Hallo,
ich habe die Sendung nicht gesehen, könnte mir aber vorstellen, dass es sich um den sogenannten Shutter-Effekt gehandelt hat. Dieser Effekt kann bei Aufnahmen von sich schnell bewegenden Objekten auftreten, die mit elekronischen Kameras gemacht wurden.
Normalerweise wird der CCD-Chip bei Videokameras 1/50 Sekunde lang belichtet und dann ausgelesen. Da CCD's recht lichtempfindlich sind, wäre der Sensor bei größeren Beleuchtungsstärken - wie im Studio üblich - schnell überbelichtet und das Ausgangssignal unbrauchbar. Es muss also entweder die Lichtmenge zum Sensor durch eine Blende im Objektiv reduziert werden, oder die Belichtungszeit des Sensors muss mit einem elektronischen Verschluss verkürzt werden. Die zweite Lösung ist billiger und kann die effektive Belichtungszeit des CCD's auf bis zu 1/100000 Sekunde verkürzen.
Vorteil dieser Technik ist, dass auch schnell bewegte Objekte durch die kurze Belichtungszeit sauber dargestellt werden. Nachteil ist der durch die Trennschärfe der 25 Vollbilder pro Sekunde entstehende Eindruck des Ruckelns. Umgangen wird dieses Problem zumeist durch Einsatz von teureren Objektiven mit Autoirisblende. Daher ist dieses Phänomen mittlerweile eigentlich eher selten zu beobachten.