In der Sitcom „The King of Queens“ ist ein Pärchen das mit ihrem Opa zusammen lebt. Der Opa wird meiner Meinung nach als volltrottel hin gestellt… Wobei man ja bedenken muß, das es eine Comedy Sitcom ist…
Meine Frage ist daher, wie alte Menschen in den Medien hingestellt werden… Und ob sich die Ältere damit identifizieren können? Glaube eher nicht. Denn in der Serie hat der Opa sogar eine junge Frau also einen eigenen „Babysitter“ welcher mit ihm Spazieren geht und sich mit ihm beschäftigt… Schon komisch.
danke für eure Meinung.
Ricky
Der Opa heißt Arthur Spooner …
… und ist der Vater von Carrie Heffernan.
Er wird von Jerry Stiller gespielt, der übrigens nebenbei der Vater des Schauspielers Ben Stiller ist.
Jerry Stiller spielte in einigen Episoden bei Seinfeld den Vater von George Costanza - und das ähnlich stur und penetrant.
Die angebliche „Babysitterin“ ist in der Serie eine Hundesitterin mit Namens Holly Shumpert (gespielt von Nicole Sullivan, auch bekannt aus MAD TV).
Meine Meinung ?
Sei mir nicht böse, aber meiner Meinung nach sollte man zumindest etwas über eine Serie und dessen Rollen wissen, bevor man eine moralische Diskussion darüber führen möchte.
Nichts für ungut.
Gruß
Christian
Hi!
Keine Ahnung, aber eins frag ich mich:
Wieso bezeichnest du diesen älteren Herrn als „Opa“?
-
Ist es nicht der „Opa“ in der Serie, sondern der „Vater“ bzw. „Schwiegervater“
-
wäre die korrekte Bezeichnung eher Großvater, es sei denn, es handelt sich dabei um deinen eigenen Großvater, dem ja häufiger der Kosename „Opa“ gegeben wird.
Einen fremden, älteren Menschen als Opa zu titulieren, erst recht wenn das noch nicht einmal stimmt - nun, unter diesem Aspekt kann ich deine Frage folgendermaßen beantworten:
Ja, anscheinend _kann_ die Würde eines älteren Mitmenschen durch Medien herabgesetzt werden.
Gruß,
Sharon
P.S: Will hier keinen persönlich angreifen, es sollte nur ein allgemeines Statement von mir sein, da es so einige gibt, die ältere Menschen dauernd als „Opi“ oder „Oma“ titulieren.
P.P.S.: Im Grunde genommen kann und wird sicherlich fast jede Bevölkerungsgruppe in den Medien „unglücklich“ dargestellt werden. Auch Kinder werden manchmal als dämliche Gören dargestellt, wo sie doch auch manchmal recht pfiffig sein können 
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
danke,
aber mir gehts mehr oder weniger darum:
ich muß / darf einen Vortrag über Alte Menschen in den Medien halten. Und da ist mir als Koq Fan gleich meine Lieblingsserie eingefallen…
wollte nur wissen, wie der Arthur, bzw in welches licht er gerückt wird, ohne über die Serie negativ zu reden, um gottes willen… *g*
Danke Ricky
Hi Ricky!
Ich finde Arthur wird überhaupt nicht als Volltrottel hingestellt. Wenn man bedenkt, welche Ausbildung und Berufe er hatte, dann ist die ihm zugemessene Intelligenz und Bildung okay.
Dazu kommt dann eben noch ein cholerischer, hinterhältiger Charakter und eine gewisse beginnende Senilität.
Alles in alle erinnert er mich aber fatal an meinen eigenen Dad 
Dieses Rumgebrülle, der latente Verfolgungswahn, das Tyrannisieren einer ganzen Familie…
Ich denke, viele Leute erkennen darin einen Elternteil wieder und deshalb erzielt diese Figur auch eine sehr komische Wirkung.
