Buch-/Romanverfilmungen

Hi!

Angeregt durch die „Wolfen“-Anfrage etwas weiter unten würde mich nun mal Eure Meinung zum Thema Buch-/Romanverfilmungen interessieren.

Ich stelle die These auf, dass es keine einzige Verfilmung gibt, die auch nur ansatzweise den Charme, die Intensität sowie den Umfang einer literarischen Vorlage erreicht. Mir graut´s jetzt schon vor der Verfilmung zu „Das Parfüm“ (ja, ich weiß, muss ich mir ja nicht anschauen).

Deshalb bin ich gespannt, ob ihr meine Meinung unterstützt oder vielleicht sogar Beispiele parat habt, die mich vom Gegenteil überzeugen können.

Gruss

Pauli

Erst mal vorweg: Ich würde die Beispiele nicht „perfekt“ nennen, aber
sie schaffen es meiner Meinung nach doch weit mehr als nur
„ansatzweise“, den Charme, das Flair oder wie immer man es auch nennen
will des zugrundeliegenden Buches rüberzubringen. Ich bin übrigens auch
der Meinung, dass man Film und Buch sowieso nie direkt vergleichen
kann, weil es eben ein zwei völlig andere Medien sind, die auf völlig
unterschiedliche Arten wirken. Hier also trotzdem meine
Gegenbeispiele:

Herr der Ringe
Der Name der Rose
Shining (die Erstverfilmung)

hiho,

bei all den schlechten und noch schlechteren stephen king-verfilmungen, die es gibt und gab, sind mir drei bis heute besonders in erinnerung geblieben - weil es die einzigen, wirklich guten filme sind, die auf einer seiner geschichten bzw. romane beruhen …

  1. the green mile
  2. misery
  3. die verurteilten

das sind so die filme, die mir einfallen, wenn es um gute bücher (okay, bei king sicherlich geschmackssache) und dazu gute verfilmungen geht.

ansonsten wurde „herr der ringe“ ja schon genannt … auch ein paradebeispiel …

aber ich muss dem te zustimmen:
mehrheitlich sind verfilmte romane usw. auf zelluloid nicht annähernd so gut wie das literarische original …

mfg
mooja

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Hi Pauli,
im Prinzip gebe ich dir recht! Meistens werde ich enttäuscht!
Allerdings kenne ich auch zumindest ein Gegenbeispiel:

„Oskar und die Dame und Rosa“ Da ist das Buch als auch der Film genial!

LG
Stefan

Hallo Pauli,

Angeregt durch die „Wolfen“-Anfrage etwas weiter unten würde
mich nun mal Eure Meinung zum Thema Buch-/Romanverfilmungen
interessieren.

Meistens finde ich sie enttäuschend, ein arges Beispiel ist „Herr der Diebe“. Ich weiss bis heute nicht, wie man dieses beszaubernde Buch so holprig und ohne den leisesten Anflug von Charme auf die Leinwand bringen konnte. Oder man denke an „Die unendliche Geschichte“ - wenn ich an Fuchur denke, läuft es mir jetzt noch eiskalt den Rücken runter. Negativbeispiele sind nicht schwer zu finden. So weit, so schlecht…

Ich stelle die These auf, dass es keine einzige Verfilmung
gibt, die auch nur ansatzweise den Charme, die Intensität
sowie den Umfang einer literarischen Vorlage erreicht.

An guten Romanverfilmungen würden mir jetzt spontan, außer natürlich Herr der Ringe (dann aber bitte in der SEE :o) ), noch

-Die Blechtrommel
-Der Pferdeflüsterer
-Die Farbe Lila
-Sinn und Sinnlichkeit (Emma Thompson u. Hugh Grant)
-Der englische Patient
-Das Boot
-die Umsetzung von Mankells Wallander-Romanen
-Carrie (die einzige imho wirklich gelungene Verfilmung eines King-Romans)

einfallen.

-Grüne Tomaten? Da bin ich jetzt allerdings nicht sicher, ob das Buch oder der Film eher da war.

Deshalb bin ich gespannt, ob ihr meine Meinung unterstützt
oder vielleicht sogar Beispiele parat habt, die mich vom
Gegenteil überzeugen können.

Überzeugt? Ein bisschen vielleicht? :smile:

Gruß
Lilith

Hallo Pauli,
es kommt darauf an, worauf man beim Film wertlegt. Ein Film bietet
konkrete Bilder, die ein Hörspiel oder ein Buch nicht bringt. Wenn sich
also die Filmemacher darauf konzentrieren die Stimmung der Geschichte
in den Bildern wiederzugeben ohne dabei das Drehbuch zu vergessen und
die Rollen richtig besetzt, kann ein Film mit seinen Mitteln
herausragend sein. Mir fällt dazu „Rosemarys Baby“ ein. Ein brilliant
umgesetzter Film, der dem Buch voraus ist.
Viele Grüße

Hi!

