Hilfe! Kellerwand schimmelt!

Hallo,

nach unserem Urlaub habe ich entdeckt, dass eine Wand im Keller schimmlig zu sein scheint(es riecht so). Leider kann ich das Ausmaß des Schadens noch nicht beurteilen, da wir vor etwa 10 Jahren einen Kunststoffputz haben auftragen lassen. Auch habe ich gestern gesehen. dass eine Hausecke innen langsam „abbröselt“, es leigt feiner gelblich-weißer Staub auf der Erde. Außen vor dem Haus liegen an der schimmligen Stelle Waschbetonplatten, darunter müsste alter Beton (Zement?) sein.

Wer hat Erfahrung, wie man mit diesem Problem umgehen sollte? Welche Schritte sind die nächsten? Welche Kosten könnten auf mich zukommen? Das Haus ist etwa 35 Jahre alt.

Pumuckl

Hallo !

Die Wände sind sicher gemauert ?? Also keine geschütteten Betonwände?

Und der Kunststoffputz im Inneren einer Kellerwand ist wohl ein Fehler. Die Wand muß atmen können. Feuchtigkeit bleibt jetzt dort hängen und zerstört die Wand. Draußen wäre er sinnvoll gewesen.

Das ist die Grundwasserfeuchtigkeit, die von außen durch die Steine in den Keller gelangt.
Eine einfache Behebung ist auf keinen Fall möglich. Es müßte die Kellerwand von außen neu abgedichtet werden. Das bedeutet, die Kellerwände freilegen und mit einer Dichtfarbe neu streichen.

Eine andere Möglichkeit wäre eine Drainage rund um das Haus. Das ist aber auch nur sinnvoll, wenn das Regenwasser vom Dach Eures Hauses durch die städt. Kanalisation entsorgt wird.
Verrieselt Euer Regenwasser auf Eurem Grundstück, so kann man sich eine Drainage ersparen, denn wohin mit dem Wasser??

Einen Lufttrockner in den Keller legen, bringt nichts. Kostet nur viel elektr. Strom, verhindert aber nicht, daß die Wand weiterhin naß ist. Im Gegenteil, die Wandoberfläche innen trocknet und Wasser fließt wie durch Saugwirkung nach.
Wird die Kellerwand bei langen Regenperioden besonders naß? Wird Euer Regenwasser durch die Kanalisation abgeführt? Das sind Fragen, die zuerst mal beantwortet werden müßten.
Liegen in Eurer Nähe Gräben, welche normalerweise das Grundwasser abführen und diese sind noch nicht abgemäht? Das ist ein häufiger Grund von Kellerfeuchtigkeiten. Mit dem freien Abfluß dieser Gräben sackt auch der Grundwasserspiegel und die Keller werden wieder trocken.

Gruß Werner, ein Feuchterkellergeschädigter.

Kunststoffputz innen ist sicher ein Fehler, die Wand muß nach
innen abtrocknen können.
Ist es Regenwasser oder Grundwasser (siehe Vorredner)?
Eine weitere Entscheidungshilfe: erforschen, wie tief
der Grundwasserspiegel ist (Gemeinde, seit langer Zeit
ansässige, Leute mit Brunnen im Garten, Bauern, lokale
Baumeister, Telegraphenbauamt …)
Ich habe bei meinem 40 Jahre alten Haus 11 x 18 m Außenabmessungen (Regenwasserkellerfeuchte)
1.) rundum alles freigelegt, 1,5 m breit
2.) drainagerohre verlegt, die in 2 m tiefere
sickerschächte geben
3.) Kellerwände von außen mit Noppenfolie belegt
4.) Hohlraum zwischen Haus und Mutterboden mit Schotter OHNE
Feinanteil (30/60) verfüllt
5.) Regenwasserablaufsickerschacht grundwasserstromabwärts
20 m vom Haus entfernt installiert
6.) alle Flächen rund um das Haus auf mindestens 1,5m versiegelt
(Asphalt, Beton, Terasse …) und kanalisiert
(Sickerschacht weit weg vom Haus)

Seitdem ist Trockenheit eingekehrt.
(Auch in der Geldbörse)

Harald

Grins, und hast Du schon …

Seitdem ist Trockenheit eingekehrt.
(Auch in der Geldbörse)

… Heizung im Keller?
Mich hat da übrigens die Betrügerfirma reingelegt, die gestern irgendwo im Fernseh geoutet wurde („ZWS“).

Seufz

Wolfgang Berger

Hallo !

Die Wände sind sicher gemauert ?? Also keine geschütteten
Betonwände?

Richtig!

Und der Kunststoffputz im Inneren einer Kellerwand ist wohl
ein Fehler. Die Wand muß atmen können. Feuchtigkeit bleibt
jetzt dort hängen und zerstört die Wand. Draußen wäre er
sinnvoll gewesen.

Das ist die Grundwasserfeuchtigkeit, die von außen durch die
Steine in den Keller gelangt.
Eine einfache Behebung ist auf keinen Fall möglich. Es müßte
die Kellerwand von außen neu abgedichtet werden. Das bedeutet,
die Kellerwände freilegen und mit einer Dichtfarbe neu
streichen.

Das habe ich mir gedacht. Das kostet sicher eine schöne Stange Geld.