Und wenn ich an Holly, die „Arthur-Sitterin“ denke, fällt mir sofort meine Oma ein, die sich in ihren letzten Lebensjahren eine Gesellschafterin „mietete“, also auch ein junges Mädchen, das sich mit ihr unterhalten bzw. ihr zuhören und ihr Gesellschaft leisten sollte. So weit hergeholt ist das also gar nicht :o)
Viele Grüße
Silke
Hi,
aber mir gehts mehr oder weniger darum:
ich muß / darf einen Vortrag über Alte Menschen in den Medien
halten. Und da ist mir als Koq Fan gleich meine Lieblingsserie
eingefallen…
wollte nur wissen, wie der Arthur, bzw in welches licht er
gerückt wird, ohne über die Serie negativ zu reden, um gottes
willen… *g*
Du darfst natürlich hier auch solche Fragen stellen.
Ich möchte niemandem das Recht absprechen, hier seine Meinung kudn zu tun.
Mich verwundert es nur, dass Du die Rolle des Arthur als „Opa“ umschrieben hast - das es doch Deine Lieblingsserie ist.
Ich halte halt auch die Hintergründe der Serien, besonders warum und von wem sie entstanden sind.
Da tragen auch die Schauspieler ihren Teil dazu bei wie die Figuren dargestellt werden.
Und Jerry Stiller hat anscheinend einen Hang dazu, sich auf diese Weise darzustellen - wie eben auch schon in Seinfeld.
Gott sei Dank repräsentiert er nicht den alltäglichen Rentner - wer will schon so einen Menschen zu hause im Keller leben haben.
Arthur stellt ja eher das (Sorgen-?)„Kind“ der Familie dar:
- lebt im Keller
- lebt auf Kosten der Familie
- usw.
So lassen sich so einige Parallelen finden.
Zum Thema „alte Menschen in Medien“ würde ich deutsche Familienserien mal näher betrachten. Da spielen ja auch eine Menge älterer Schauspieler mit.
Ob eine amerikanische Sitcom dafür repräsentativ ist, weiss ich nicht.
Gruß und viel Erfolg
Christian
Hallo,
ich werde jetzt nicht auch noch auf dir rumhacken wie „unglücklich“ du dich ausgedrückt hast. Ich nehme einfach an, du wolltest es so schreiben, dass auch Leute, die die Serie nicht kennen dazu eine Meinung bilden können.
Zur Sache:
Im Allgemeinen finde ich nicht, dass Senioren in den Medien falsch dargestellt werden. Mir würde auf Anhieb auch keine andere Serie einfallen in der ein älterer Mensch auf diese Art und Weise dargestellt wird.
Ich denke es kommt immer drauf an, wie empfänglich man für sowas ist.
Nimm drei Gruppen und zeige Ihnen den gleichen Film. Bspw. einen Nazi-Film. Diejenigen, die selbst Nazis sind werden den Film mit ganz anderen Augen sehen als diejenigen, die dem ganzen neutral gegenüber eingestellt sind oder eben diejenigen, die es massiv verurteilen.
Das gleiche gilt hier: Leute, die der älteren Generation gegenüber negativ eingestellt sind werden denken Arthur ist genau richtig dargestellt. Leute, die sehr viel von den älteren Semestern halten (oder vielleicht selbst schon dazugehören) könnten sich vielleicht angegriffen fühlen. Leute, die dem ganzen neutral gegenüberstehen werden da kaum etwas dran verwerflich finden.
Ich habe keine Vorurteile gegenüber älteren Menschen und schließe nicht aus der Rolle „Arthur“ auf alle Senioren. Es ist eine Rolle, das trifft nicht auf alle Menschen zu. Genausowenig wie alle Männer beim Paketdienst arbeiten und nur ans Essen denken wie Doug. Btw wird Doug als ziemlich trottelig dargestellt - dagegen sagst du nichts?
Die grundsätzliche Einstellung einer „Gruppe“ einer anderen gegenüber wird m. E. nicht durch soetwas geprägt, Rollen in Filmen / Serien können eigentlich nur Vorurteile schüren, die vorher schon vorhanden waren.