Angeregt durch die „Wolfen“-Anfrage etwas weiter unten würde
mich nun mal Eure Meinung zum Thema Buch-/Romanverfilmungen
interessieren.

Ich stelle die These auf, dass es keine einzige Verfilmung
gibt, die auch nur ansatzweise den Charme, die Intensität
sowie den Umfang einer literarischen Vorlage erreicht. Mir
graut´s jetzt schon vor der Verfilmung zu „Das Parfüm“ (ja,
ich weiß, muss ich mir ja nicht anschauen).

Deshalb bin ich gespannt, ob ihr meine Meinung unterstützt
oder vielleicht sogar Beispiele parat habt, die mich vom
Gegenteil überzeugen können.

Mein Lieblingsbeispiel:

Thomas Harris: Das Schweigen der Lämmer, beide haben ihren eigenen Charme bzw. ihre eigene Spannung.

Tom Clancy: Jagd auf Roter Oktober, das Buch ist technisch unglaublich interessant, der Film einfach sehr spannend und Sean Connery kann man nicht schreiben.

Und manche Shakespear Verfilmung (ich denke da an Viel Lärm um nichts) hat auch eine Qualität, die der Autor so nicht erwartet hätte.

Gruß

ALex

Hallo,

Deshalb bin ich gespannt, ob ihr meine Meinung unterstützt
oder vielleicht sogar Beispiele parat habt, die mich vom
Gegenteil überzeugen können.

Aber sicher doch:

„Die Bartholomäusnacht“ hat eine komplett andere Grundstimmung als
Dumas´ „Reine Margot“. Der Film ist nicht besser als das Buch, aber
er ist ein ganz neues Kunstwerk, einer der Filme, die mich bisher am
allermeisten gefangengenommen haben.

Forrest Gump, der Film, ist Forrest Gump, dem Buch, meilenweit
voraus.

„Gigi“ - 50er-Jahre-Film nach Kurzgeschichte von Colette, was die
Erzählung andachte, führte der Film weiter und bekam einen ganz
eigenen Charme.

Mir graut es nicht vor dem Parfum. Nicht bei Tom Tykwer. Ein anderer
Regisseur hätte vielleicht Schlamassel draus gemacht, aber bei TT
erwarte ich ein Kunstprodukt mit einer ganz eigenen Sprache, das
weitaus mehr können wird als bloß das Buch in Bilder umzusetzen.

Judith

Hallo Moja,
bei den Filmen kann ich Dir nur zustimmen. Aber „Katzenauge“ fand ich auch noch ganz gut.
Und eigentlich hat mir auch „Das letzte Gefecht“ gefallen. Und „Der Sturm des Jahrhunderts“. Aber am meisten freue ich mich eigentlich, wenn ich Stephen King selber in einer kleinen Nebenrolle entdecke.
Grüße
Almut

und natürlich
BLADE RUNNER

das buch: „träumen roboter von elektrischen schafen“ von Ph. K. Dick
ist einfach genial…
und obwohl der film blade runner wirklich nicht mehr viel mit
dem roman zu tun hat ist er auch genial

Moinsen!

Monty Python’s Life of Brian gefällt mir persönlich auch besser als die Buchvorlage…

Hallo,

dieses Thema finde ich sehr interessant. Mein Freund war immer total begeistert von dem Film „Der Name der Rose“, und so habe ich ihn mir, kurz nachdem ich das Buch gelesen habe, angeschaut - und ich fande ihn einfach nur schlecht gemacht und komplett am Buch vorbei. Jetzt, 5 Jahre später, habe ich ihn mir nochmals angeschaut, als reinen Unterhaltungsfilm, und da fand ich ihn ganz gut. Mit dem Buch hat er aber m.M. nach noch immer nichts zu tun.

Recht nah am Buch fand ich „Die Asche meiner Mutter“. Dennoch habe ich das Buch mehr genossen, weil bei einem Film natürlich Kürzungen vorgenommen werden müssen. Die Stimmung kam im Film aber ganz gut rüber, und teilweise wurden sogar ganze Dialogteile übernommen.

Schon lange interessiere ich mich für die Defa-Verfilmung von „Der Untertan“. Jetzt endlich konnten wir ihn organisieren. Das Buch war spitze, und ich habe große Hoffnungen in den Film. Leider habe ich immer wieder die Erfahrung gemacht, dass man das lieber nicht haben sollte :smile:

Vor der Verfilmung des „Parfüms“ habe ich auch große Bedenken. Dafür bräuchten wir vielleicht Geruchsfernsehen :smile:

Alles in allem habe ich für mich festgestellt, dass ich eine Romanverfilmung durchaus gut finden kann, wenn ich sie gänzlich unabhängig vom Buch betrachte (das wollen ja die meisten Filmemacher auch). Allerdings neige ich dazu, mit dem Buch zu vergleichen, v.a. wenn ich beides zeitlich eng hintereinander konsumiere. Überhaupt nicht gut finde ich, wenn es heißt „Der Film zum Buch XY“. Besser ist „Der Film nach dem Buch XY“. Da weiß ich schon vorher, dass ich Abstriche machen muss (und dass wahrscheinlich, so wie bei „Der Name der Rose“, extrem viel Sex und Crime für Hollywood hineingebaut wird).

