Nachdem ich gestern spontan Broken Flowers im Kino angeguckt hab, sind da noch ein paar Fragen offen geblieben:
Was hat es mit den Basketball-Körben auf sich gehabt? War das sowas wie „ah, hier könnte ein Junge wohnen“? Oder war das eine Vorschau auf die Verhältnisse der jeweiligen Verflossenen? Vermutlich beides… oder hab ich da was am Anfang verpasst?
War der Junge am Schluss sein Sohn oder nicht? Hat er ÜBERHAUPT einen Sohn? Und wenn ja, was denkt ihr, wer die Mutter ist? Deutet ja alles auf die Rockerbraut hin… aber das wäre ja fast zu einfach
Meine Freundin ist ja davon überzeugt, dass es die 2., also die Immobilientante is.
Ich fand den Film übrigens sehr schön und sehenswert - v.a. wenn man sich das restliche derzeitige Kinoprogramm durchsieht, bildet er einen angenehmen Kontrast!
„Broken Flowers“ sind ein der besten Filmen des Jahres. Sehr stimmungsvoll und nachdenklich machend. Dazu auch sehr gut gemacht.
Was hat es mit den Basketball-Körben auf sich gehabt? War
das sowas wie „ah, hier könnte ein Junge wohnen“? Oder war das
eine Vorschau auf die Verhältnisse der jeweiligen
Verflossenen? Vermutlich beides… oder hab ich da was am
Anfang verpasst?
Beides.
War der Junge am Schluss sein Sohn oder nicht? Hat er
ÜBERHAUPT einen Sohn? Und wenn ja, was denkt ihr, wer die
Mutter ist? Deutet ja alles auf die Rockerbraut hin… aber
das wäre ja fast zu einfach
Der junge Schauspieler ist der Sohn des Hauptdarstellers. Im Film bleibt es allerdings unaufgelöst, ein Rätsel mit allen möglichen Lösungen offen.
War der Junge am Schluss sein Sohn oder nicht? Hat er
ÜBERHAUPT einen Sohn?
Ja, das bleibt wohl eine offene Frage. Oder um mit Marcel Reich-Ranicki zu sprechen:
„Und wieder sehen wir betroffen:
Der Vorhang zu
und alle Fragen offen“
Im Gegensatz zu peet hatte ich aber eher das Gefühl / den Eindruck, dass es sich bei dem Jungen NICHT um seinen Sohn handelt, sondern um einen streunenden Jungen, auf den der irritierte suchende Vater nun all das projiziert, was ihm eingebrockt wurde und was er sich d
amals selbst eingebrockt hatte.
Ebenfalls für diesen Eindruck spricht, dass der Junge gleichsam stirnrunzelnd und abwehrend auf diesen alten „Spinner“ da reagiert, als der ihn als Sohn anspricht.
Im Gegensatz zu peet hatte ich aber eher das Gefühl / den Eindruck, dass es sich bei dem Jungen NICHT um seinen Sohn handelt…
der Clou besteht darin, daß es sich beim Darsteller des jungen Mannes um den „echten“ Sohn Bill Murrays handelt (nichts anderes hat btw peet geschrieben).
der Clou besteht darin, daß es sich beim Darsteller des jungen
Mannes um den „echten“ Sohn Bill Murrays handelt (nichts
anderes hat btw peet geschrieben).
Ja, beim zweiten Lesen fiel es mir auch auf. Aber ich habe dann nichts mehr korrigiert, weil peet durchblicken ließ, dass das Ende ganz und gar offen bleibt. Und ich finde beim Drübernachdenken egentlich, dass es doch nicht so offen ist, sondern weitaus mehr Sinn macht, wenn es IM FILM eben NICHT sein Sohn ist (durch das Verhalten es Sohnes wird es klarer).
Gruß,
Branden
Ergänzung - für Diana
Übrigens hatte ich beim Anschauen von LOST IN TRANSLATION (den ich noch besser fand) schon das Gefühl: Der Bill Murray ist meine Generation, der könnte genau mein Jahrgang sein!
Und ich hab nachgeguckt - und es stimmt. Der Bursche ist ebenfalls 1950 geboren, nur halt ein paar Mnate jünger als ich. Sieht man auch .
Er hat 6 Kinder, ich hab 4, also auch hier und in dem, was er drüber sagt, ne Menge Gemeinsamkeit. Fand ich lustig.
Gruß,
Branden