2001-Odyssee im Weltall

Hallo,
wer kann mir den Sinn dieses Films erklären??? Habe ihn bereits ein paarmal angeschaut und finde ihn ganz faszinierend, aber leider muss ich gestehen, dass ich ihn nicht so recht verstehe!!!
Bin sehr gespannt auf Antwort
Danke
Antje

Hallo,

diese - fast schon klassische - Frage wird seit der Erstaufführung dieses Films gestellt und bleibt letztenendes unbeantwortbar. Vielleicht hilft dir dies weiter:

http://www.welt.de/daten/2001/02/22/0222kfi224433.htx

Gruss

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Hi,

wer kann mir den Sinn dieses Films erklären???

Ich finde durchaus, daß der Film eine logische Erklärung hat. Wenn man das Buch von Arthur A. Clarke liest, versteht man auch wesentlich mehr, als der SZ-Artikel preisgibt. Mir kommt es so vor, als hätte der Autor des Artikels das Buch nicht gelesen.

Die vier Teile des Films (und des Buchs) zeigen eine Entwicklung der Menschheit in 4 Zeitstufen auf, wobei die vierte noch in der Zukunft liegt. Die zugrundeliegende These: eine wie auch immer geartete außerirdische Intelligenz hat diese Entwicklung ausgelöst und verfolgt deren Fortgang.

Am Anfang kommt dieser Monolith auf die Erde und „befähigt“ die Urmenschen, so daß sie schlauer werden. Das ist der Anfang, die Entwicklung nimmt ihren Lauf.

Beim zweiten Teil entdecken die Menschen auf dem Mond etwas, das sie graben läßt: wieder ein Monolith. Bei Kontakt mit dem Sonnenlicht sendet dieser ein Signal in Richtung Jupiter: das zeigt den außerirdischen Initiatoren, daß die Menschen sich zumindest soweit entwickelt haben, daß sie auf den Mond kommen konnten.

Der dritte Teil, der meine Berufssparte unheimlich beeinflußt hat, steht nicht direkt im Zusammenhang mit der Entwicklung der Menschen, sondern mit dessen Versuch, selbst eine künstliche Intelligenz zu schaffen. Der Versuch mißlingt.

Im 4. teil wird dem nun soweit entwickelten Menschen die Möglichkeit geboten, Kontakt mit den Außerirdischen aufzunehmen. Das geht wieder mit einem Monolith als Pforte („Es ist voller Sterne!“). Vermutlich stirbt Dave dabei, überlebt aber als Geist oder was auch immer. Er findet sich wieder in einer seltsamen Atmosphäre, teils sehr vertraut, teils absolut fremd. Diese ist wiederum als Versuch der Außerirdischen zu werden, den Menschen Dave nicht zu sehr zu erschrecken. Aus den Fernsehsignale, die sie von der Erde empfangen konnten, haben die Außerirdischen eine traute Atmosphäre gebastelt. Da die Fernsehsignale meistens Filme oder Serien waren, gelingt da nur eine künstliche Studioatmosphäre.

Danach entwickelt sich Dave zu dem, was nach uns Menschen kommen soll. Da wir das nicht verstehen können, sind diese Bilder so surreal gehalten.

Das Buch endet genauso wie der erste Teil: am Anfang ist der Urmensch MoonWatcher, der seine neuen Fähigkeiten besitzt, und nicht genau weiß, was er damit anfangen möchte -„aber er würde es herausfinden.“ Der Übermensch am Ende steht auch etwas ratlos da - „aber er würde es herausfinden“.

Ich finde die Geschichte faszinierend!

Der Film ist m.E. um Längen besser als das Buch, auch wenn man das Buch gelesen haben sollte, um den Film zu verstehen. Was Kubrick filmisch schafft, wird von Clarke literarisch nicht annähernd erreicht.

Hoffe das hilft!

Schönen Gruß

J.

Hallo,

eine Erklärung habe ich zwar nicht, aber ich muss sagen, dass dieser Film beeindruckend ist, wenn auch völlig langweilig. Fand ich zumindest… hehe…

Daniel

Hallo!

Am Anfang kommt dieser Monolith auf die Erde und „befähigt“
die Urmenschen, so daß sie schlauer werden. Das ist der
Anfang, die Entwicklung nimmt ihren Lauf.

