Liebe www-ler,
heute startet nach langem Hin und Her und mehrmaligem Verschieben des Sendetermins auf Pro7 die erste „L-Word“-Staffel. Aus purer Neugier: Seid Ihr schon Fan? Wie findet Ihr die Serie? Sind Fans von „Queer as Folk“ auch Fans dieser Serie? Ist die Serie zu stylish? Zu voyeuristisch? In den USA wird schließlich schon die 4.Staffel gedreht. Freu mich auf Eure Meinungen!
Liebe Grüße
ilka*
Hallo,
ich habe geschummelt und schon den Pilot und die ersten 3 Folgen auf DVD angeschaut.
Mein erster Eindruck:
Den Pilotfilm fand ich relativ schwach. Ich hatte mir etwas mehr Humor erhofft. Es hat sich auf Anhieb für mich kein Sympathieträger unter den Hauptpersonen gefunden, mit dem ich „mitleiden“ könnte. Weiterhin eindeutig zu viel Sexszenen, da stehe ich nicht so drauf, das hat mich bei Sex & the City auch gestört. Ich habe nix gegen eine nette Sexszene, aber sie sollte etwas zur Handlung beitragen. Demnach wären im Pilot nur die Szene im Pool, die Szene zwischen Marina und Jennifer (?) und eine Szene zwischen Jennifer und Tim nötig gewesen. Alles andere war „gratuitous“.
Die eigentliche Serie gefällt mir etwas besser. Zumindest geht nun die Handlung so richtig los, und man hat Interesse daran zu sehen, wie es weitergeht.
Die Intention ist ja offensichtlich zu zeigen, dass Lesben Menschen wie Du und ich (harhar) sind. Dass es eben nicht „die“ Lesbe gibt, sondern dass es genau wie bei Heterosexuellen welche gibt, die eher monogam, promiskuitiv, gebildet, ungebildet, kultiviert, prollig, einfach, schwierig, usw. sind. Das kommt meiner Ansicht nach schon gut rüber. Allerdings finde ich es traurig, dass man offenbar glaubt, dies würde sich keiner anschauen, wenn es nicht genügend lesbischen Sex gibt.
Gruß,
Myriam
Mist
Hi!
Peinlich erzwungener Abklatsch von „Sex & the City“. Hier wird mit Gewalt versucht, auf Kosten der Handlung noch mehr Sex oben drauf zu packen.
Gruß
Falke
der pilot ist wirklich schwach. allerdings hat pro7 auch massiv mit den sexszenen geworben und alle kritiker haben sich daran aufgehangen.
ich finde die serie hat NICHTS mit SATC gemeinsam. gerade in der 3. staffel werden die themen wesentlich ernster. der sex wird auch weniger.
da die serie nur von lesben produziert und geschrieben wird, ist der vorwurf, dass sie für männer gemacht wurde, wohl etwas albern. vielleicht sehen frauen nur auch gern mal sex ohne einen schwitzenden, albern guckenden kerl.
davon mal abgesehen ist die deutsche synchro grauenhaft. shane verliert mit der deutschen stimme absolut ihren sexappeal.
und nach 45 minuten kann man sich wohl noch mit keinem charakter identifizieren, ich war auch ziemlich erstaunt, was für ne zicke dana am anfang noch war.
Die Intention ist ja offensichtlich zu zeigen, dass Lesben
Menschen wie Du und ich (harhar) sind. Dass es eben nicht
„die“ Lesbe gibt, sondern dass es genau wie bei
Heterosexuellen welche gibt, die eher monogam, promiskuitiv,
gebildet, ungebildet, kultiviert, prollig, einfach, schwierig,
usw. sind.
Die Frage die sich mir dabei stellt? Was für Menschen interessiert das???
Homosexuelle Frauen wissen das wohl selbst. Menschen, die homosexuelle Frauen kennen wohl auch. Und wer keine kennt wäre wohl auch besser beraten nicht gerade eine Hollywood-Serie als ersten Eindruck zu wählen.
Ich finde es irgendwie schwach sich selbst oder andere über die sexuelle Orientierung zu definieren.
Grüße,
Anwar
da die serie nur von lesben produziert und geschrieben wird,
Nicht wirklich…
_Directed by
**Ernest** R. Dickerson
Tony Goldwyn
**Jeremy** Podeswa
Burr Steers
Rose Troche
Tricia Brock (episode 210 2005) (episode 306 2005)
Bronwen Hughes (episode 4.1)
Writing credits
Ilene Chaiken (creator)
Kathy Greenberg (story) (episode 1.01"Pilot")
A.M. Homes writer
Elizabeth Hunter writer
**Adam** Rapp consultant writer
**Ariel** Schrag writer
Rose Troche writer
Guinevere Turner writer
**Mark** Zakarin writer
Produced by
Ilene Chaiken .... executive producer
**Steve** Golin .... executive producer
**Mark** Horowitz .... producer
Elizabeth Hunter .... producer
**Larry** Kennar .... executive producer
Rose Lam .... producer
**Bob** Roe .... producer
Rose Troche .... associate producer
Rose Troche .... co-executive producer
**Mark** Zakarin .... consulting producer_
[Quelle:http://www.imdb.com/title/tt0330251/fullcredits]
Grüße,
Anwar
Die Frage die sich mir dabei stellt? Was für Menschen
interessiert das???
