Nervt mich jetzt schon, Desperate Housewives

Hallo

boah, wird das wieder so ein Sex and the City ähnlicher Wahnsinn?
Die Serie läuft noch nicht einmal und wir haben jetzt in 2 Heften ca. 5 Geschichten über diese Weiber. Der Look, das wahre Leben, die neuen Stilikonen… muss das jetzt schon vorher so gehypt werden?
das geht mir jetzt schon auf die nerven, ich kanns gar nicht sagen.

Hat irgendjemand schon was von der Serie gesehen?

Meinungen?

LG

Julia

Hallo,

Hat irgendjemand schon was von der Serie gesehen?

Nein. Nicht mal was davon gehört.

Meinungen?

Ja: Jeder Cent der ins Marketing gesteckt wird, wird nicht ins Drehbuch oder die Produktion gesteckt. So einfach ist das.
Man könnte hier von einem reziproken Verhältnis zwischen Qualität und Werbung sprechen.

Grüße,

Anwar

Hi,

Ja: Jeder Cent der ins Marketing gesteckt wird, wird nicht ins
Drehbuch oder die Produktion gesteckt. So einfach ist das.
Man könnte hier von einem reziproken Verhältnis zwischen
Qualität und Werbung sprechen.

Ach, so einfach ist das? Na dann. Erklär mir doch bitte gleich noch den Rest der Welt.

Ich hatte eigentlich gedacht, dass, wenn man schon viel Geld in die Produktion (bzw. den Lizenzkauf) gesteckt hat, man durchaus bereit ist, auch ein entsprechend großes Budget für das Marketing bereitzustellen, um sicherzugehen, dass die Serie auch wahrgenommen wird.

Von dem ganzen Marketing-Gedingse hab ich nichts mitbekommen, ich les wohl die falschen Zeitschriften. Die Serie selbst ist allerdings tatsächlich klasse. Die Idee ist interessant, die Scripte sind ausgefeilt und sowohl spannend als auch komisch, die filmische Umsetzung ist rundum gelungen und anspruchsvoll.

lemmy

Einfache Mathematik
Hallo,

Ich hatte eigentlich gedacht, dass, wenn man schon viel Geld
in die Produktion (bzw. den Lizenzkauf) gesteckt hat, man
durchaus bereit ist, auch ein entsprechend großes Budget für
das Marketing bereitzustellen, um sicherzugehen, dass die
Serie auch wahrgenommen wird.

Das ändert ja gar nichts an der Aussage. Zur Verfügung steht ein festes Budget X. Wenn ich nun Y Geldeinheiten für Webung ausgebe, dann stehen diese Y GE nun mal nicht für andere Dinge zur Verfügung. Falls Du einen Weg gefunden haben solltest Geld mehrfach verwenden zu können, informiere mich gerne darüber (auch per Privat-Mail, sowas muss ja nicht jeder mitbekommen).

Grüße,

Anwar

Falls Du einen Weg gefunden haben solltest
Geld mehrfach verwenden zu können, informiere mich gerne
darüber (auch per Privat-Mail, sowas muss ja nicht jeder
mitbekommen).

Grüße,

Anwar

Nein Nein Nein ich protestiere auf heftigste! Dies ist ein Expertenforum und sollte ein Experte diese bahnbrechende Entdeckung gelungen sein, hat er die gefälligst mit dem ganzen Volk zu teilen!
Ich will auch was abhaben vom Kuchen :wink:

LG

Julia

Hyperinflation!!! [OT]
Hallo Julia,

Nein Nein Nein ich protestiere auf heftigste! Dies ist ein
Expertenforum und sollte ein Experte diese bahnbrechende
Entdeckung gelungen sein, hat er die gefälligst mit dem ganzen
Volk zu teilen!
Ich will auch was abhaben vom Kuchen :wink:

Aber aber. Bedenke: Die Veröfentlichung dieser Einsicht an die gesamte Allgemeinheit hätte doch nur zur Folge, dass Geld nichts mehr wert wäre, weil JEDER seine 3,50 Euro nun beliebig oft benutzen könnte. Das lassen wir mal lieber sein (wenn Du nett fragst, läßt Lemmy Dich ja im privaten daran Teilhaben, da hätte ich nichts dagegen).

Grüße,

Anwar

Nochmal hallo.

Das ändert ja gar nichts an der Aussage. Zur Verfügung steht
ein festes Budget X. Wenn ich nun Y Geldeinheiten für Webung
ausgebe, dann stehen diese Y GE nun mal nicht für andere Dinge
zur Verfügung. Falls Du einen Weg gefunden haben solltest
Geld mehrfach verwenden zu können, informiere mich gerne
darüber (auch per Privat-Mail, sowas muss ja nicht jeder
mitbekommen).

