Etwas weiter unten äussern sich viele sehr negativ über das Remake von „Die Brücke“.
Warum tun sich die Filmemacher, Regisseure, Schauspieler etc. das eigentlich an, wo sie doch wissen müssten, dass sie gegenüber dem Original nur verlieren können?
Beispiele dafür gibts ja mehr als genug.
Ich denke, die empfinden das nicht als „sich antun“. Ein großes Werk ist für jeden Künstler eine Herausforderung, und mancher denkt vermutlich, er könnte eine Geschichte genauso gut, besser oder vielleicht auch mit völlig neuen Aspekten erzählen. Ist doch okay! Außerdem bringts Geld… das wollen wir mal nicht außer Acht lassen. Und wir haben am Ende was zum lästern…
ich denke, dass oft einfach versucht wird, die Story an die aktuelle Zeit anzupassen, weil die Thematik ans ich immer noch interessant ist. Finde ich auch nicht verkehrt. die stimmung wird natürlich eine andere sein, aber gerade die jungen Zuschauer können sich dann besser damit indentifizieren. Und bei den anderen führt es oft dazu, dass sie sich die alten Version mal wieder ansehen.
Warum tun sich die Filmemacher, Regisseure, Schauspieler etc.
das eigentlich an, wo sie doch wissen müssten, dass sie
gegenüber dem Original nur verlieren können?
Weil jeder, der ein Remake macht, davon überzeugt ist, dass seine Version besser ist.
Weil es für die Studios einfacher und günstiger ist, Stoffe nochmal aufzuwärmen, statt sich immer etwas Neues auszudenken.
Weil es speziell bei Autoren-Streiks hilft, dass man trotzdem etwas produzieren kann.
Es kann so auch anders rum kommen
So erging es mir bei The Departed [2006] (und bis auf Jack Nicholson fand ich ihn klasse wenn auch alle die ‚Infernal Affairs‘ kannten meinten The Departed is viel schlechter).
(und um es weiter zu treiben, gibt es bei fast jeden Film der auf einer Romanvorlage basiert, die Leser die meinen die Verfilmung ist schlecht gelungen… ^^)
weil viele die den ersten ( original) film kennen und mögen, mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit auch ind das neue Machwerck gehen…
Weil es wie schon oft erwähnt, einfach billiger ist…
weil die drehbuch autoren wegfallen, und auserdem eine gewisse sicherheit beteht, das der Film angesehen wird…( sihe punkt 1 )
Weil es wie schon oft erwähnt, einfach billiger ist…
weil die drehbuch autoren wegfallen, und auserdem eine gewisse
sicherheit beteht, das der Film angesehen wird…( sihe punkt
1 )
Das ist nicht richtig. Auch ein Remake braucht ein Drehbuch, selbst wenn es zum Teil vom alten Film abgeschrieben ist. Aber dann hat man ja mit Sicherheit einen Flop an der Hand.
Und die Rechte eines Films können u.U. teuerer sein als die REchte an einem Buch oder ein Originaldrehbuch.
ich kenne ein Paradebeispiel, wo das Remake absolut notwendig war, um dem Stoff Ehre zu erweisen: Roter Drache, früher schon mal verhunzt(äh -filmt) worden als Manhunter…
ich kenne ein Paradebeispiel, wo das Remake absolut notwendig
war, um dem Stoff Ehre zu erweisen: Roter Drache, früher schon
mal verhunzt(äh -filmt) worden als Manhunter…
das sehen allerdings manche leute durchaus anders . . .
wenn ich dazu eben mal jörg gehrle im filmdienst zitieren darf:
„Sie (die neuverfilmung) erreicht zwar nicht die Geschlossenheit und erschreckende Virtuosität der ersten Verfilmung dieses Romans („Blutmond“ von Michael Mann), überzeugt aber dennoch als schnörkellos inszeniertes Starkino gehobener Qualität.“
kann man also so oder so sehen - auf jeden fall ist die neue verfilmung ein beispiel dafür den stoff an den heutigen visuellen stil anzupassen der durch „das schweigen“ mit eingeleitet wurde - über die qualität des alten films sagt das allerdings nicht viel aus . . .
Wie bitte sollte man denn die meisten gecoverten Filme(Bsp.
die Brücke) der aktuellen Zeit anpassen? Dann ist es ja kein
Remake oder?
„An eine Zeit anpassen“ heißt ja nicht notgedrungen, die Story in die moderne Zeit „zu versetzen“.
Nimm z.B. „Planet of the Apes“. Beide - Orginal und Remake - spielen in einer Kunstwelt (Zukunft), was aber anders ist, sind (neben den SX, den special effects) die Gewichtung der Themen. Zira, die Schimpansin im Original, ist ein ganz andere Charakter als Ari im Remake. Helena Bonham Carter bringt ganz andere Elemente in ihre Darstellung der jungen Wissenschaftlerin. Ihre Darstellung wäre 1968 (mit den Anspielungen auf die Emanzipationsbewegung zum Beispiel) überhaupt nicht verstanden worden.
Das gleiche gilt auch (wenn auch überhaupt nict gelungen) für „Die Brücke“. Der Versuch Sex in die Handlung zu bekommen, überhaupt eine Frauengestalt in den Vordergrund zu bringen, das alles wird als „zeitgerecht“ für 2008 verstanden und wurde 1959 nicht vermisst.
niemand zwingt dich, ins kino zu gehen. und den fernseher kann man tatsächlich ausschalten (probiers mal - der kleine rote taster, der ziemlich angestaubt aussieht). warum sich also über unkreative filme beschweren? wer sich sowas gerne ansieht, verdient nichts anders. und alle anderen schauen eh nicht hin.
aber die Frage nach der Motivation von Filmemachern ist
legitim, oder?
natürlich ist die frage legitim, wenn auch etwas müssig. die motivation ist die selbe wie bei „normalen“ filmen: die einen wollen kohle verdienen, die anderen sich selbst verwirklichen. remakes sind da einfacher, weil man keine „echte“ kreativität mehr braucht. kreativität im sinne „neue story erfinden“ und nicht „noch bessere special effekts aus dem computer rauskitzeln“.
natürlich ist die frage legitim, wenn auch etwas müssig.
Deine Antwort klang aber ziemlich „fragenabwürgend“
die
motivation ist die selbe wie bei „normalen“ filmen: die einen
wollen kohle verdienen, die anderen sich selbst verwirklichen.
remakes sind da einfacher, weil man keine „echte“ kreativität
mehr braucht.
Das ist aber nicht wahr. Es kommt auf die Art des Remakes an.
kreativität im sinne „neue story erfinden“ und
In manchen Filmen wird eine neue Story erfunden, in anderen wird aber ein vorhandener Stoff einem neuen Medium angepasst.
Nach deiner Aussage wäre jede Theateraufführung, die keine Erstaufführung ist, ein Ding ohne Kreativität.
Gruß
Elke