Homosexuelle Frauen wissen das wohl selbst. Menschen, die
homosexuelle Frauen kennen wohl auch. Und wer keine kennt wäre
wohl auch besser beraten nicht gerade eine Hollywood-Serie als
ersten Eindruck zu wählen.
Ich kenne nicht alle Beweggründe, die zur Entstehung dieser Serie geführt haben. Aber offenbar glaubte man, es gäbe genug Leute, die sich das anschauen. Da Homosexuelle nur ca. 5% Einschaltquote garantieren könnten, selbst wenn sie alle zuschauen, muss die Intention ja schon gewesen sein, auch Hetero-Zuschauer zu bekommen.
Homosexuelle schauen es sich an, weil es sie betrifft und sie sich evtl. wiedererkennen oder auch gar nicht wiedererkennen. Leute, die homosexuelle Freunde haben, schauen es sich aus Interesse an, weil das Thema sie auch betrifft. Und ich hoffe einfach, dass sich ein paar Leute die Sache anschauen, und dabei lernen, dass Lesben Menschen wie alle anderen sind.
Ich finde es irgendwie schwach sich selbst oder andere über
die sexuelle Orientierung zu definieren.
Du findest das, und ich finde das auch. Wenn Du aber mal mitbekommst, wie eine Frau von ihren Eltern verstoßen wird, weil sie ihre Lebensgefährtin heiratet, mit der sie seit 9 Jahren zusammen ist, dann wirst Du feststellen, dass sehr viele Leute andere über ihre sexuelle Orientierung definieren und aufgrund dessen verurteilen.
Gruß,
Myriam
Hallo Ilka,
nun war die letzte Serie, die ich je verfolgte Dallas, so fehlen mir auch alle aktuellen Vergleichsmöglichkeiten. Mich erinnerte es an die Comics von Alison Bechtel (Dykes to watch out for) nur eben mit fürs Werbefernsehen geglätteten Figuren. Furchtbar trivial - aber ich bin neugierig genug geworden, um mir eine weitere Folge anzusehen.
Winterliche Grüsse aus der Eifel,
Birgitt
Gähn …
Keinesfalls ein würdiger Nachfolger für SATC … stinklangweilig ! Oder hab nur ich keine Handlung entdecken können ?
Der Versuch die Serie krampfhaft auf Sex zu trimmen ist kläglich gescheitert !
Boooaaaahhhh ey…
Sie musste beim Lecken ihrer Freundin niesen… Das ist schon krasss… irgendwie… hat mir schon der Trailer zum einschlafen gereicht…
ElC.
Und ich hoffe
einfach, dass sich ein paar Leute die Sache anschauen, und
dabei lernen, dass Lesben Menschen wie alle anderen sind.
Wer Homosexuelle für abnormal hält wird sich die Serie sicher nicht angucken. Und sebst wenn wird er durch so eine Serie sicher nicht seine Meinung über Homosexuelle ändern. Ich glaube auch nicht, dass Nachbarn ständig gegeneinander intregieren oder sich gar umbringen, nur weil das bei Desperate Housewifes gezeigt wurde.
Wenn Du aber mal
mitbekommst, wie eine Frau von ihren Eltern verstoßen wird,
weil sie ihre Lebensgefährtin heiratet, mit der sie seit 9
Jahren zusammen ist, dann wirst Du feststellen, dass sehr
viele Leute andere über ihre sexuelle Orientierung definieren
und aufgrund dessen verurteilen.
Wie gesagt, Leute, die Homosexualität für abnormal halten werden ihre Meinung durch so eine Serie sicherlich nicht ändern.
Grüße,
Sue
Wie gesagt, Leute, die Homosexualität für abnormal halten
werden ihre Meinung durch so eine Serie sicherlich nicht
ändern.
Richtig, das war auch nicht gemeint. Ich denke da eher an die „breite Masse“, die bisher gar keine besondere Meinung zum Thema hat. Zudem kommt noch der Aspekt der „visibility“ dazu: je mehr es als selbstverständlich in den Medien dargestellt wird, desto mehr akzeptiert man es als Teil des normalen Lebens.
Nein, ich halte so etwas für keine Wunderwaffe gegen Homophobie, aber ich habe den Eindruck, dass es doch durchaus positive Aspekte gibt.
