Feuerzangenbowle Rühmann Zeitraum

Hallo,

heute hatten wir eine Diskussion, wann denn zeitlich historisch die Feuerzangenbowlenverfilmung mit Rühmann anzusiedeln ist, ungefähr, also vor der Jahrhundertwende oder nachher? Wenn man die Utensilien im Film betrachtet, dann scheint es ziemlich sicher zu sein, dass die Zeit der Handlung vor der Verbreitung der Glühbirne spielt. Andererseits finden sich Versatzstücke, die auf die späten Zwanziger hindeuten, etwa der Haarschmuck der Mädchenklasse.

Meine Frage: Lässt es sich möglicherweise eindeutiger eingrenzen, wann die Verfilmung spielt, oder ist das alles zusammengestückelt?

Gruß

Bona

schwierige Frage
Hallo,
bei google fand ich folgende Seiten:

http://www.kiez-ev.de/film/feuerzangenbowle.htm

http://www.chez.com/johannes/Ruehmann/Ruehmann_DFeue…

„Wenn dieser Film zunächst verboten war, so sollte man wissen, daß die Schule sowohl 1944 als auch in der Vorkriegszeit, in der der Film spielt, wesentlich autoritärer war als heute.“

Mit dem vorigen Jahrhundert hast du Recht, er spielt sogar im vorigen Jahrtausend.
Es ist ja eine Rahmenerzählung, und wie oben zitiert, spielt sie in der Vorkriegszeit, also so ca. 1920-1933?

Hoffe, dir etwas geholfen zu haben.
Strom gibt es natürlich schon, ich meine auch, ein Wagen käme drin vor? Telefon auch.

Bis dann,
MFG
Henning

Hallo Henning,

danke für deinen Beitrag.

Es ist ja eine Rahmenerzählung, und wie oben zitiert, spielt
sie in der Vorkriegszeit, also so ca. 1920-1933?

Mir ist eingefallen, dass ja das chemische Element Radium genannt wird, das erst 1902 entdeckt wurde, so dass also auch die Binnenhandlung nach 1902 spielen muss. Telefon gab es ja schon vorher, meine ich, ebenso Autos.

Gruß

Bona

Hi bona,

Meines Erachtens gehst du ganz falsch an den Film ran.

Im Buch von Spoerl (leider finde ich es im Moment nicht)
ist sehr deutlich gemacht, dass es diese heile Welt des
Gymnasiums gar nicht wirklich gibt, sondern in den Erinnerungen
aller ehemaligen Schüler lebt. Es wird am Ende offen gelassen,
ob sich die Geschichte so ereignet hat, oder ob sich der
Autor Pfeiffer (stellvertretend für Spoerl, natürlich), das
nicht nur ausgedacht hat, weil es eben so schön hätte sein
können.
Deshalb steht die Welt der Kleinstadt, als kleine, verträumte
Welt der Großstadt, in der sich Autor Pfeiffer sonst bewegt
als Idylle gegenüber.

Aus diesem Grund wirkt die Kleinstadt altmodischer und in der
Zeit zurück, aber eben keineswegs historisch „festnagelbar“.
Mit Sicherheit spielt aber weder Buch noch Film im 19. Jahrhundert.

Grüße
Elke

Hallo Elke,

Meines Erachtens gehst du ganz falsch an den Film ran.

möglich, aber ich denke, ich kann mein Vorgehen mit meinem Erkenntnisinteresse rechtfertigen. :smile: Mir geht es nämlich nicht um Spoerl, sondern nur um den Film, genauer: um die Frage, ob man die Regieabsicht datieren kann.

Trotzdem danke für deinen Beitrag!

Gruß

Bona

Hi,

Mir geht es nämlich
nicht um Spoerl, sondern nur um den Film, genauer: um die
Frage, ob man die Regieabsicht datieren kann.

Die Regieabsicht könnte aber durchaus der Autorenabsicht
nachempfunden sein: eine heile Gegenwelt anbauen, die mit
Absicht nicht eindeutig zu datieren ist.
Was ich ja eigentlich schon im ersten Posting gesagt habe.

Grüße
Elke

Hallo Elke,

Die Regieabsicht könnte aber durchaus der Autorenabsicht
nachempfunden sein: eine heile Gegenwelt anbauen, die mit
Absicht nicht eindeutig zu datieren ist.

ja, das stimmt natürlich, ich wollte dein Posting keineswegs diskreditieren. Wenn das so rübergekommen ist, entschuldige ich mich.

Gruß

Bona