Es ist doch gar nicht so schwer. Ein deutscher Sender kauft ein Programm zu einem festen Betrag ein. Wenn er die Marktchancen gut einschätzt und sich entschließt, weiteres Geld zu investieren, um ordentlich die Werbetrommel zu rühren, wird das Produkt für Werbekunden deutlich interessanter und die Einnahmen steigen. Damit wird der zusätzlich investierte Betrag ausgeglichen und es entstehen Gewinne. Zumindest wenn die Rechnung aufgeht und die Sendung ankommt.

Mir ist ganz ehrlich nicht klar, wo du da Abstriche bei der Produktion ausmachen willst. Zumal das Ding ja längst komplett produziert ist, wenn hier in Deutschland die Marketinghölle losbricht.

lemmy

Hi,
ich hab die ersten 15 (oder 13…? egal!) Folgen schon gesehen und ganz ehrlich: So schlecht isses nicht!
Was allerdings die deutsche Synchronisation draus macht will ich mir gar nicht ausmalen (ganz schlimm zum Beispiel: Six Feet Under - Im Original unglaublich intelligent, mit vielen Zwischentönen, auf deutsch leider sentimental und unlustig).
Aber ich verstehe Dich: Ich hatte nie Lust, mir Sex and the City anzusehen, und zwar genau wegen des völlig übertriebenen Marketing- und Werbungs-Aufwandes. Ich habe auch wochenlang Pro7 boykottiert da ich den Satz „Wie Carry Bradshaw in Sex and the City…“ nicht mehr hören konnte.
Von daher: Vollstes Verständnis von meiner Seite!
LG,
Norah

Hallo:
boah, wird das wieder so ein Sex and the City ähnlicher
Wahnsinn?
Die Serie läuft noch nicht einmal und wir haben jetzt in 2
Heften ca. 5 Geschichten über diese Weiber. Der Look, das
wahre Leben, die neuen Stilikonen… muss das jetzt schon
vorher so gehypt werden?
das geht mir jetzt schon auf die nerven, ich kanns gar nicht
sagen.

Hat irgendjemand schon was von der Serie gesehen?

Meinungen?

LG

Julia

Falsche Voraussetzung
Hallo Anwar,

Ich hatte eigentlich gedacht, dass, wenn man schon viel Geld
in die Produktion (bzw. den Lizenzkauf) gesteckt hat, man
durchaus bereit ist, auch ein entsprechend großes Budget für
das Marketing bereitzustellen, um sicherzugehen, dass die
Serie auch wahrgenommen wird.

Das ändert ja gar nichts an der Aussage. Zur Verfügung steht
ein festes Budget X.

Hier machst Du den Denkfehler.
Fest steht der Kaufpreis Z. Der Gesamterlös (=Werbeeinnahmen+Merchandising) sei E. E ist eine Funktion der Einschaltquote der werberelevanten Zielgruppe.
Der Gewinn G ergibt sich aus
G = E - Z - Y
Wenn
Y = 0, dannn ist der Erlös E knapp über 0 (G Z + Y, d.h. G>0
bei Y = 0,7 * Z, bleiben nicht mehr Zapper hängen als zuvor, die Einnahmen bleiben konstant, die Ausgaben steigen weiter -> Gewinn wird kleiner.

Das ganze nennt sich Marketing bzw. Grenzkosten ertrag und wird von Leuten studiert, die sich im Fach BWL eingeschrieben haben. Die genannten Faktoren sind hier nur beispielhaft zur Veranschaulichung gewählt. Denn noch immer gilt der Spruch eines gewissen Henry Ford:
„Die Hälfte der Werbeeinnahmen wird verpulvert. Ich weiss nur nicht welche.“
Die Kunst ist also, die optimale Höhe für die Marketingaktivitäten zu finden.

Ciao maxet.

Hi!

Mich nervts nicht, ich habe davon nämlich gar nichts mitbekommen.
Keine Ahnung um was es hier geht.

Allerdings ist die Produktion noch nicht ganz abgeschlossen, da
noch die dt. Synchronisation fehlt!
Vielleicht hat Anwar ja recht, statt einer guten Sync mit bekannten
Leuten wird lieber ins Markteting Geld reingesteckt.

Nicht immer ist eine Synchronisation schlecht, vor allem wenn sie
zb inneramerikanische Anspielungen gut auf deutsche überträgt.

Man denke auch an den Erfolg von „Die 2“ mit Roger Moore und Tony
Curtis. In England ein völliger Flop weil langweilige Dialoge ist
die „Synchronisation“ super lustig!

