28 days / SPOILER
Hallo Julia,
„28 days later“ ist ein großartiger Film aus England. Insofern auch frei von Hollywood-Klischees. Dabei ist das eine thematische Umsetzung der klassischen italienischen Zombie-Filme der 80er. Allerdings eine sehr gelungene.
Ausserdem tun sich bei mir tausend fragen über den Film auf,
erstens, was hatte
dieser Affe zu bedeuten, der an den Kabeln angeschlossen war.
Ein Film ist nicht immer völlig logisch. Es soll oft auch nur Athmosphäre geschaffen werden. Der Virus wurde in einem Labor erzeugt und an Affen getestet. Ein Affe war an eine Art EEG zur Messung der Hinrströme angeschlossen. Ihm wurde per Video verschiedene Gewaltszenen gezeigt. Eine Erklärung wäre, daß die Wissenschaftler wissen wollten, welche Gehirnregionen aktiv sind, wenn man Gewalt konsumiert.
Von was ernähren sich die Infizierten? Menschenfleisch kanns
ja nicht sein, weil sich die gebissenen innerhalb von Sekunden ja
auch verwandeln.
Die Infizierten konnten sich nicht ernähren. Insofern hat sich das Problem eben von alleine erledigt. Die Infizierten sind regelrecht verhungert. Trotzdem hatten sie natürlich eine Gier auf Fleisch. Denke mal an die flüchtenden Ratten im Tunnel. Es gibt noch viele weitere unlogische Szenen im Film. Auch die Reaktionszeit auf die Infektion war unterschiedlich, wenn man die Metamorphosen in der ersten Hälfte des Films mit der zum Ende des Films vergleicht. Aber das macht eigentlich nichts. Man erlebt den Film sehr stark aus der Perspektive des Hauptdarstellers und der hat eben selbst viele Fragen. Das macht ihn auch so spannend.
Und ist die Infektion jetzt auch ausserhalb von england aufgetreten
oder nicht?
Das gehört eben auch zum Film. Man kann nur vermuten. Alles ist geheimnisvoll. Gibt es noch Überlebende? Man kann aber vermuten, daß fast ganz England ausgerottet war, es anderswo nicht viel anders war, aber man vermutlich schneller die Infizierten bekämpfen konnte. In England gab es keine Radiosendungen mehr. Auch keine sonstigen europäischen Radiosendungen auf Mittelwelle. Die Militärmaschine am Ende des Films, die die Überlebenden findet, hat zwei weiße Punkte auf den Flügeln. Ich weiß nicht, für welches Land diese Symbole stehen.
Wie gesagt, es beschäftigt mich richtig.
Wem ging es ähnlich, wer hatte keine Angst?
Es war ein toller Film, der den Zuschauer sehr mitnimmt. Man durchlebt die Athmospähre des Films aufgrund der Erzählweise und der realistischen Darstellungen. Einer der besten Horrorfilme in den letzten Jahren! Aber eben nur ein Film, Julia! Freu dich daran, daß dich Schauspieler, Drehbuch, Soundtrack, etc. so fesseln konnten. Es gibt so viele schlechte Filme 
Gruß,
K.