Hi Noel!
Ich hatte erwartet, daß es wenigstens zu
einem guten Ende gekommen wäre. Nein, das
ende fand ich nicht gut.
Meinst Du ein klassisches „Happy End“? Das fände ich im Gegenteil sehr unbefriedigend. „Gutes Ende“ im Sinne von „stimmig“ mag ein Kriterium sein, aber dann war es sehr wohl ein „gutes Ende“, finde ich.
Es gab interessante, komische,
inspirierende Momente im Film, aber die
paßten einfach nicht zusammen, so als
wolle man vier verschiedene Puzzles
zusammensetzen.
Dieser Film spielt natürlich mit einer Menge von Versatzstücken und damit auch mit den Erwartungen der Zuschauer. Da gibt es Elemente, die aus diesen unsäglichen Teeniekomödien stammen könnte, Screwball-Elemente, dann gibt es aber auch wieder Passagen, in denen es plötzlich sehr, sehr ernst wird, wenn eine Person einfach nur „nackt“ da steht, wenn die Fassade bröckelt - ich fand das sehr anrührend. Mag aber am Alter (an meinem) liegen…
Aber besonders diese
pseudo-philosophischen Aussagen von dem
Drogen Dealer (!!!) die nur dann Sinn
machten wenn man nicht darüber nachdenkt,
fand ich besonders ärgerlich.
Vielleicht ist der Anspruch verfehlt, daß jede Person in einem solchen Film in ihren Äußerungen eine Botschaft übermitteln sollte…
Aber gut, jedem das eine, es gibt ja auch
Leute die den Englischen Patienten mögen.
Mein Lieblingsfilm 1999 ist Matrix, da
paßt einfach alles.
Einspruch, Euer Ehren! Ich fand den Film auch durchaus unterhaltsam, aber mehr auch nicht. Insbesondere, was die besagte „Stimmigkeit“ angeht, darf man da dann doch nicht so genau hinsehen, wenn man nicht ganz übles Bauchweh bekommen will. Aber das macht ja auch nichts, es hat mich nicht weiter gestört.
Der beste Film den
ich je gesehen habe, ist Schindlers
Liste. Emotionalster Film, Kolya,
Tschechien, bester ausländischer Film
1998(?) oder 1997.
Die Geschichte von dem tschechischen Musiker und dem russischen Jungen? Nett!
Das waren jetzt ja alles Filme, die man vielleicht als „hoffnungsvoll“ bezeichnen könnte, in dem Sinne, daß schließlich das Gute (im Menschen) zumindest einen Teilsieg erringt. Ist Dir „American Beauty“ vielleicht einfach zu pessimistisch, zu wenig (lebens-) bejahend?
Gruß
Michael