LG Timi
Hi,
du hast nun wahrscheinlich zum ersten mal KING OF QUEENS gesehn und richtig erkannt, daß es sich um eine sitcom handelt.
Damit ist auch schon alles erklärt.
Natürlich hätte man auch ne familie mit nem vorlauten sohn alá DENNIS THE MENACE nehmen können. Hat man aber nicht, dennoch ist Arthur Dennis’ pendant.
Ich würde mich lieber darüber aufregen, wie senioren in der werbung z.b. dargestellt werden usw. Aber in einer SITCOM???
Außerdem muss ich sagen, daß ich niemanden kenne, der KOQ wegen Deacon schaut. In wirklichkeit wollen alle arthur (jerry stiller) sehen, der in den usa ein schon legendärer comedian war, als die serie startete.
Also, alles in allem finde ich deine sorgen um die älteren bewundernswert; du hast dir hier ab das falscheste beispiel ausgesucht, das man überhaupt wählen konnte.
Ich kenne auch keine blonde feministin, die sich wegen Poebe aufgeregt hätte…
LG Alex:smile:
mit was vergleichst du?
Hallo Ricky,
ich glaube (wie einige andere auch), dass du deine
Untersuchung ueber die Darstellungen von alten Menschen
in den Medien hier am untauglichen Objekt versuchst.
Du solltest nicht eine amerikanische Sitcom mit dem
realen (amerikanischen oder deutschen) Leben vergleichen,
sondern mit anderen Sitcoms.
Es gab eine ganze Reihe Sitcoms, in der eine alleinstehende
Mutter (geschieden oder verwitwet) mit ihrem Vater oder
Schwiegervater zusammenlebt, manchmal auch mit beiden
Eltern - der „Opa“ wurde da immer, als leicht grantiger,
aber im Grunde weiser alter Mann dargestellt, der den Kindern
eine Art Ersatzvater sein kann und auch der Tochter mit Rat
und Tag und Lebensweisheit zur Seite steht. Diese Reihe
von Sitcoms (ich hab keine Titel im Kopf, aber von diesen
gab’s mehrere Anfang und Mitte der 90er Jahre). Inzwischen wurden
diese weichgespuelten alten Maenner von den wirklichen
Raubeinen wie Jerry Stiller, der Vater in „That 70ies show“,
und dem Vater in „Everybody loves Raymond“ abgeloest" (tut
mir leid, ich kenne nur die englischen Titel).
Baerbeisig und nervig ist zur Zeit in. Und da es sich um
Sitcoms handelt, muss natuerlich dem ganzen irgendwie Humor
abgewonnen werden.
Gruesse
Elke
PS: Interessanter finde ich fuer dein Thema z.B. dass in England
eine grosse Bild-Reklame-Serie angelaufen ist, in der alte Frauen
fuer die Seife „dove“ Reklame machen - die aelteste soll 97 sein
und sieht echt fit aus (ich hab leider noch kein Bild davon im
Netz gefunden)
(die aelteste ist
Meinst Du etwa KLIMBIM?
Hi Elke,
auf die Analyse des militanten Opa wäre ich sehr gespannt. 
PS: Interessanter finde ich fuer dein Thema z.B. dass in
England
eine grosse Bild-Reklame-Serie angelaufen ist, in der alte
Frauen
fuer die Seife „dove“ Reklame machen - die aelteste soll 97
sein
und sieht echt fit aus
He, ich benutze auch Dove!?!?!?!
*erschreck*
Gruß
Chris
Moin!
Hi,
…
Außerdem muss ich sagen, daß ich niemanden kenne, der KOQ
wegen Deacon schaut. In wirklichkeit wollen alle arthur (jerry
stiller) sehen,
Na, dann doch eher Doug. 
Aber Arthur ist natürlich auch klasse.
LG Alex:smile:
Gruß Gerrit