Kellerausbau

Nachdem man im Architekturbrett mit derartigen profanen Fragen nicht belästigt werden möchte, versuch ich’s mal hier ;=)

Wie baut man einen Kellerraum (unverputztes, mit Binderfarbe gestrichenes Sichtmauerwerk) fachmännisch am besten aus:

Rigips oder Fermazell? Besser die Feuchtraumplatten oder die mit Styropor dahinter?

Lattengerüst, oder besser Metallprofile oder Ansetzmörtel?

Und vor allem: Ist eine Isolierung mit Styropor oder Steinwolle angemessen, muß bzw. kann man eine zusätzliche Folie als Dampfsperre einbauen und wenn ja, wohin? Gleich auf die Wand und dann die Lattenkonstruktion darauf aufbauen? Oder erst das Styropor und darüber die Folie?

Fragen über Fragen…

Gruß aus dem Norden
Reinhard Kraasch

Hallo Reinhard,

oh, ich habe Deine Anfrage im Architekturbrett übersehen - nun bin ich auch keine Architektin. Aber es gibt eine grundsätzliche Frage zu klären:

Zum einen: Zu welchem Zweck wollt Ihr den Keller - ihn in einen zusätzlichen Wohnraum zu verwandeln ist meines Wissens nicht unbedingt erlaubt (wobei: Wo kein Kläger…)

Zum anderen: Habt Ihr abgeklärt, wie Euer Haus gedämmt ist?

Wir haben mal Reiehnhäuser gebaut, die einen ausdrücklich nicht zu Wohnzwecken gedachten Keller hatten. Somit war die Dämmung des Hauses quasi von EG bis DG. Der Keller war ungedämmt. Nun wollte eine „Heimwerker, der alles wußte“ einen Raum als Wohn- oder Hobbyraum nutzen, hat ein wenig Isolierung drangepappt, diletantisch verputzt (fiel noch vor der Abnahme des Baus runter, weil aus Sparsamkeit zu dünn) und sich dann gewundert, daß der Feuchtigkeitsaustausch nicht mehr funktioniert hat und er feuchte Ecken bekam.

Ich würde also zur Beratung einen Fachmann heranziehen und dann in Eigenleistung arbeiten.

Wendy (die seit 7 Jahren bei einem Architekturbüro die Sekretärin ist udn abei viel sieht, auch wenn sie nicht baut)

Hallo Reinhard,

oh, ich habe Deine Anfrage im Architekturbrett übersehen - nun
bin ich auch keine Architektin.

Da hab ich ihn jetzt auch auf Anforderung des MODs gelöscht ;=)

Aber es gibt eine
grundsätzliche Frage zu klären:

Zum einen: Zu welchem Zweck wollt Ihr den Keller - ihn in
einen zusätzlichen Wohnraum zu verwandeln ist meines Wissens
nicht unbedingt erlaubt (wobei: Wo kein Kläger…)

Ich wollte ihn als Büroraum nutzen.

Zum anderen: Habt Ihr abgeklärt, wie Euer Haus gedämmt ist?

Nun, das Haus selbst hat ein zweischaliges Mauerwerk, innen Kalksandstein, dann 10cm Steinwolle, dann 5cm Luftschicht und davor vorgemauerte Verblendsteine (Ziegel).

Aber das gilt ja nicht im Sockelbereich - da sind m.W. Kalksandsteine vermauert worden. Wie man halt einen Keller so baut…

Wir haben mal Reiehnhäuser gebaut, die einen ausdrücklich
nicht zu Wohnzwecken gedachten Keller hatten. Somit war die
Dämmung des Hauses quasi von EG bis DG. Der Keller war
ungedämmt. Nun wollte eine „Heimwerker, der alles wußte“ einen
Raum als Wohn- oder Hobbyraum nutzen, hat ein wenig Isolierung
drangepappt, diletantisch verputzt (fiel noch vor der Abnahme
des Baus runter, weil aus Sparsamkeit zu dünn) und sich dann
gewundert, daß der Feuchtigkeitsaustausch nicht mehr
funktioniert hat und er feuchte Ecken bekam.

Ja, so etwas befürchte ich ja auch - deshalb meine Frage ;=)

Ich würde also zur Beratung einen Fachmann heranziehen und
dann in Eigenleistung arbeiten.

Nun, mit den Fachleuten ist das so eine Sache, da erzählt dir jeder etwas anderes - ich hatte halt gehofft, hier ein wenig tiefer gehende Information zu bekommen…

Gruß
Reinhard

Hi Reinhard,

wie gesagt, Architekt bin ich nicht und ich befürchte, das muß man sehen.

Aber grundsätzlich muß man sich die Isolierung ja vorstellen als „Verpackung“, und da kommt es nun drauf an: Hat man (aus Sparsamkeit oder aus sonstwelchen Gründen) das Haus quasi eingepackt ab Erdgeschoß oder komplett…

Wenn der Keller als weitgehend unisolierter reiner Lagerkeller gebaut wurde, hast Du ein Problem…

Viel Glück

Wendy

Hi Reinhard,

Wendy hat schon fast alles gut erläutert, aber ein wenig Senf möchte ich noch dazugeben. Wenn Du Wärmeisolation im Inneren eines Gebäudes anbringst, kann es passieren, daß der Taupunkt des Systems, der bei ordentlich geplanten Häusern irgendwo dort liegt, daß Feuchtigkeit kein Problem ist, so weit nach innen gezogen wird, daß die Feuchtigkeit innerhalb von Räumen kondensiert. Dann hast Du ein Problem und sehr schnell Schimmel etc.
Wenn die Kellerwände nicht von außen isoliert sind, ist so was vorprogrammiert. Soll es wirklich ordentlich gemacht werden, bleibt Dir nichts anderes übrig, als Wand für Wand Dein Haus so weit anzugraben, daß die Kellerwände von Außen(!) isoliert werden können.

Gandalf

Hi Gandalf,

danke danke danke, ich kann mich immer nur in simple Worten ausdrücken und die sind für manche Sachverhalte nicht ganz korrekt. Taupunkt und Kondenswasser sind die Schlüsselworte! Verdunstung…

Grins…

Spaß beiseite - Feuchtigkeit in ausgebauten Kellerräumen ist ein ewiges Thema und die Leute sind unglaublich verwundert, wenn ein ehemals trockener Keller nach dem Ausbau auf einmal schimmelt, obwohl man doch alles so gemacht hat, wie „Selbst ist der Mann“ beschrieben hatte…

Aber irgendeine Berechtigung brauchen ja Fachleute immer noch

Wendy