Hallo !
Ich schaue gerade die Serie „Band of Brothers“. Dort geht es ja um die „Easy-Company“ die im 2. Weltkrieg in Europa kämpft.
Die Serie ist eigentlich sehr gut gemacht. Die Atmosphäre stimmt, die Geschichte ist spannend und die Charaktere interessant.
Ich frage mich aber, warum in Amerikanischen Kriegsfilmen die deutschen immer als „blöde Monster“ dargestellt werden und die Amerikaner immer als „Kugelsichere Superhelden“.
Da werden sie z.B. von schweren MG-Geschützen beschossen und der Komandant springt auf die Strasse um seine Kameraden zum Aufstehen zu bewegen und nicht eine Kugel trifft ihn.
Wenn sich irgendwo ein deutscher ergibt wimmert er und „tänzelt herum“, als wäre er das Weichei schlechthin.
Sehr blöde fand ich die Szene, als sie eine deutsche Stellung angreifen und in der Nacht singen die deutschen laut.
Irgendwann (ich sehe mir die Serie jetzt zum zweiten mal an) kommt glaube ich auch noch so eine Szene, wo sie am nächsten morgen nach einer Schlacht auf die schlafende Deutsche Einheit stossen und dann mit ein paar Mann die ganze deutsche Truppe platt schießen. Als würden die deutschen keine Wachen aufstellen.
Bei deutschen Filmen (das Boot, Stalingrad…) kommt so etwas einfach anders herüber. Da gibt es keine „Kugelsicheren Helden“. Da ist es schmutzig und selbst der größte Erfolg wird nicht als solcher hingestellt.
Am schlimmsten finde ich bei „Band of Brothers“ eigentlich den Schluss. Da wird nur kurz gesagt „Wir fahren nach Hause, Japan hat kapituliert“, aber warum wird nicht gesagt. Das die „guten Amerikaner“ zwei Unschuldige Zivil-Städte mit Atombomben bombardiert wurde, wäre vielleicht doch nicht so schön auf der „weissen Weste“ gewesen.
Schade eigentlich weil die Serie darüber hinaus sehr authentisch wirkt.
Wer mag, kann ja auch was dazu sagen.
Gruß
Andreas
P.S.: Dieses Thema soll nichts mit verherrlichung des Krieges als solches oder in irgendeiner Weise Nazistisch wirken. Es geht nur um das Filmwerk.

