch wohl deshalb, weil ich nicht jedem anderen Staat über den Weg traue. Wir als Deutschland haben ja der veröffentlichten Meinung nach sogar Angst vor Persien! Abgesehen von dieser "Gefahr" kann man mit einer Bombe in der
            Nähe von kerntechnischen Anlagen bestimmt viel mehr anrichten.
            Ja, aber das ist nicht so niederschwellig. Wenn ich mit einem starken Laserscanner alle Solarplatten Deutschlands kaputtmache, dann krümme ich damit keinem Menschen ein Haar. Eine Autobatterie ist eine AUTObatterie und wird bei so einer
            Anwendung nicht lang halten.
            Ja, das war ungenau gesagt, aber Berlin hatte in Zeiten des Kalten Krieges eine Notstromanlage für die ganze Stadt mit Bleibatterien. Solarplatten haben schon Häuser angezündet.
            Glaub ich nicht. Überhitzung von Leitungen durch falsche
            Dimensionierung ist was ganz anderes.
            Doch, iss so, und Akkus können auch Feuer machen, sogar solche vom Laptop. Ach, und: Explodierte Kernkraftwerke haben schon ganze
            Landstriche unbewohnbar gemacht.
            Natürlich ist es ein Wahnsinn, im erdbebengefährlichen Japan Atomkraftwerke zu haben und sich ausgerechnet noch Alteisenqualität von General Electric hinzustellen. Aber das ist ein weites Feld. Man müßte es wohl einfach nur anwenden. Mit der jetzigen
            Nein, ich meine einen Prozeß, wo man aus destilliertem Wasser, gefilterter Luft und elektrischer Energie einen flüssigen Kraftstoff höchster Reinheit erhält.
            Mit diesem Zeug könnte man alles machen. Brennstoffzellen würden es vertragen, man könnte es auch tanken, feuchte Luft käme dann aus dem Auspuff. Die Herstellung würde viel Kohlendioxid binden. Man könnte die Herstellung in Weltgegenden machen, wo immer sonniges Wetter ist, und wo auch ein Atomunfall nicht so die Katastrophe ist, weil da keiner wohnen will, oder wo es immer windig ist. Solchen Treibstoff kann man für ein paar Pfennige mit etablierter Technik weltweit versenden. Energiepolitik wird das Netz an die Wand gefahren. Wenns dann kracht
            Das Stromnetz in Deutschland ist absolut super. Es ist im Laufe der Jahrzehnte immer besser geworden und hat den sog. Atomausstieg locker weggesteckt.

            Hans Ode

            • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
              Re^6: Photovoltaik gut, weniger gut

              Hallo sondern der
              Großwechselrichter ist sicherer
              Aha. Das ist erstmal eine Behauptung. und wird besser geplant
              Naja, der passende wird halt genommen, eingebaut, fertig. So eine große Planungsleistung ist dafür nicht nötig. Die Planung steckt eher in der Herstellung des Wechselrichters und ist beim Einbau längst abgeschlossen. und
              betreut als hunderte Heimwechselrichter
              Da hast recht, denn wer der Heimstromerzeuger läßt seine PV-Anlage schon regelmäßig prüfen - wie es nach der VDE ja auch vorgeschrieben ist. die vielleicht mal
              naß werden
              Dann müssen sie eben eine geeignete Schutzart haben. oder von Ameisen heimgesucht, oder deren
              Aufstellungsort eine Nutzungs-Umwidmung erfährt
              Dann muß eben geändert werden. Ich sehe hier Argumente an den Haaren herbeigezogen. Wenn ich mit einem
              starken Laserscanner alle Solarplatten Deutschlands
              kaputtmache,
              Ich weiß gar nicht, daß sowas möglich wäre - aber kann schon sein. Irgendwie kann man alles kaputtmachen, wenn man genügend kriminelle Energie hat. Ja, das war ungenau gesagt, aber Berlin hatte in Zeiten des
              Kalten Krieges eine Notstromanlage für die ganze Stadt mit
              Bleibatterien
              Interessante Information - das müssen ja Riesenanlagen gewesen sein. Doch, iss so, und Akkus können auch Feuer machen, sogar solche
              vom Laptop.
              Was hat jetzt ein Akku mit einer gewöhnlichen PV-Anlage zu tun? Da gibts keinen. Natürlich ist es ein Wahnsinn, im erdbebengefährlichen Japan
              Atomkraftwerke zu haben und sich ausgerechnet noch
              Alteisenqualität von General Electric hinzustellen. Aber das
              ist ein weites Feld.
              Du sagst es. Nein, ich meine einen Prozeß, wo man aus destilliertem Wasser,
              gefilterter Luft und elektrischer Energie einen flüssigen
              Kraftstoff höchster Reinheit erhält.
              Dann schau dir den Beitrag beim ZDF mal an, genau das wird beschrieben. Wasser spalten, dazu CO2, ergibt Methan. Ob das alles wirklich so toll ist, kann ich nicht beurteilen. Es ist aber sehr vielversprechend. Mit diesem Zeug könnte man alles machen. Brennstoffzellen
              würden es vertragen, man könnte es auch tanken, feuchte Luft
              käme dann aus dem Auspuff. Die Herstellung würde viel
              Kohlendioxid binden. Man könnte die Herstellung in
              Weltgegenden machen, wo immer sonniges Wetter ist, und
              wo auch
              ein Atomunfall nicht so die Katastrophe ist, weil da keiner
              wohnen will
              Nenne einen Ort auf der Erde, wo ein Atomunfall nicht verheerend sein soll. Das Stromnetz in Deutschland ist absolut super. Es ist im
              Laufe der Jahrzehnte immer besser geworden
              Stimmt. und hat den sog.
              Atomausstieg locker weggesteckt.
              Sieht derzeit nicht so aus. Außerdem: Was ist das für ein Atomausstieg, wenn man Atomstrom vom Nachbarn kaufen muß, weils sonst nicht reicht? Mit angestrebter Autarkie hat das dann auch nicht mehr viel zu tun.

              Hans



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