Ich habe mir gestern das „Herr der Ringe - Die Gefährten“-Video gekauft und mir ist da etwas aufgefallen.
Ich frage mich jetzt, ob da vielleicht ein (Übersetzungs-)Fehler vorliegt?
Was mir komisch vorkam:
In Elronds Haus sagt Gimli er sei der Sohn Gloins und Balin sei sein Neffe.
Im Buch „The Hobbit“ gehören sowohl Gloin (=Gimlis Vater) als auch Balin (=Gimlis Neffe) zur Gruppe der Zwerge mit denen Bilbo seine Abenteuer erlebt.
Es wird gesagt, dass Bilbo ca. 50 Jahre alt ist.
In „Herr der Ringe“ feiert Bilbo seinen 111. Geburtstag und (wenn ich mich recht erinnere) vergehen noch 9 Jahre, bis Frodo sich auf den Weg macht.
Also liegt zwischen Bilbos Abenteuer und dem Treffen in Elronds Haus eine Zeitspanne von ca. 70 Jahren!
Wie kann denn dann Balin der Neffe von Gimli sein (bzw. Gimli der Onkel von Balin)?
Wie alt werden Zwerge laut Tolkien denn?
Oder ist hier ein anderer Zwerg mit gleichem Namen gemeint?
Ich kann leider nicht selbst nachschauen, weil ich das Buch „Herr der Ringe“ verliehen habe.
ich kann mich nicht erinnern, dass Tolkien dazu eine direkte
Aussage macht.
Eben, kann ich mich auch nicht dran erinnern.
Aber Zwerge werden üblicherweise sehr alt, 200 Jahre oder noch
älter. Sagt man. Ich habe noch keinen Zwerg getroffen, den ich
fragen hätte können
Gut, dann hat Tolkien wohl diese gängige Meinung (die ich nicht kannte) über das Alter von Zwergen übernommen.
Dann könnte es ja doch hinkommen, wenn man voraussetzt, dass der Altersunterschied zwischen Gloin und Balin in „The Hobbit“ schon recht gross war (was ja auch nicht direkt erwähnt wird).
Zudem lässt (im Film) das Balins Grab mit Inschrift in den Höhlen von Moria darauf schliessen, dass Balin schon vorher an Altersschwäche gestorben ist und nicht wie die anderen den Orcs zum Opfer gefallen ist.
Ich hab natuerlich keine Ahnung was in der deutschen Version
steht, wahrscheinlich sollte ich’s 'mal vergleichsweise
lesen…
Kann ich unbedingt empfehlen! Obwohl ich ein großer Fan der englischen Sprache bin, ist HdR das einzige mir bekannte Werk, bei dem ich die deutsche Übersetzung gelungener finde als das Original. Bei dem hatte ich doch eher das Gefühl, es handele sich um ein Kinderbuch (was es ja letzlich auch ursprünglich war).
Ja, das stimmt -
die deutsche Übersetzung (was für ein kleines Wort für so eine literarische Leistung) ist wirklich grandios gelungen. Keine Sekunde hatte ich das Gefühl, etwas „übersetztes“ zu lesen, denn der Übersetzer hielt sich stets im Hintergrund (keine Ahnung, wie ich´s besser ausdrücken soll). Und ich hab´ das Buch jetzt schon zwölf oder dreizehn mal gelesen - es bleibt so gut.
Weiterhin allen Lesenden eine schöne Lesereise,
Gruss, Joachim
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