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Re^3: The Green Mile
Hi Stefan,
was ich meine ist für viele vielleicht typisch amerikanisches Klischeedenken, ich denke aber es sagt viel über King aus.
King benutzt für durchaus komplizierte Zusammenhänge und Tatsachen oftmals verblüffend einfache Bilder.
Am meisten beindruckt hat mich die Tatsache, das Coffey, nachdem er die Frau des Gefängnisdirektors von ihrem Leiden befreit hat, dieses über den Wärter in den eigentlichen Täter transferiert hat.
Dieses Übel wurde ja als eine Art Asche dargestellt (obwohl es ja zunächst wie Fliegen aussah), also einer alltäglichen, wenn auch unangenehmen Sache.
Asche, als Abfallprodukt und unangenehmer Stoff steht also hier für Krankheit/Übel/Leid und wird sehr einfach und plastisch dargestellt.
Die Idee Coffey dann als Gerechtigkeit herstellenden GEfangenen einzusetzen, indem er den Verstand unseres Freundes mit dem Schlagstock vernebelt und ihn dazu benutzt, den wahren Täter zu richten finde ich schon ziemlich gut.
Das ist für mich auch die wichtigste Szene des Films.
Davon abgesehen geht es bei King in jedem seiner Bücher, das ich kenne um die (wie ich vermute persönlich bedingte) Verarbeitung des Motivs "alt - allein".
Vielleicht ist das ja auch eine der Ängste Kings, dennwie gesagt, in jedem Buch Kings das ich kenne ist das eines der wichtigsten Motive, so wie auch in der "GM", in der Hanks ja auch seine Freunde und seine Familie hinter sich lassen muss und letztendlich zu einem zumindest sehr langen Leben verdammt ist - ohne Menschen, die einen begleiten sicherlich nicht unbedingt die allerbeste Vorstellung.
Das sind so ein paar Kleinigkeiten, die mir ganz gut gefallen haben.
Reicht das mal für den Anfang? :-)
Grüsse
Uwe