Gleichklang
Hallo Anwar,
ich sehe, du beherrscht das Grundwissen BWl. Nur in der detailansicht scheinen wir etwas auseinanderzuliegen.
Hier machst Du den Denkfehler.
Fest steht der Kaufpreis Z. Der Gesamterlös
(=Werbeeinnahmen+Merchandising) sei E. E ist eine Funktion der
Einschaltquote der werberelevanten Zielgruppe.
Der Gewinn G ergibt sich aus
G = E - Z - Y
Da komm ich jetzt nicht ganz mit. Meinst Du vielleicht G = E -
(Z-Y)?
nö, mal in Worten: Der Gewinn ergibt sich aus den Einnahmen abzüglichprodukt(ions)kosten Z und Kosten für Marketing.
Ich würde einfach mal folgende Gleichung vorschlagen G = E(Q)
Und die Kosten für das Marketing werden in E(q) mit einbezogen ?
Jetzt das Problem: Leider ist der Grenznutzen der Werbung über
eine weite Strecke der Funktion höher, als der Grenznutzen der
Qualität (dies scheint in vielen Bereichen, nicht nur bei
Filmen, so zu sein). Da es eben solche BWL’er gibt, die das
alles wunderbar erforscht haben, macht niemand mehr den Fehler
in die Qualität zu investieren. Diese wird vielmehr auf einem
Minimalniveau gehalten, der Rest eben in die Werbung
investiert (wegen des höheren Grenznutzens).
Dieses Problem ist ein psychiol. Problem (Stichwort: Propaganda).
Mal eine Gegenfrage: Wenn warst Du das letzte mal in einem Kinofilm, der nicht im TV beworben wurde ?
Auch das Argument die Produktionskosten seien ja schon fix,
wenn die Serie für den deutschen Markt gekauft wird, bringt
nichts:
Doch, wenn man der Meinung ist für 100.000 EUR (Z) + 200.000 EUR (Y) einen Erlös von 800.000 EUR (E) und einen Gewinn von 500.000 EUR (G) zu machen wird man eher zugreifen, als bei einer Serie, wo man mit 500.000 EUR (Z) + 400.000 EUR (Y) einen Erlös von 1.000.000 EUR (E) und einen Gewinn von 100.000 EUR (G) macht. ABer häufigt ist der Spatz in der Hand (lief in den USA super) lieber als die Taube auf dem Dach (geile Serie, passt nach Europa)
Auch hier haben die Sender wieder die Auswahl …
ACK !
So, das war die etwas längere, aber genauso traurige Version.
Ja, nobel geht die Welt zugrunde
Ciao maxet.