Hi Jens!
Sorry, dass ich den Ton anschneiden musste, aber es kam einfach ueber mich. Danke erstmal fuer Deine Antwort!
Da der Ton ja insgesamt sehr locker ist (Stickwort
*KOTZBRECH…"), werde ich auch mal mitmischen: Es kam die -
recht sachliche - Frage der Zielgruppe auf: Wer zum Teufel ist
die Zielgruppe, die unter der Woche spätnachts lange Filme
gucken soll?
Die einzigen, die mir einfallen, sind die Arbeitslosen, die am
nächsten Morgen nicht rausmüssen. Was dem ZDF theoretisch
knapp 5 Millionen Zuschauer brächte und auch die ,gar nicht so
raren’ Zahlen erklären würde.
Jetzt muesste man natuerlich das Profil der Arbeitslosen ausarbeiten und weiterdefinieren, denn Arbeitsloser nicht gleich Arbeitsloser. Ein Arbeitsloser aus den unteren bis hin zu den mittleren Schichten waere WAHRSCHEINLICH NICHT UNBEDINGT gluecklicher ueber „Big Brother“ oder „Oliver Geissen“.
OK, das ist nicht fair.
Ich sehe schon, dass das Programm des ZDF auf eine bestimmte
Zielgruppe zugeschnitten ist … ist ja nichts schlimmes bei.
Schließlich haben wir so viele Fernsehsender, dass fast immer
für jeden Geschmack etwas läuft.
Naja, von 60 Programmen, die ich empfange gucke ich hoechstens 3. Und die 3 sind immer noch wie 'ne Standleitung zur Toilette. Den ganzen
Tag nur Scheisse.
Der Punkt über den ich mich ärgere, ist nach wie vor die
nächtliche Zeit, zu der dann Filme gezeigt werden, die etwas
aus dem Schema ausbrechen.
Die Ausstrahlungslizenze für ,große’ Filme (dazu später) sind
meist so gewaltig, dass es sinnvoller wäre, sie zu einer Zeit
zu zeigen, zu der man ein möglichst großes Publikum erreichen
könnte.
Hardcores finden diese Filme und nehmen sie sich auf. Quoten bringen in dem Fall nix, weil man eh keine Werbung macht. Also einfach anbieten und abwarten.
Gingerbread Man hab’ ich nicht gesehen, keine Ahnung.
Ich bi wirklich kein Verteidiger der offentlich-rechtlichen
Geldrauswerfer, aber wenn es eine gute Sendung oder einen
guten Film gibt, ist mir der Sender oder dessen ,Image’ völlig
wurscht.
Das Image eines Senders ist auch egal, aber wenn der Unterhaltungswert auch gleich null ist, dann kann ich mir den Spass auch sparen.
Wie schon gesagt: Geschmackssache.
*KOTZWÜRGBRECH* halte ich da für keinen guten
Diskussionsbeitrag. *grins*
Ich habe den Film selbst nicht sehen können, aber die Idee im
Jahre 19irgendwas eine Handvoll Knackis auf Homers Odyssee zu
schicken, ist reizvoll, die Coens liefern Filme ab, die immer
einen Blick wert sind und George Clooney lohnt auch meistens
das einschalten.
Ich LIEBE George Clooney, aber was der Mann mir mit dem Film angetan hat, werde ich ihm nicht verzeihen. OK, da Du „KOTZWUERGHBRECH“ nicht akzeptieren moechtest nochmal von vorne. Du hast den Film noch gar nicht gesehen und NIMMST AN, dass er gut ist. Tu so etwas niemals. Damit hab’ ich mich mittlerweile so oft auf die Fresse gelegt. Nee lass mal. Der Film ist an Langeweile kaum noch zu ueberbieten, denn es passiert einfach nichts. Die drei rennen durch die Gegend, sprechen mit ihrem Suedstaaten Akzent und es passiert nix. Lustig ist der Film allenfalls im Drehbuch und die gewollte Farbgebung (Zeit der Depression) in tristem Ton ist extremst ermuedend fuer das Auge. Zur Dramaturgie kann ich nicht so viel sagen, da ich den Film nie zu Ende gesehen hab’, wenn der Hoehepunkt sich aber direkt nach meinem Ausschalten verbergen soll, dann weiss ich nicht wie schnell der Uebergang dahin funktionieren soll. Reicht das als Antwort oder muss ich noch mehr ins Eingemachte gehen?
ABSOLUTER BLOCKBUSTER.
Die Qualität eines Films hat nichts mit dem Einspielergebnis
zu tun.
Nicht unbedingt. Aber ein wirklich guter Film erreicht meiner Meinung nach IMMER ein gutes Einspielergebnis. Lassen wir die Produktionskosten aus dem Spiel. $32Mil ist lachhaft.
Sicher hat der Film kein so breites Publikum erreicht, wie für
die Produzenten wünschenswert gewesen wäre, aber ich denke,
die ihn gesehen haben, und nicht unbedingt darauf warteten,
dass Jim Carrey mit dem Hintern spricht, waren nicht
enttäuscht.
Ich frage mich was denn wuenschenswert gewesen waere. Der Film war mit $52Mil an Produktionskosten nicht mehr das, was man als typischen Low-Budgte Movie bezeichnen wuerde und ich gehe doch sehr stark davon aus, dass sich die Produzenten einiges mehr von dem Film erhofft hatten. Zum Vergleich hat „How to lose a guy in 10 days“ $50Mil gekostet, „Maid in Manhattan“ sogar $55Mil. Beide haben in etwa das Doppelte eingespielt. Das ist so die Groessenordnung die angepeilt wird bei derartigen Produktionssummen.
Knaller ist vielleicht nicht der richtige Begriff, aber ich
bin der Überzeugung, dass die Filme - zu einer erträglicheren
Zeit ausgestrahlt - ein größeres Publikum (unter anderem mich
*gg*) gefunden hätten.
Das vielleicht, aber nur weil mehr potentielle Gucker vor der Glotze haengen. Das macht die Filme aber nicht besser.
Und wie Du schon sagst, über die ,schlechtesten Filme’ soll
man besser nicht streiten. Ich würde in diese Rubrik eher
„Scary Movie 2“, „The Tuxedo“ (bin ein Fan von Jackie Chan,
aber dieser Film passt so gar nicht zu ihm) und „Battleship
Earth“ stecken. Und selbstverständlich „Triple X“ … der ist
so grottenschlecht … und hat trotzdem Kohle bis zum abwinken
eingespielt.
Okok, da koennen wir uns jetzt totdiskutieren. Trotzdem ein Wort zu den jeweiligen Filmen. „Scary Movie 2“ ist 'ne Parodie in sofern man mag es oder man hasst es. „The Tuxedo“ war ok. Sicher nicht aus Martial Arts Sicht. Kategorie: kann man gucken, muss man aber nicht. Triple xXx einfach nur geil, wenn auch weitestgehend story-, sinn- und inhaltsfrei. Gehoert aber ebenfalls in die Kategorie entweder man mag flache, banale Actionspektakel oder man findet sie allesamt einfach uebertrieben.
TapouT