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Re: M und die Nazis
Hi Thorsten,
so ganz verstehe ich nicht, was du mit deinen Fragen meinst. Aber ich versuchs mal zum Teil:
Peter Lorre war Jude und daher von den Nazis bedroht. Sein richtiger Name: Laszlo Löwenstein. In Deutschland damals ein durchaus bedeutender Schauspieler, der es vorzog, auszuwandern, als die Nazis an die Macht kamen. Sie werden es ihm übel genommen haben.
Soweit ich die Filmdarstellung verstanden habe, scheint es sich um ein Kriminalstück mit einem fiesen kleinen Kindermörder gehandelt zu haben, der die Gewohnheit hatte, das Stück "in der Höhle des Bergkönig" aus der Peer Gynt Suite op 46 von Edward Grieg zu pfeifen. Ein Blinder bringt die Polizei schließlich auf die richtige Spur. Inwieweit da Anspielungen auf einen absehbaren Zustand drin waren, weiß ich nicht, weil ich den Film nicht kenne. Gleichwohl muss man konstatieren, dass die 2 Jahre Differenz zum Machtwechsel, auf die du anspielst, offenbar in der damaligen Zeit keine Rolle spielten. Es liegt nahe, dass einiges über die NSDAP und ihre Führer bekannt war.
Ich weiß von dem Sohn Richard Wagners, Siegfried - (verheiratet mit Winnifred, die später Hitler regelmäßig zu den Festspielen in Bayreuth mit Pomp empfing) - dass er Hitler hasste und in einer kleinen Oper anderem Hitlers blutrünstige Art - in Form eines Räuberhauptmannes namens Wolf, Hitler ließ sich gern so als "Koseform" nennen, persiflierte. Und Siegfried starb im Jahr 1933, er hat also nichts davon richtig mitgekriegt.
Gruß, bebro
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