Eine andere Möglichkeit wäre eine Drainage rund um das Haus.
Das ist aber auch nur sinnvoll, wenn das Regenwasser vom Dach
Eures Hauses durch die städt. Kanalisation entsorgt wird.
Verrieselt Euer Regenwasser auf Eurem Grundstück, so kann man
sich eine Drainage ersparen, denn wohin mit dem Wasser??

Teilweise fliest unser Regenwasser in die städtische Kanalisation, aber eben nicht alles.

Einen Lufttrockner in den Keller legen, bringt nichts. Kostet
nur viel elektr. Strom, verhindert aber nicht, daß die Wand
weiterhin naß ist. Im Gegenteil, die Wandoberfläche innen
trocknet und Wasser fließt wie durch Saugwirkung nach.
Wird die Kellerwand bei langen Regenperioden besonders naß?
Wird Euer Regenwasser durch die Kanalisation abgeführt?

s.o.

Das

sind Fragen, die zuerst mal beantwortet werden müßten.
Liegen in Eurer Nähe Gräben, welche normalerweise das
Grundwasser abführen und diese sind noch nicht abgemäht? Das
ist ein häufiger Grund von Kellerfeuchtigkeiten.

Es gibt keine Gräben in der Nähe.

Mit dem

freien Abfluß dieser Gräben sackt auch der Grundwasserspiegel
und die Keller werden wieder trocken.

Gruß Werner, ein Feuchterkellergeschädigter.

Hast du deinen Keller inzwischen wieder trocken bekommen? Falls ja, was kostet der Spaß denn?

Vielen Dank,

Pumuckl

Kunststoffputz innen ist sicher ein Fehler, die Wand muß nach
innen abtrocknen können.
Ist es Regenwasser oder Grundwasser (siehe Vorredner)?
Eine weitere Entscheidungshilfe: erforschen, wie tief
der Grundwasserspiegel ist (Gemeinde, seit langer Zeit
ansässige, Leute mit Brunnen im Garten, Bauern, lokale
Baumeister, Telegraphenbauamt …)

Ist das von Belang, wenn man am Berg wohnt?

Ich habe bei meinem 40 Jahre alten Haus 11 x 18 m
Außenabmessungen (Regenwasserkellerfeuchte)
1.) rundum alles freigelegt, 1,5 m breit
2.) drainagerohre verlegt, die in 2 m tiefere
sickerschächte geben
3.) Kellerwände von außen mit Noppenfolie belegt
4.) Hohlraum zwischen Haus und Mutterboden mit Schotter OHNE
Feinanteil (30/60) verfüllt

Was haben dich die Punkte 1 - 4 gekostet (Wenn ich fragen darf). Ich würde schon gerne wissen, was da so auf mich zukommen kann.

5.) Regenwasserablaufsickerschacht grundwasserstromabwärts
20 m vom Haus entfernt installiert
6.) alle Flächen rund um das Haus auf mindestens 1,5m
versiegelt
(Asphalt, Beton, Terasse …) und kanalisiert
(Sickerschacht weit weg vom Haus)

Seitdem ist Trockenheit eingekehrt.
(Auch in der Geldbörse)

Wie lange sind die Sanierungsmaßnahmen her? Hattest du „nur“ Feuchtigkeit oder auch mit Schimmelbildung im Keller zu tun?

Herzlichen Dank für deine ausführliche Schilderung. Ich hoffe, die viele Arbeit hat sich gelohnt. Hast du das eigentlich alles selber gemacht?

Gruß,

Pumuckl

Hallo !

Solange man keine Kanalisation für das Regenwasser hat, ist alle Mühe vergebens. Das Wasser verteilt sich rund ums Haus und sackt zur Kellerwand. Den Rest kennst Du.
Erst eine kompl. Kanalisation macht eine Drainage sinnvoll.

Der Keller leckt weiterhin (Haus verkauft). Die neuen Besitzer wollten auch Drainage legen,aber dann kam die Erkenntnis : Wohin mit dem Wasser?

Wenn Ihr nur teilweise Kanalisation fürs Regenwasser habt, könnte das bedeuten, ihr mogelt??? Wenn nicht, laßt doch alles reinlaufen, dann ist das Problem schon mal gelöst.

Drainagekosten sind so nicht zu schätzen. Kommt auf den Aufwand und die Macher an.

Gruß Werner

Der Keller leckt weiterhin (Haus verkauft).

Oh, das tut mir aber leid.

Wenn Ihr nur teilweise Kanalisation fürs Regenwasser habt,
könnte das bedeuten, ihr mogelt???

Womit mogeln? Vielleicht bin ich etwas schwer von Begriff, aber ich hab keine Ahnung, was du meinst.

Danke,

Pumuckl

Euer Regenwasser geht nur teilweise in den Kanal.

Warum? Laßt alles reinlaufen, dann seid Ihr das Wasser schon mal los.
Es gibt Städte, die haben keine Regenwasserkanalisation. Und es gibt dann Einwohner, die leiten ihr Regenwasser in die Brauchwasserkanalisation, was streng verboten ist. Das meine ich.
Gruß Werner

Danke für die Info. Das werde ich mal versuchen herauszufinden.

Gruß,

Pumuckl

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