Grüße!

Emma Glück
Hallo,

Emmas Glück war für eines der tollsten Bücher, die ich je gelesen habe. Und dann der Film! So entsetzlich! Okay, die Schauspieler waren super und jeder, der das Buch nicht gelesen hat, bekommt einen schönen Film zu sehen. Aber alle anderen… Ich war schwer enttäuscht, weil der Film in wesentlichen Bereichen stark vom Buch abwich und die Atmosphäre auch nicht wirklich entstand.

Liebe Grüße

Avera

Hi!

Es gibt durchaus gute bis sehr gute Romanverfilmungen, aber keine
wird es je schaffen besser als ein Buch zu sein, denn die Phantasie
ist immer noch der beste Regisseur.

Ich schaue mir die Verfilmungen auch nur an, um mich berieseln zu
lassen und um festzustellen, dass meine Charaktere und Umgebungen
ganz anders aussehen, als ich sie mir vorgestellt habe.

Gruss, Patrick

Hi,

Vor der Verfilmung des „Parfüms“ habe ich auch große Bedenken.
Dafür bräuchten wir vielleicht Geruchsfernsehen :smile:

Dazu sagte Tom Tykwer in einem Interview nur:
„Das Buch hat auch nicht gerochen.“

Judy

Hei,

Dazu sagte Tom Tykwer in einem Interview nur:
„Das Buch hat auch nicht gerochen.“

Das ist natürlich richtig, aber man sollte bedenken, dass auf 300 Seiten des Buches eine ganz andere Intensität erzeugt werden kann als in einem 100-minütigen Film. Wenn ich mich recht erinnere, gab es ganze Abhandlungen über den Geruch bestimmter Objekte!? Das machte für mich die Magie dieses Buches aus. Ich finde es extrem schwer, einen Geruch zu beschreiben, aber das kam in Süßkinds Buch richtig gut rüber. Die Morde an sich waren für mich eher Nebensache.

Ich werde dem Film eine Chance geben, habe aber keine zu großen Erwartungen. Es gibt einfach Bücher, die sollte jeder lesen und nicht anschauen :smile:

Grüße!

Hi Pauli,

Pride and Prejudice BBC Verfilmung u.a. mit Colin Firth (ca. 1996).

Das Buch wurde bis ins Detail umgesetzt, sehr gute Schauspieler, sehr gute Ausstattung, alle Dialoge sind enthalten, nichts wurde vergessen - wirklich genial.

Die Bartholomäusnacht - wurde ja schon genannt.

Dann würde ich noch weitere Jane Austen BBC Produktionen auflisten (Emma, Sense and Sensebility - nicht die mit Hugh Grant, da fehlt doch so einiges auch wenn sie ziemlich gut ist). Und natürlich Der Herr der Ringe.

Gruß
Helena

Tach!

Es gibt durchaus gute bis sehr gute Romanverfilmungen, aber
keine
wird es je schaffen besser als ein Buch zu sein, denn die
Phantasie
ist immer noch der beste Regisseur.

Eine hehre Behauptung.

Erstes Gegenbeispiel:

Lies das Buch „Midnight Express“ und schau dir danach (!) den Film an. Das Buch ist trotz des Themas (leichtsinniger US-Student will ein paar Päckchen Haschisch aus der Türkei schmuggeln, wird unmittelbar vor dem Flugzeug von türkischen Sicherheitsbehörden verhaftet und als Drogen-Dealer zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt, aus der er erst nach Jahren fliehen kann) absolut banal geschrieben. Der Film hingegen stanzt den Zuschauer förmlich in den Sessel.

Zweites Gegenbeispiel:

Lies das Buch von Robert James Waller „Die Brücken am Fluss“. Ein Roman, der m.E. gerade mal das Niveau von Groschenromanen übersteigt. Und dann sieh dir den Film an. Das Buch ist besser als der Film?

In beiden Fällen ist m.E. der Film eindeutig besser als das jeweilige Buch.

Grüße
Heinrich

Eine hehre Behauptung.

Okay, du hast mich erwischt. Ich gestehe nicht alle jemals
verfilmten Buecher gelesen und die dazu gehoerigen Filme
gesehen zu haben.
Meine Aussage beschraenkt sich demnach natuerlich nur auf
meine eigenen Erfahrungen.

Trotzdem bleibe ich dabei: Phantasie ist wenn man trotzdem denkt.

Gruss, Patrick

VETO

Herr der Ringe

Ne, die Filme haben mit Sicherheit nicht den Umfang der Bücher, was explizit gefordert wurde. Die Filme zeigen vielleicht 60% des Inhalts der Bücher.

Grüße,

Anwar