Gelle?

Gruß
Gerald

Okay, etwas fundierter
Hallo,

Hier machst Du den Denkfehler.

Stimmt. Ich dachte ich könnte dieso Ungenauigkeit so vorbeischummeln. Aber dann also etwas detailierter:

Fest steht der Kaufpreis Z. Der Gesamterlös
(=Werbeeinnahmen+Merchandising) sei E. E ist eine Funktion der
Einschaltquote der werberelevanten Zielgruppe.
Der Gewinn G ergibt sich aus
G = E - Z - Y

Da komm ich jetzt nicht ganz mit. Meinst Du vielleicht G = E - (Z-Y)?
Ich würde einfach mal folgende Gleichung vorschlagen G = E(Q) - Z?
Wobei Q die Einschaltquote ist. Q weiderum (und da kommen wird jetzt wieder zu meiner Aussage zurück) ist vor allem abhängig (neben vielen anderen Dingen) von der Qualität und der Werbung.
Jetzt das Problem: Leider ist der Grenznutzen der Werbung über eine weite Strecke der Funktion höher, als der Grenznutzen der Qualität (dies scheint in vielen Bereichen, nicht nur bei Filmen, so zu sein). Da es eben solche BWL’er gibt, die das alles wunderbar erforscht haben, macht niemand mehr den Fehler in die Qualität zu investieren. Diese wird vielmehr auf einem Minimalniveau gehalten, der Rest eben in die Werbung investiert (wegen des höheren Grenznutzens).
Auch das Argument die Produktionskosten seien ja schon fix, wenn die Serie für den deutschen Markt gekauft wird, bringt nichts: Auch hier haben die Sender wieder die Auswahl zwischen Serien, die „gehypt“ wurden (wo also viel Geld in die Werbung gesteckt wurde) und Serien, die eher eine gute Qualität haben. Wegen der niedrigen Kommunikationsschwelle heutzutage (Internet et al.), kommt ein Teil des Hypes hier schon an, bevor der Sender die Serie überhaupt gekauft hat. Daher entscheidet man sich logischerweise für die gehypte Serie, die man dann auch kräftig weiter hyped.

So, das war die etwas längere, aber genauso traurige Version.

Grüße,

Anwar

Wenn
Y = 0, dannn ist der Erlös E knapp über 0 (G Z + Y, d.h. G>0
bei Y = 0,7 * Z, bleiben nicht mehr Zapper hängen als zuvor,
die Einnahmen bleiben konstant, die Ausgaben steigen weiter
-> Gewinn wird kleiner.

Das ganze nennt sich Marketing bzw. Grenzkosten ertrag und
wird von Leuten studiert, die sich im Fach BWL eingeschrieben
haben. Die genannten Faktoren sind hier nur beispielhaft zur
Veranschaulichung gewählt. Denn noch immer gilt der Spruch
eines gewissen Henry Ford:
„Die Hälfte der Werbeeinnahmen wird verpulvert. Ich weiss nur
nicht welche.“
Die Kunst ist also, die optimale Höhe für die
Marketingaktivitäten zu finden.

Ciao maxet.

Hi,
ich hab die ersten 15 (oder 13…? egal!) Folgen schon gesehen
und ganz ehrlich: So schlecht isses nicht!
Was allerdings die deutsche Synchronisation draus macht will
ich mir gar nicht ausmalen (ganz schlimm zum Beispiel: Six
Feet Under - Im Original unglaublich intelligent, mit vielen
Zwischentönen, auf deutsch leider sentimental und unlustig).
Aber ich verstehe Dich: Ich hatte nie Lust, mir Sex and the
City anzusehen, und zwar genau wegen des völlig übertriebenen
Marketing- und Werbungs-Aufwandes. Ich habe auch wochenlang
Pro7 boykottiert da ich den Satz „Wie Carry Bradshaw in Sex
and the City…“ nicht mehr hören konnte.
Von daher: Vollstes Verständnis von meiner Seite!
LG,
Norah

Hi Norah

ja genau das ist es. jeden Tag höre ich im Radio bei den Eventtipps für den Abend: Sex and the City-ähnliches Happening im soundso wo ihr wie die 4 Girls Cosmopolitan schlürfen könnt.
In jeder Modezeitschrift : der Sex and the City Look zum nachshoppen ( nein sowas will ich nicht anziehen)

  • Beziehungstipps der 4 Stars…

Und jetzt geht das auch schon los mit den Hausfrauen, ohne das die Serie überhaupt schon läuft, wird gehypt, nachgestylt, zur Stilikone erkohren… NERV!