Mittlerweile habe ich die gesamte erste Staffel gesehen, und es wird langsam besser. Es gibt ja viele Serien, die erst eine Weile brauchen, um so richtig in Gang zu kommen.
Gruß,
Myriam
Hi,
wenn es nur darum geht (wie ja einige behaupten) den Leuten zu zeigen, dass Homosexuelle normale Menschen wie alle anderen sind dann verstehe ich nicht, warum die Serie von hübschen, jungen Frauen handelt. Es gibt auch homosexuelle Männer, aber da würde wahrscheinlich keiner einschalten. Denn letztlich ist es so, dass Lesben eine Männerfantasie bedienen. In Pornos sind lesbische Szenen normal, schwule Szenen finden sich im Gegensatz dazu wohl nur in Gay-Pornos. Wenn sich zwei Mädels auf der Straße küssen wendet sich kaum ein Mann angewidert ab, bei zwei Männern kriegen die meisten Brechreiz.
Also geht es nicht darum zu zeigen, wie normal Homosexuelle sind sondern es werden gezielt Männer vor die Glotze gelockt, die endlich mal viel lesbischen Sex (wenn auch wahrscheinlich nicht so detailliert wie in Pornos) angucken dürfen, ohne sich schämen zu müssen, denn es ist ja nur eine Abendserie…
Grüße,
Sue
wenn es nur darum geht (wie ja einige behaupten) den Leuten zu
zeigen, dass Homosexuelle normale Menschen wie alle anderen
sind
dann verstehe ich nicht, warum die Serie von hübschen,
jungen Frauen handelt.
Es gibt schon entsprechende Serien, z.B. Queer as Folk, und andere. The L-Word ist die erste Serie, die sich spezifisch mit homosexuellen Frauen befasst.
In Pornos
sind lesbische Szenen normal
Aber nur, wenn Du „lesbisch“ als „sexuelle Betätigung zwischen 2 Frauen“ definierst. besonders realistisch ist das jedenfalls nicht, was da in den Pornos zu sehen ist.
Also geht es nicht darum zu zeigen, wie normal Homosexuelle
sind sondern es werden gezielt Männer vor die Glotze gelockt,
die endlich mal viel lesbischen Sex (wenn auch wahrscheinlich
nicht so detailliert wie in Pornos) angucken dürfen, ohne sich
schämen zu müssen, denn es ist ja nur eine Abendserie…
Ich streite nicht ab, dass es bestimmt Männer (oder auch Frauen) gibt, die sich diese Serie anschauen, weil sie die Sexszenen sehen möchten. Aber da diese wenn auch in manchen Folgen recht häufig, so doch relativ zahm sind, kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass das die Mehrheit der Zuschauer ist.
Gruß,
Myriam
Richtig, das war auch nicht gemeint. Ich denke da eher an die
„breite Masse“, die bisher gar keine besondere Meinung zum
Thema hat. Zudem kommt noch der Aspekt der „visibility“ dazu:
je mehr es als selbstverständlich in den Medien dargestellt
wird, desto mehr akzeptiert man es als Teil des normalen
Lebens.
Ja. Und da genau sehe ich (für mich) ein Problem, was ich mit meinem Kommentar andeuten wollte: Ich will NICHT, dass Homosexualität Teil des normalen Lebens wird. Ich will überhaupt nicht, dass die sexuelle Orientierung irgendeine Rolle spielt, im täglichen Alltag.
Diese Serien (housewives, satc, l word) propagieren einen komplett von Sex bestimmt Alltag. Etwas das ich eigentlich nicht haben möchte. Ich finde es eben einfach nur schwach sich darüber zu definieren und ich möchte auch gar nicht SOFORT wissen, ob mein Gesprächspartner homosexuell ist oder welche Sexstellung er bevorzugt. Wenn das Gespräch darauf kommt (worauf ich es aber eben nicht unbedingt anlege), dann KANN man darüber reden. Alles andere ist hausieren gehen mit einem Thema, das in den Privatbereich gehört.
Grüße,
Anwar
Ja. Und da genau sehe ich (für mich) ein Problem, was ich mit
meinem Kommentar andeuten wollte: Ich will NICHT, dass
Homosexualität Teil des normalen Lebens wird. Ich will
überhaupt nicht, dass die sexuelle Orientierung irgendeine
Rolle spielt, im täglichen Alltag.
Man wird aber nicht tolerant geboren. Es benötigt eine Konfrontation und Auseinandersetzung mit Andersartigem, damit man erkennt, dass „anders“ nicht unbedingt „schlechter“ ist.
Abgesehen davon stimme ich mit Dir überein, dass in vielen dieser Serien (Sex and the City, L-Word, usw.) der Sex eine größere Rolle spielt, als das in der Realität der Fall ist und als ich das sehen möchte.
Gruß,
Myriam