Kill Bill

Hi,

letzten Sonntag lief „Kill Bill“ im Fernsehen und ich konnte endlich
das nachholen, was ich im Kino verpasst habe.

Das der Film voller Ironie steckt ist klar (was anderes darf man von
Tarantino uch nicht erwarten) - aber kann mir jemand sagen wie man das
in der Anfangsszene verstehen darf:

Die Frau erwacht nach vier Jahren aus dem Koma, schaut sich ihre Hände
an und sagt: „Vier Jahre!“ - woher soll sie das wissen??

Viele Grüße

… aus dem Krankenbett auf, als wäre Muskelschwund nur eine Art „Muskelkater“!

Fragen über Fragen

unbeantwortet von
moritzbock

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Leute…
Hi,

… das ist keine Dokumentation, das ist ein Spielfilm. Reine Fiktion.
Nicht dass ihr jetzt auch noch versucht, die Fünf Punkte Akkupressur Herz Explosions Technik nachzumachen, und euch dann wundert, dass das nicht klappt.

Gruss,
Herb

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Die Braut liest Jahresringe
Hi.

Hier die Szene aus Tarantinos Drehbuch. The Bride rekonstruiert die Jahre anhand ihrer - - Handlinien.

"THE BRIDE
My baby.

Her hand goes down to her belly, unly to find it not swollen
but flat. She doesn’t understand, lifts up her hospital gown
and sees a JAGGED SCAR which runs down her abdomen. Her
fingertips trace it.

She quickly looks at the palm of her and and counts the
lines.

MACRO CU The LINES IN HER PALM look like a road map.

She stops counting, shocked;

THE BRIDE
(to herself)
Five years.

She counts again.

THE BRIDE
(a statement)
Five years.

The Bride’s two eyes fill with tears as she realizes her baby
is long gone."

Gruß

nix

Auch Hi,

Hi,

… das ist keine Dokumentation, das ist ein Spielfilm. Reine
Fiktion.
Nicht dass ihr jetzt auch noch versucht, die Fünf Punkte
Akkupressur Herz Explosions Technik nachzumachen, und euch
dann wundert, dass das nicht klappt.

Deshalb habe ich damals nach dieser Szene (die hat sich dann, glaube ich, noch in ein Auto geschleppt) den Film abgebrochen.

Ein klein wenig Logik erwarte ich selbst bei solchen Filmen. Ich schau mir aus diesem Grund auch Machwerke wie Matrix oder die Chinesen-Kracher nicht an, in denen Menschen fliegen können oder sekundenlang in der Luft verharren.

So einen Mist muss ich mir nicht antun …

Gruss,
Herb

Gruss zurück
moritzbock

Ein klein wenig Logik erwarte ich selbst bei solchen Filmen.

…und mit der Einstellung fängst Du einen Tarantino-Film überhaupt an? Optimist!

(BTW: Ich finde QT gut und „Kill Bill“ einen guten Film!)

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Kunst ist immer symbolisch
Hi.

Ein klein wenig Logik erwarte ich selbst bei solchen Filmen.
Ich schau mir aus diesem Grund auch Machwerke wie Matrix oder
die Chinesen-Kracher nicht an, in denen Menschen fliegen
können oder sekundenlang in der Luft verharren.

Dein Anspruch an Filmstorys ist sehr rigide, den genannten Beispielen nach. Du vergißt, daß sich Kunst - und diesen Anspruch erheben Produkte wie Matrix und die „Chinesenkracher“ a la Tiger & Dragon - nicht in der Nachahmung der Alltagsrealität erschöpfen darf. Kunst dieser Art arbeitet mit Symbolen bzw. Metaphern - und das Fliegen im Cyberspace oder in der Parallelwelt der chinesischen Schwertkämpfer IST symbolisch. Es steht für die Freiheit des menschlichen Geistes, wenn sich dieser vom Körperlichen ablöst.

Abgesehen davon gibt es viele Augenzeugenberichte über fliegende oder schwebende Personen. Ein Spezl von mir behauptet, einen meditierenden Menschen in Lotusposition einen halben Meter über dem Boden schwebend gesehen zu haben.

Wie dem auch sei - Kunst hat Kunstfreiheit und bedient sich der Symbolik. Wichtig ist nur, daß die innere Logik gewahrt bleibt.

Gruß

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Danke für die Antworten -
vor allem die die mit dem Drehbuchauszug. Ich hatte mir schon sowas wie
Jahresringe gedacht - kenne das aber eher von Bäumen…

Viele Grüße

Moin!

Dein Anspruch an Filmstorys ist sehr rigide, den genannten
Beispielen nach. Du vergißt, daß sich Kunst - und diesen
Anspruch erheben Produkte wie Matrix und die „Chinesenkracher“
a la Tiger & Dragon - nicht in der Nachahmung der
Alltagsrealität erschöpfen darf.

Weil ein Machwerk für sich in Anspruch nimmt, Kunst zu sein, _ist_ es Kunst? Oder weil der „Künstler“ es so sagt? Mal ehrlich, wie ist denn Kunst definiert?

Es steht für die Freiheit des menschlichen
Geistes, wenn sich dieser vom Körperlichen ablöst.

Toll. Und das wirkt selbstverständlich auch auf den Zuschauer so? Nee, ehrlich, ich persönlich stehe voll dazu, daß ich einfach unterhalten werden möchte, wenn ich mir einen Film anschaue und würde von der Freiheit meines Geistes Gebrauch machen und umschalten oder den Kinosaal verlassen, wenn ich mit dem Werk nichts anfangen kann.

Nichts dagegen, daß es Menschen gibt, die alles und jedes interpretieren müssen, die auch in banalsten Filmchen höchste Kunst sehen, auf die Masse der Bevölkerung - zu der ich mich diesbezüglich hiermit ausdrücklich als zugehörig bekenne - trifft das aber nicht zu.

Wie dem auch sei - Kunst hat Kunstfreiheit und bedient sich
der Symbolik. Wichtig ist nur, daß die innere Logik gewahrt
bleibt.

Grundsätzlich ja nichts gegen einzuwenden, nur sollte sich diese Symbolik der Zielgruppe auch erschließen. Es ist doch sicher ein Unterschied, ob die Zielgruppe die breite Masse oder ein Fachpublikum ist.

Munter bleiben… TRICHTEX