LG

Julia

Gleichklang
Hallo Anwar,

ich sehe, du beherrscht das Grundwissen BWl. Nur in der detailansicht scheinen wir etwas auseinanderzuliegen.

Hier machst Du den Denkfehler.

Fest steht der Kaufpreis Z. Der Gesamterlös
(=Werbeeinnahmen+Merchandising) sei E. E ist eine Funktion der
Einschaltquote der werberelevanten Zielgruppe.
Der Gewinn G ergibt sich aus
G = E - Z - Y

Da komm ich jetzt nicht ganz mit. Meinst Du vielleicht G = E -
(Z-Y)?

nö, mal in Worten: Der Gewinn ergibt sich aus den Einnahmen abzüglichprodukt(ions)kosten Z und Kosten für Marketing.

Ich würde einfach mal folgende Gleichung vorschlagen G = E(Q)

  • Z?

Und die Kosten für das Marketing werden in E(q) mit einbezogen ?

Jetzt das Problem: Leider ist der Grenznutzen der Werbung über
eine weite Strecke der Funktion höher, als der Grenznutzen der
Qualität (dies scheint in vielen Bereichen, nicht nur bei
Filmen, so zu sein). Da es eben solche BWL’er gibt, die das
alles wunderbar erforscht haben, macht niemand mehr den Fehler
in die Qualität zu investieren. Diese wird vielmehr auf einem
Minimalniveau gehalten, der Rest eben in die Werbung
investiert (wegen des höheren Grenznutzens).

Dieses Problem ist ein psychiol. Problem (Stichwort: Propaganda).
Mal eine Gegenfrage: Wenn warst Du das letzte mal in einem Kinofilm, der nicht im TV beworben wurde ?

Auch das Argument die Produktionskosten seien ja schon fix,
wenn die Serie für den deutschen Markt gekauft wird, bringt
nichts:

Doch, wenn man der Meinung ist für 100.000 EUR (Z) + 200.000 EUR (Y) einen Erlös von 800.000 EUR (E) und einen Gewinn von 500.000 EUR (G) zu machen wird man eher zugreifen, als bei einer Serie, wo man mit 500.000 EUR (Z) + 400.000 EUR (Y) einen Erlös von 1.000.000 EUR (E) und einen Gewinn von 100.000 EUR (G) macht. ABer häufigt ist der Spatz in der Hand (lief in den USA super) lieber als die Taube auf dem Dach (geile Serie, passt nach Europa)

Auch hier haben die Sender wieder die Auswahl …

ACK !

So, das war die etwas längere, aber genauso traurige Version.

Ja, nobel geht die Welt zugrunde

Ciao maxet.

Hallo,

nö, mal in Worten: Der Gewinn ergibt sich aus den Einnahmen
abzüglichprodukt(ions)kosten Z und Kosten für Marketing.

Ja, okay, kann manso betrachten.

Ich würde einfach mal folgende Gleichung vorschlagen G = E(Q)

  • Z?

Und die Kosten für das Marketing werden in E(q) mit einbezogen
?

Nee, die hatte ich jetzt in Z als Gesamtkosten miteinbezogen.

Dieses Problem ist ein psychiol. Problem (Stichwort:
Propaganda).
Mal eine Gegenfrage: Wenn warst Du das letzte mal in einem
Kinofilm, der nicht im TV beworben wurde ?

Mal schauen… Gab’s für SAW ‚ne Fernsehwerbung? Ich glaube nicht. Das war dann so letzten Monat. Soo häufig geh‘ ich aber nicht ins Kino.

EUR (G) macht. ABer häufigt ist der Spatz in der Hand (lief in
den USA super) lieber als die Taube auf dem Dach (geile Serie,
passt nach Europa)

Ja, so sehe ich das auch.

Auch hier haben die Sender wieder die Auswahl …

ACK !

ACK?!

So, das war die etwas längere, aber genauso traurige Version.

Ja, nobel geht die Welt zugrunde

Ich verzweifle ja nicht dran. Aber den Mund verbieten lasse ich mir auch nicht. Und dabei habe ich über die negativen Einflüsse, die diese Serien durch ihren Inhalt haben, noch gar nicht angefangen. :smile:

Grüße,

Anwar

[MOD] Bitte Schluss mit OT :wink:
Hallo zusammen!

Bitte führt eure Diskussion im passenden Brett oder per Email weiter.
Bedenkt: Wir sind hier im Kino- und Fernsehen-Brett und nicht im Mathematik- oder Wirtschaftsbereich.

Mit freundl. Grüßen

Beowolf