Kalte, feuchte Wände

Von: , Frage gestellt am Mo, 25. Feb 2002

Liebe Gemeinde,
ich habe zu Hause ein Problem mit zwei feuchten Wänden; vielleicht kann mir jemand Tips zur Sanierung geben - bzw. abraten... . Es geht um folgende Situationen:

1. Kelleraußenwand (innen):

Wand ist naß und feucht; "blüht" weiß und schwarz (kein Schimmelgeruch): Die Wände sind z.T. dünn mit Gips (?)verputzt und mit Innenraumwandfarbe gestrichen. Besonders an überputzten ehemaligen Schadstellen (Risse etc) heben die Ausblühungen die Gips- und Farbschichten ab.
Handelt es sich um Salpeterausblühungen? Wie kommt sowas zustande?
Ist Kondenswasser die Ursache oder kommt das Wasser von unten / draußen?
Kann man was dagegen machen ?

2. Außenwand Erdgeschoß (innen):

Der Vormieter hat die Wand -wohl vor allem wegen Kälte- mit Ri-Gips-Platten verkleidet (Abstand von der Wand: drei cm), die Seiten li und re sind offen (von der Decke bis Fußboden, Spaltenbreite 2 cm).
In den Spalten schimmelt es nun etwas (wg. Kondenswasser und nicht ausreichender Luftzirkulation hinter der Abdeckung), zum Teil hat sich der Putz im unteren Bereich schon von der Wand gelöst.

Wäre es für die Wand bzgl. Abtrocknung nicht besser, wenn die Verkleidung weg käme?
Gibt es andere (bessere) Möglichkeiten einer Innenisolierung, z.B. Styropor-Tapete ?
Wie sind aufgesetzte Spanplatten zu beurteilen (Stärke 2 cm)?

Wer weiß Rat ? Stephan

3 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
    Re: Kalte, feuchte Wände

    besser in Rubrik Handwerk...
    feuchte Wände sind kein gutes Hobby ;-) Wand ist naß und feucht; "blüht" weiß und schwarz (kein
    Schimmelgeruch): Die Wände sind z.T. dünn mit Gips (?)verputzt
    und mit Innenraumwandfarbe gestrichen. Besonders an
    überputzten ehemaligen Schadstellen (Risse etc) heben die
    Ausblühungen die Gips- und Farbschichten ab.
    Handelt es sich um Salpeterausblühungen? Wie kommt sowas
    zustande?
    Salpeter nur dann, wenn der Misthaufen direkt daneben liegt ;-)
    wahrscheinlich kommt das wasser von unten/aussen durch die Mauer
    Auf einer feuchten Mauer hält weder Gips noch Farbe. Ist Kondenswasser die Ursache oder kommt das Wasser von unten
    / draußen?
    Bei Kondenswasser müsste der Raum wesentlich wärmer als die Wand sein bei hoher Luftfeuchte. Kann man was dagegen machen ?
    Kellerwand aussen aufgraben bis zum Fundament (nicht tiefer!)
    und fachgerecht isolieren. Evtl. drainage legen. Wenn das Wasser von unten kommt, neue Feuchtigkeitssperre in die Mauer. Ist Sache deines Vermieters und teuer. 2. Außenwand Erdgeschoß (innen):

    Der Vormieter hat die Wand -wohl vor allem wegen Kälte- mit
    Ri-Gips-Platten verkleidet (Abstand von der Wand: drei cm),
    die Seiten li und re sind offen (von der Decke bis Fußboden,
    Spaltenbreite 2 cm).
    was ist hinter den Platten? Dort sollte eine Isolierung sein! In den Spalten schimmelt es nun etwas (wg. Kondenswasser und
    nicht ausreichender Luftzirkulation hinter der Abdeckung), zum
    Teil hat sich der Putz im unteren Bereich schon von der Wand
    gelöst.
    Diese Spalten dürften nicht existieren, damit keine Luft reinkommt. Die Luft des Innenraums zieht da rein , und an den kalten Stellen gibt es Kondensat... Wäre es für die Wand bzgl. Abtrocknung nicht besser, wenn die
    Verkleidung weg käme?
    Ja, aber wenn es trocken ist kannst du wieder eine hin machen, es sei denn, das Wasser kommt nicht von aussen. Gibt es andere (bessere) Möglichkeiten einer Innenisolierung,
    z.B. Styropor-Tapete ?
    Wie sind aufgesetzte Spanplatten zu beurteilen (Stärke 2 cm)?
    egal ob Spanplatte oder Gipsfaser. Erst eine Isolierschicht (Styropor, Glaswolle), dann eine diffusionsoffene Folie als Dampfsperre und dann Gips- oder Spanplatten.
    Gruss,
    Stefan

    • Antwort von nach 20 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Kalte, feuchte Wände

      Hallo Stefan, vielen Dank für die Kommentare!
      Daß im Keller so nichts zu machen ist, dachte ich mir schon... .
      Nochmal zu der Abdeckung: dahinter ists hohl, es war wohl so gedacht, daß die dahinter stehende Luft isoliert und das bißchen Zirkulation über die Spalten ausreicht, entstehendes Kondenswasser zu verdunsten.
      Ich werde es mal mit 2 mm StyroporRaufa-Tapete probieren, die Wand ist ja sonst dicht und trocken.

      Stephan

  2. Antwort von nach 21 Stunden 0 hilfreich
    Re: Kalte, feuchte Wände

    Hi, Stefan,
    wie Burkhard schon sehr richtig schrieb, sind feuchte, kalte Wände kein sehr ersprießliches Hobby :)
    Hauswirtschaft/Handwerk ist das Brett für diesen Fall und besonders das Archiv dieses Brettes dürfte für Dein Problem eine Menge an Informationen und Tipps bieten, da das Thema dort immer wieder behandelt wird.
    Besten Gruß
    Eckard,

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