Hi Nina,
Werner hat schon einiges sehr richtiges Geschrieben, aber ich möchte auch noch was dazusenfen.
Wir haben ein fast 100jähriges Haus und der Keller sieht
wirklich zum fürchten aus :o
Kenn ich; von meinem eigenen ca. 100 Jahre alten Haus/Keller
Die Vorbesitzer haben leider NICHTS gemacht, weder die
Elektrik, noch die Wasserleitungen, noch den komischen
Boden-Brunnen zugeschüttet, noch sonstiges.
Kenn ich auch
, Nur haben wir leider keinen Brunnen. Den würde ich auf gar keinen Fall zuschütten, sondern gut abdecken. Wenn denn der Keller mal feucht/naß werden sollte. kannst Du den als Pumpensumpf benutzen.
Der Putz platzt aus allen Nähten und der Boden gleicht einem
Minenfeld.
Na immerhin Putz, bei uns ist da nur blankes Mauerwerk; da war nie Putz, den Luxus hat man sich früher längst nicht immer im Keller gegönnt. Und wenn, dann wurde nicht das allerbeste Material verwendet.
Es sind 2 1/2 Räume + einen geräumigen Gewölbekeller.
Klasse!!
Hat von euch jemand schon dieses Abenteuer durchgezogen? So
mit allem drum und dran?
Ne, das werd ich auch nicht durchziehen, weil in Eigenleistung viel zu viel Arbeit und gemacht viel zu teuer (bei uns!)
Vor allem die Dämmung interessiert mich! Wenn wir Pech haben
müssen wir rund ums Haus buddeln…kann man das Laie alleine
wagen oder gehen wir damit das Risiko ein, dass sich das Haus
senkt (habe ich schon mal gehört :o)?
Innen Isolieren ist fast immer eine Schimmelfalle, weil der Taupunkt ins Gebäude gezogen wird. Aber müßt ihr denn überhaupt isolieren? Die Wände dürften so ca. 60 cm dick sein (ev. mehr). da ist eine Isolierung manchmal nicht nötig. Wenn aber isolieren, dann immer außen und Stück für Stück, sonst kann die Wand tatsächlich instabil werden. einem Laien mit wenig bis keine Erfahrung würde ich Sagen „Finger weg“, das ist was für die Leute aus den Gelben Seiten.
Auch habe ich uns vorgestern einen Kostenvoranschlag für neue
Fenster machen lassen, dabei meinte der Fenstervertreter, dass
wir die Fenster nicht höher oder breiter ausbauen können wegen
dem „Sturz“ (?).
Der Sturz stabilisiert das Loch, das durch das Fenster entsteht. Heute meist ein armierter Betonbalken, früher fast immer eine Bogenmauerung.
Sind im Keller nicht auch Balken oder
tatsächlich nur Steine?
Wie gesagt, vor 100 Jahren wurde fast ausschließlich mit Bogenmauerungen ein Sturz realisiert. Die kann man nicht verbreitern.
So bleibt uns nur die Alternative die
Fenstern Richtung Boden zu verlängern und Lichtschächte zu
bauen
, na ja…
Auch hier Vorsicht. Wenn die Fensteröffnungen zu weit nach unten erweitert werden, kann die Wand auch instabil werden. Da sollte ein mit Altbausanierung erfahrener Statiker mal einen Blick drauf werfen.
Würde mich sehr über Erfahrungsberichte freuen, auch über
zahlreiche Tipps.
Wie Werner schon sagte; ohne das Objekt gesehen zu haben kann auch ein Spezialist nichts sagen (wenn er doch was sagt, würde ich sein Spezialistentun anzweifeln!!!). Also, wenn es wirklich was werden soll, hört Euch um, ob es in eurer Nähe erfahrene Architekten, Statiker und handwerker gibt, und laßt Euch von denen beraten sonst kann es passieren, das Ihr seeeeeeeehr teuer spart.
Gandalf
Grüße, Nina