Paradoxa in 'Seven Days'

Hi.

Die meisten von euch kennen sicher die Serie „Seven Days“ mit Jonathan LaPaglia in der Rolle seines Lebens. Abgesehen von der unzweifelhaften Unterhaltsamkeit der Filmchen waren mir zwei grundsätzliche Fehler bzw. Ungereimtheiten im Storykonzept aufgefallen:

  1. Wenn Parker #1 in die Vergangenheit reist, ist d o r t nie ein anderer Parker, also der sieben Tage jüngere Parker #2. Es gibt nur den Parker #1, der aus der Zukunft gekommen ist.

  2. Wenn Parker #1 sich in die Vergangenheit begibt und diese ändert, müsste von irgendeinem Punkt an (also spätestens dann, wenn er die jeweilige Katastrophe verhindert) sich die Zukunft, aus der er kam, in Nichts auflösen. Dann sie kann ja nicht passiert sein. Wie aber geht das Team der NSA-Zeitreise-Abteilung mit dem Problem um, dass es sich - samt dem Rest der Welt - in Nichts auflösen wird, sobald Parker #1 an der Vergangenheit herumschraubt? Sehr locker, finde ich. Sie wünschen Parker einfach Glück.

Wie seht ihr das? Gibt es noch andere Ungereimtheiten, die mir nicht aufgefallen sind?

Im Grunde ist das Konzept also nicht nur ein Zeitreise-, sondern auch ein Parallelweltenkonzept. Man könnte sagen: der Zeitstrang von Parker #1 bleibt bestehen und der frühere Zeitstrang #2 wird zu einer Parallelwelt durch Parker´s (#1) Eingriffe. Das aber wäre Unsinn, da dadurch die Gegenwart (#1) gar nicht geändert würde, was doch Sinn der Zeitreisen ist.

So gesehen, ist das Konzept wohl logisch nicht zu retten.

Gruß

Moinsen,

ES IST NUR EINE SERIE!!!

Grüße
Turm.

‚nur‘ eine Serie?
Hi.

ES IST NUR EINE SERIE!!!

Was heißt „nur“? 24 und CSI sind auch Serien, und die haben beinahe Hollywood-Niveau. Leichte Logikfehler kann man wegstecken, aber die von mir genannten sind schon sehr gravierend.

Gruß

Hallo Horst

Die meisten von euch kennen sicher die Serie „Seven Days“ mit
Jonathan LaPaglia in der Rolle seines Lebens.

Ich hab, da ich eigentlich Zeitreisen-Fan bin, die ersten zwei, drei Folgen mal angeschaut. Die Serie hat mich aber nicht wirklich begeistert.

Zu Deinen Fragen:

In Hollywood-Produktionen gibt es bei Zeitreisen eigentlich immer mehr oder weniger schwerwiegende Logikfehler, Paradoxa etc. Erst recht, wenn das Ganze als Serie daherkommt.

Als Ergänzung zu Deiner Fragestellung sei noch angemerkt: Wenn einer in der Zeit zurückreist, um ein Ereignis zu verhindern und ihm das gelingt, eliminiert er zugleich den Grund, weshalb er die Zeitreise überhaupt gemacht hat. Wenn er die Zeitreise aber nicht macht, kann er das Ereignis nicht verhindern… --> Kannst Du dieses Paradoxon lösen?

CU
Peter

Hallo,

ES IST NUR EINE SERIE!!!

Was heißt „nur“? 24 und CSI sind auch Serien, und die haben
beinahe Hollywood-Niveau. Leichte Logikfehler kann man
wegstecken, aber die von mir genannten sind schon sehr
gravierend.

24 hat genauso gravierende Logikfehler, die erkennt der Laie nur nicht sofort. Gerade in letzter Zeit wirds zunehmend unrealistisch.

mfg
MB

Hi

24 hat genauso gravierende Logikfehler, die erkennt der Laie
nur nicht sofort.

In der 6. Staffel sind die so gravierend, daß sie einem so ins Auge springen, daß es weh tut.

Gruß
Edith
*maßlosenttäuschtvonstaffel6*

Logikfehler 1. und 2. Klasse
Hi.

24 hat genauso gravierende Logikfehler, die erkennt der Laie nur nicht sofort. Gerade in letzter Zeit wirds zunehmend unrealistisch.

Da stimme ich dir zu, was die letzte Staffel betrifft, aber das rubriziere ich eher unter „leichte Logikfehler“, verglichen mit den grundsätzlichen Fehlern bei „Seven Days“. Logikfehler light finden sich eigentlich in beinahe jeder Filmstory, auch in Rennern wie Matrix 1. Nimm dort Neos „Hinrichtung“ auf dem U-Bahn-Gleis durch Agent Smith. Also, wenn ich - rein fiktiv - jemanden absolut kaltmachen wollte, dann würde ich ein komplettes Magazin in sein Gehirn ballern. Smith tat das bei Neo nicht, und warum? Weil das (filmisch)unschön ausgesehen hätte, wenn Neo dann doch noch durch Trinity zum Leben erwacht wäre und einen Haufen Schusswunden im Schädel hätte. Autoren stehen immer vor dem Problem, wie sie eine Handlung so hinbiegen, dass der weitere Verlauf in die gewünschte Richtung geht. Das wahre Leben leistet sich bei der Logik keine Fehler, aber der Autor rutscht immer wieder in diese Fallgrube rein. Das galt dann auch verstärkt für 24 Nr.6.

Bei 7 Days aber wankt das ganze Fundament. Nichtsdestotrotz sah ich mir jede Folge an…

Gruß