Hallo,
ich möchte ein ganz allgemeines Thema zur Sprache bringen. Als Österreicher wächst man ja quasi mit Synchronisationen auf. Im Kino, im Fernsehen, sogar auf PayTV-Kanälen herrscht Synchronisation vor. Seitdem ich in Israel lebe, ist natürlich Schluß damit. Ich *kann* natürlich immer noch synchronisierte Filme sehen (Satellit, Emule), aber dann eben nur im einsamen Kämmerchen, was auch nicht der Bringer ist. Also sehe ich seit 3 Jahren alles nur mehr Englisch. Jetzt bin ich mal wieder in österreichischen Landen und habe sozusagen die Auswahl. In den letzten Tagen habe ich extrem viele Filme geguckt (Feiertage und Kranksein… diese Mischung…!). Oft hab ich auch beide Versionen gesehen. Synchronisiertes Kino ist ja so bequem. Man braucht nicht genau zuzuhören, es plätschert so dahin. Aber jedesmal habe ich mich hinterher geärgert, wenn ich dann die echte Version gesehen habe. Die Stimmung ist stärker, die Schauspielerei authentischer, Wortspiele tauchen plötzlich auf, die vorher nicht da waren, und so tolle Sätze wie „Bevor was?“ stoßen einem ungut auf. Klar ist Originalsprache anstrengender. Man muß zuhören. Ich benutze meistens Kopfhörer. Ab und zu entwischt einem ein unbekanntes Wort. Passiert. Aber im Endeffekt finde ich Synchronisation eine Vergewaltigung des Films. Was denkt ihr darüber?
Viele Grüße
datafox

