habe mir vor ein paar Tagen etwa die Hälfte des Steifens „Once upon a time in Mexico“ angetan. Selten habe ich einen Film mit Starbesetzung (Johnny Depp, Antonio Banderas, Mickey Rourke, Enrique Iglesias) als so grottentief schlecht empfunden wie diesen. Die Titel-Anspielung auf Sergio Leones „Unce upon a time in the West“ ist eine Anmaßung sondergleichen, eine Frechheit, den mit diesem Klassiker kann sich das Machwerk nun wirklich überhaupt nicht vergleichen, auch wenn es das offenbar möchte. In „Once upon a time in Mexico“ ist die Handlung abstrus, konfus und es gibt jede Menge Tote, wobei, analog zur Starbesetzung, die neuesten Tricktechniken, wie „Bullet-Time“ etc. eingesetzt werden. Der Film ist was die Action betrifft auf Indiana-Jones-Niveau zusammengeschustert und folgt konsequent dem Motto: Möglichst viele Stars, möglichst viel Action mit modernen Tricks und möglichst viele Tote. Der Hintergrund bleibt schleierhaft, man fragt sich, was haben diese Stars in diesem Film verloren. Sie agieren wie sich selbst deklassierende Provinzschauspieler in einem schlechten B-Movie. Als Zuschauer wird man beim Betrachten des Streifens zweifelsohne daran erinnert, daß man mit seiner Zeit wahrlich Besseres anfangen kann, als sich derartigen Schwachsinn reinzuziehen.
Man sollte halt bedenken, dass der Film von Tarantino ist und da weiß man doch, was einen erwartet.
Der Film ist ja quasi als 3.Teil der „El Mariachi-Reihe“ gedacht und so kommts auch rüber.
Und zum Thema Starbesetzung 2 Alternativen:
Bei Q.Tarantino stehen die sog.Stars ja desöfteren mal Schlange um in seinen Filmen mitspieln zu „dürfen“, siehe Pulp Fiction
oder
Herr Iglesias ist für mich kein Star und schon mal garnicht als Schauspieler und Mickey Rourke hat doch auch vor 20 Jahren seinen letzten erfolgreichen Film gedreht. Also ist die Besetzung schon gar nicht mehr so toll. Banderas hat in „Desperado (Teil 2)“ auch schon die Titelrolle gespielt, Salma Hayek war auch schon dabei, genau so wie Steve Buscemi und Cheech Marin, also alles alte, bewährte Charaktere.
Der einzige neue und zugegeben auch Star ist Johnny Depp und der hat meiner Meinung nach schon in schlechteren Filmen mitgespielt.
Alles in allem ist das, wie mit anderen Dingen auch, Geschmackssache.
In diesem Sinne
Frohe Ostern
Jörg
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Ich kann mir keine wirkliche Meinung erlauben, da ich den Film nicht gesehen habe, aber eine Gegenfrage sei erlaubt: Hast Du den Trailer gesehen? Der hat mich nämlich schon so abgeschreckt, das ein Anschauen des Films für mich nicht in Frage kam. Stattdessen habe ich mir heute übrigens den überaus empfehlenswerten „Starsky&Hutch“ angesehen.
Nun aber:
Selten habe ich einen Film mit
Starbesetzung (Johnny Depp, Antonio Banderas, Mickey Rourke,
Enrique Iglesias) als so grottentief schlecht empfunden wie
diesen.
Oha! Dass stachelt mich ja gleich zu mehreren Fragen auf:
Wieso bezeichnest Du diese abgehalfterten B-Klasse Darsteller (Johnny Depp ausgenommen) bzw. den Möchtegern Sänger als Stars?
War das echt der erste grottenschlechte Film mit Starbesetzung, den Du gesehen hast? Alleine im letzten Jahr könnte ich Dir bestimmt aus dem Stehgreif 5 davon aufzählen!
Die Titel-Anspielung auf Sergio Leones „Unce upon a
time in the West“ ist eine Anmaßung sondergleichen,
Das sehe ich nun wieder nicht so kritisch. Protzen kann jeder und eine solche Protzerei wie hier(!) ist doch eher hilfreich: So einen Film gucke ich bestimmt nicht an.
Der Film ist was die
Action betrifft auf Indiana-Jones-Niveau zusammengeschustert
und folgt konsequent dem Motto: Möglichst viele Stars,
möglichst viel Action mit modernen Tricks und möglichst viele
Tote.
In anderen Worten: Er folgt dem bereits hinlänglich bekannten Schema F, dass irgendwann Anfang der 90er über uns hergebrochen ist und uns seit dem nicht mehr los läßt. Ich erinnere mich noch gut: Con Air, Face Off, Terminator 2, das sind Meilensteine auf dem Abstieg der Filmkunst! Jetzt hat sich eben ein weiteres Machwerk dazugesellt.
Ich fand ihn nicht schlecht.
Wenn man sich mit ein paar Hintergrundinfos zum Film versorgt dann
wird das Ganze wesentlich interessanter.
Der Film ist mehr oder weniger ein Versuch Digitale Filmkameras bis
zum Erbrechen zu testen-und das hat Rodriguez gemacht.
Natürlich hat er keine Story; die Sequenzen sind einfach irgendwie
zusammengeflickt-aber man merkt wieviel Spass der Regisseur mit
seinem neuen Spielzeug hat.