An die Evolution habe ich natürlich auch gedacht. Der Rest ist recht spannend.
Das Buch ist ab sofort auf dem Weihnachtswunschzettel von meinem Liebsten :smile:)

Hoffe das hilft!

Ja, auf jeden Fall, danke Dir!

Hä? (mit evtl. vorhandenem Mini-Spolier)
juhu!

Der dritte Teil, der meine Berufssparte unheimlich beeinflußt
hat, steht nicht direkt im Zusammenhang mit der Entwicklung
der Menschen, sondern mit dessen Versuch, selbst eine
künstliche Intelligenz zu schaffen. Der Versuch mißlingt.

Wieso meinst Du, daß der Versuch mißlungen ist? HAL war nicht nur intelligent genug, das Raumschiff selbst zu steuern und die Mission notfalls alleine zu beenden, er besaß auch genügend Intelligenz um eine Psychose zu entwickeln

winke, winke
Tim

Hi,

Wieso meinst Du, daß der Versuch mißlungen ist? HAL war nicht
nur intelligent genug, das Raumschiff selbst zu steuern und
die Mission notfalls alleine zu beenden, er besaß auch
genügend Intelligenz um eine Psychose zu entwickeln

Nun ja. Wir sind uns sicherlich einig darin, daß es nicht im Sinne des Erfinders ist, wenn der Computer alle Menschen massakriert. Also muß der Versuch als mißlungen betrachtet werden.

Das ist auch eine grundsätzliche Frage: können wir Intellektualität mit Intelligenz gleichsetzen, oder müssen wir auch andere Aspekte wie Moral, Mitgefühl, Emotionen mitberücksichtigen?

Gruß

J.

Gelehrtenstreit
Hi,

ich habe das „Glück“ mit mehreren Psychologen zu arbeiten, und wir hatten schon nette Diskussionen zum Thema Intelligenz :wink:

Generell kann man sagen, dass sich die Gelerten drüber streiten und das ganze in verschiedene Ebenen aufteilen.

Unter
http://www.google.de/search?q=cache:IHz9y0n1b_sC:vis…

gibts einen netten Artikel dazu. Auszug:

Definitionsversuche: 1916: Umfrage des Journal of Educational Psychologyan 14 berühmte Vertreter des Faches: Intelligenz beinhaltet -
(1) die Fähigkeit aus Erfahrungen zu lernen und -
(2) die Fähigkeit sich an die Umgebung anzupassen. (Frage: Lassen sich diese Aspekte auch auf die Definition der Intelligenz von Tieren generalisieren ? ) - Sternberg & Detterman (1986) Umfrage bei 24 kognitiven Psychologen : zusätzlich wurde noch genannt
(3) Metakognition(Kontrolle von Denkprozessen) Operationale Definition : Intelligenz ist das, was Intelligenztests messen.(Auf den ersten Blick eine zirkuläre (tautologische) Definition. Bei genauerer Analyse jedoch ein typisches Beispiel der Konstruktvalidierung in der Psychologie). Geschichte der Intelligenztests Francis Galton(19. Jhd, Vetter von Ch. Darwin, Erforschung der Vererbungs-Gesetzmässigkeiten, Entdecker des „Regressions“-Phänomens) „Mental tests“ als Messung einfacher Reaktionen in einem psychophysischen Kontext. Als man herausfand, dass diese Tests untereinander fast keine statistischen Korrelation aufwiesen, also offenbar verschiedene Dinge messen, erlosch das Interesse an Galtons Ansatz. Einflussreicher : Alfred Binet& Theodosius SimonAusgehend vom pädagogischen Vergleich von begabten Kindern mit geistig zurückgebliebenen derselben Altersstufe entwickelten sie Altersnormen für bestimmte Testaufgaben. „Mental age“ (=Intelligenzalter)Beschreibung der Intelligenz einer Person anhand der Aufgaben, die von Kindern einer bestimmten Altersgruppe gelöst werden können.

Gruss,

herb

3001-Die letzte Odyssee
In diesem Buch verrät Arthur C. Clarke was es mit den Monolithen auf sich hat. Der Roman reißt einen zwar auch nicht vom Hocker, aber wenn man ihn gelesen hat wird 2001 verständlicher.

Hi,
Bei SPIEGEL Online gibt es eine Artikelserie darüber:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltraum/0,1518,k…

Gruß

J.