vor vermutlich 20 Jahren sah ich im TV ein Film, im dem ein Cop einen Langzeit-Undercovereinsatz hatte. Am Ende versucht der Undercovercop aus einem Hochhaus zu flüchten, in dem die Bewohner ihn letztlich lynchen, weil diese ihn für einen Mörder halten.
Nein, Scherzkeks :o) Ich sehe mir gerade „The Departed“ an, und die Vorlage zum Drehbuch (eben „Internal Affairs“) erinnerte mich an den tatsächlich ca. 20 Jahre alten Film…
okay
Aber vielleicht macht man das ja in Hong Kong so: Für jede Generation einen neuen Cop-Film mit den gleichen funktionierenden Plotelementen.
Nein, Scherzkeks :o) Ich sehe mir gerade „The Departed“ an,
und die Vorlage zum Drehbuch (eben „Internal Affairs“)
erinnerte mich an den tatsächlich ca. 20 Jahre alten
Film…
Und wie findest du „The Departed“? „Infernal Affairs“ auch gesehen?
Ich hatte den Remakeverweis wieder rausgestrichen, um nicht zu viel Verwirrung aufkommen zu lassen für eventuelle Mitleser ;o)
‚The Departed‘: Kurzkritik
So, nun bin ich durch, mit „The Departed“…
Aber vielleicht macht man das ja in Hong Kong so: Für jede
Generation einen neuen Cop-Film mit den gleichen
funktionierenden Plotelementen.
Naja, leider erinnere ich mich an den von mir gesuchten Film nicht mehr so genau; aber doch noch soviel, um zu sagen, daß die sich doch in viel unterscheiden – nicht jede Undercover-Story stammt vom selben Proto-Film…
Und wie findest du „The Departed“? „Infernal Affairs“ auch
gesehen?
„The Departed“ habe ich mir gerade zum zweiten mal angesehen (zuerst im Kino). So richtig überzeugend fand ich ihn nicht, und einige Handlungselemente kamen mir zu plötzlich und auch zu konstruiert vor, z. B. der zweite Maulwurf, der am Ende Costigan erschießt, oder wie unbekümmert Costello entgegen aller Warnungen den Kokain-Deal abschließen will (und daran immerhin folgerichtig stirbt). Der Film erscheint wegen der planlos wirkenden Abläufe inkonsistent und zeichnet einige Charaktere teilweise so oberflächlich, als wäre er die gekürzte Version eines viel längeren Films. Aber irgendwie wird man halt doch unterhalten und so ist es zumindest keine Zeitverschwendung (sonst hätte ich ihm wohl auch keine zweite Chance gegeben).
Wie fandest Du ihn?
-R o b.
P. S.:
Zwei gewaltige Filmfehler: Als Sullivan mit dem Handy des ermordeten Queenan den Undercover-Cop anrufen will, verschmiert er auf der Handytastatur Queenans Blut – das längst getrocknet sein müsste. Und noch ein Beispiel für die Inkonsistenz: Als Dignam zuguterletzt Sullivan ermorden will, scheint er mit Hand- und Überschuhen ein unbehelligtes Weiterleben zu beabsichtigen. Warum aber wartet er mit seinem Erscheinen und dem Schuß nicht, bis Sullivan zumindest die Wohnungstür geschlossen hat (immerhin sind auf dem Flur auch gerade Frau und Hund vorbeigelaufen)? Und warum wendet er die allerwichtigste Maßnahme zum Schutz vor Spuren, nämlich das Bedecken der Haare, nicht von vorneherein an, anstatt sich die Mütze nach abgegebenen Schuß aufzuziehen, und dabei vermutlich erst recht ein paar DNA-Spuren zu verteilen? Wer sonst so viel Aufwand betreibt, sollte soviel Sachverstand besitzen, daß einem dieser Fehler nicht unterläuft. Und wer einen großen Film inszeniert, einen großen Namen und ein ebensogroßes Budget hat, dessen Berater sollten auf so große Widersprüchlichkeiten hinweisen.
Holla, gleich so ausführlich!! Damit kann ich jetzt leider nicht dienen… Meine Konsumption liegt schon einige Monate zurück, ich sah mir „The Departed“ damals 2x kurz hintereinander an, weil beim ersten Mal komplette Gehirnamputierte neben mir saßen, die nur auf Ballerszenen scharf waren… Alle Details weiß ich leider nicht mehr, nur dass ich die Ratte am Ende irgendwie deplatziert fand. Und dass ich danach di Caprio gutfand, den ich vorher immer nicht so ernstgenommen hatte.
Danach - leider erst danach - schaute ich mir Infernal Affairs an. Mit den beiden Hongkong-Superstars, wow. Der Film hätte mir noch besser gefallen, wenn die Reihenfolge umgekehrt gewesen wäre, der war nämlich viel schlüssiger als Departed. Aber den Handlungsfaden kannte ich ja nun schon.
Aber als US-Produktion ist Departed auf jeden Fall eine der besseren Werke der letzten Zeit.