Alte Farbe

Hallo,

muss mich mal outen…*g*
Wir haben noch einen halben Eimer Alpinaweiss-Innenfarbe dastehen.
Da der Deckel wohl leider nicht ganz abgeschlossen hat, ist die Farbe ein wenig dickflüssig.
Es hatte sich auch ein wenig Flüssigkeit ( denke mal Wasser) oben abgesetzt.
Nun frage ich mich, kann ich die Sache mit ein wenig Wasserzugabe wieder schön streichfähig bekommen, denn jetzt ähnelt die Konsistenz eher einer Creme oder so.

Und was mich noch mehr irritiert, meinte doch letztens jemand darauf, er hätte noch ne Flasche Verdünnung im Keller stehen.
Für mich war das „zeug“ bisher nur zum sauberbekommen, wenn man gar zuviel Schmiere etc an den Händen hatte. Sollte ich das bisher übersehen haben, und der Name stimmt, und ich könnte das Zeug auch nehmen?
*ratlos*
`s Teufli

Hallo, Teufelchen!

Nein, die Verdünnung kannst du nicht für die Wandfarbe benutzen (damit verdünnt man Lackfarben, die auf Wasserbasis hergestellt sind).
Die Innenfarbe kannst du ohne weiteres umrühren (vielleicht reicht das schon, damit sie wieder flüssiger wird - du schreibst ja, es habe sich Wasser abgesetzt). Sonst gibst so vorsichtig noch ein bißchen Wasser zu. Innenfarbe schimmelt, wenn sie zu lange steht. Das sieht und riecht man *örgs*, dann ist sie nicht mehr nutzbar. Wenn du allerdings sehr viel Wasser zugeben mußt, kann es sein, daß die Deckkraft nachläßt. Aber einen Versuch ist es allemal wert. Achte aber darauf, daß sich an der Oberfläche keine „Bröckchen“ abgesetzt haben (falls doch: abschöpfen). Die bleiben dir sonst ständig an der Rolle kleben. *g*

Grüßlis vom
Sams

Hallo,

Deine Alpinaweiss-Innenfarbe (Binderfarbe) wird mit klarem Wasser auf Streich- oder Rollkonsistenz verdünnt. Sorgfältig umrühren und sei sparsam mit der Wasserzugabe, denn Binderfarbe soll nicht zu plörrig dünn werden.

Die Flasche mit der „Verdünnung“ aus dem Keller darfst Du auf keinen Fall für Binderfarbe verwenden. Dann ist die nämlich hinüber. Auch zum Reinigen von Pinsel und Rolle für Binderfarbe soll nur Wasser verwendet werden.

Die „Verdünnung“ aus der Flasche könnte für Nitro- oder Kunstharzlacke geeignet sein. Vorsicht! Das Zeug stinkt nicht nur, sondern ist auch feuergefährlich. Übrigens auch für die Haut nicht besonders zuträglich. Eigentlich sind solche brandgefährlichen Stinker und die entsprechenden Lacke für Haushaltszwecke überflüssig geworden. Wenn man statt dessen wasserverdünnbare Acryllacke verwendet, erhält man sehr schnell trocknende Flächen, die zudem weitgehend geruchsneutral sind.

Gruß
Wolfgang

verdankt sich beugend…
…hm wa wieda was gelernt…
dangää

`s Teufli

vorsichtig noch ein bißchen Wasser zu. Innenfarbe schimmelt,
wenn sie zu lange steht. Das sieht und riecht man *örgs*, dann
ist sie nicht mehr nutzbar.

Die Erfahrung hab ich auch schon gemacht …
Gibt es írgendeine Möglichkeit, Innenfarbe längerfristig aufzubewahren? Das ist z.B. interessant, wenn man Farbe abgetönt hat und einen gewissen Vorrat dieses Farbtons für kleinere Reparaturen aufheben möchte. Neumischen sieht leider immer anders aus, und man darf die ganze Bude neu streichen …

Gruß
Thomas

Hallo, Thomas!

Gibt es írgendeine Möglichkeit, Innenfarbe längerfristig
aufzubewahren?

Kommt drauf an, was du unter „längerfristig“ verstehst. *g* Wenn ich mit abgetönter Farbe arbeite, fülle ich mir immer eine kleine Menge in ein gut schließendes Marmeladenglas ab (eben für kleinere „Macken“). Kühl und dunkel aufbewahrt, hält die sich schon eine Weile. Farbkübel schließen selten ganz dicht.

Grüßlis vom
Sams

Gibt es írgendeine Möglichkeit, Innenfarbe längerfristig
aufzubewahren?

Größere Mengen kann man mit einem Konservierungsmittel versetzen. Das Zeug, daß von Profis dafür verwendet wird riecht aber ziemlich übel (ne Mischung aus faulen Eiern und Schweißfüßen).

Das ist z.B. interessant, wenn man Farbe
abgetönt hat und einen gewissen Vorrat dieses Farbtons für
kleinere Reparaturen aufheben möchte. Neumischen sieht leider
immer anders aus, und man darf die ganze Bude neu streichen

Meine Erfahrung dazu:
Wir haben unser Haus drinnen auch mit Pi mal Daumen abgemischter Farbe gestrichen und von allen Farben gut einen halben Liter in (wurde schon gesagt undklappt wirklich gut) Marmeladengläsern gelagert. Als nach etwa zwei Jahren der Fall eintrat für den wir die Lagerei gemacht hatten, war das Ergebniss eher übel. Die Farbe auf der Tapete hatte einen ganz anderen Ton, als die gelagerte. Wahrscheinlich war durch diverse Umwelteinflüsse (ein reines Nichtraucherhaus!) die Farbe verändert, zumindesten anders als die im Dunkeln und kühl gelagerte Farbe in den Pötten.
–> Neustreichen war angesagt, weil es wirklich greuslich aussah.

Gandalf