Star Trek Classic - Neue Version; Synchronisation

Hallo
Ich überlege ja schon seit längeren mir mal in Naher Zukunft die Star Trek Classic Serie in der „Neuen Version“ zuzulegen. Mit der verbesserten Qualität und verbesserten Effekten (Ähnlich wie bei Star Wars - Special Edition).

Jetzt hatte ich bei Wikipedia nach der Besetzungsliste der alten Serie geschaut und dabei gesehen, das die Synchro der ZDF-Ausstrahlung (die ich nur kenne) wohl teilweise geändert wurde und neu Synchronisiert wurde.
Da ich diese nie gesehen habe, kann ich gar nicht sagen, ob mir das wohl gefällt (Generell finde ich es ganz grausig, wenn die Leute eine andere Synchro-Stimme haben)

Daher würde ich gerne wissen, ob diese überarbeitete Fassung die alte oder die neue Synchro zu Grund liegt?

Und überhaupt. Warum wird das eigentlich gemacht?
Auch bei alten Spielfilmen finde ich sowas immer unter aller Sau. Freut man sich auf einen guten alten Film und dann wurde der mit einer neuen Synchro versaut :frowning:

Danke für die Antworten

Gruß
Andreas

Hallo Andreas,

ganz speziell auf Star Trek bezogen weiss ich keine genaue Antwort. Sorry.

Aber in sehr vielen Fällen wird das gesendete Material aus den mannigfaltigsten Gründen (welche beileibe nicht immer etwas mit bösen Zensurschnitten zu tun haben müssen) gekürzt, umgestellt, zusammengeschnitten halt.

Jahre und Jahrzehnte später finden sich die-aus welchen Gründen auch immer-fehlenden Filmschnipsel wieder, natürlich nicht synchronisiert. So in etwa könnte es bei deiner Edition gewesen sein. Außerdem wurden, soviel mir bekannt ist, gar nicht alle Folgen in D ausgestrahlt.

So. Wie synchronisiert man, ohne, dass es gar zu weh tut, Jahrzehnte später einzelne Sequenzen und ganze Folgen? Die damaligen Synchronsprecher sind entweder lange tot oder können höchstens noch die alte Schildkröte nachvertonen.

Beispiel: „Endstation Sehnsucht“. Fände sich da wie durch ein Wunder plötzlich zensiertes Material, hätten die Synchronstudios ein kleines Problemchen. Denn die männliche Hauptrolle, Marlon Brando, wurde 1951 von Harald Juhnke eingedeutscht. Tja.

Wenn man sich also einen ausreichenden wirtschaftlichen Erfolg verspricht, bleibt einem nix anderes übrig, als die Schwarte komplett nochmal zu vertonen (ich würde da Martin Semmelrogge vorschlagen, aber mich fragt ja keiner).

Die bearbeitete Sonderedition in deinem Falle dürfte ähnlich gelagerte Gründe haben.

Für ausgewiesene Cineasten allerdings macht man von Zeit zu Zeit gerne einmal eine Ausnahme. In Orson Welles’ Klassiker „Touch of Evil“ von '59 wurden 30 Jahre später wieder aufgetauchte minutenlange Ausschnitte einfach im Original belassen, keck in die dunnemals eingedeutschte Fassung reingeflümelt und die erlesene Bildkomposition durch gräßlich fette Untertitel verhunzt… Hui, was ein Spass >Ironie.

Beste Grüße

Annie

Hallo
Das hilft mir ja leider nicht weiter in diesem Fall.

Generell hast du vielleicht recht.
Aber ich sage jetzt mal z.B. bei „Die Bill Cosby Show“, dritte Staffel auf DVD hat man in einigen Folgen die Eltern von „Bill Cosby“ und Rudy neu synchronisiert.
Oder bei „Ein Ausgekochtes Schlitzohr-Box“ wurde der zweite Teil komplett neu Synchronisiert. Auch ohne neue Szenen. Der Film wurde dadurch völlig verhunzt. Das soll wohl auch bei „Geschenkt ist noch zu teuer“ so sein.

Ich persönlich finde es immer grausig bis unerträglich, wenn z.B. bei „Star Wars - Special Edition“ mittendrin neue Synchronsprecher auftreten. Bei einem solchen Film sind dabei aber noch die Original-Sprecher vorhanden.
Bei manchen Filmen wie z.B. „Dune - der Wüstenplanet“ finde ich es nicht weiter schlimm, wenn dort (immerhin 60 Minuten!) stattdessen die Originalschnitte genommen werden und diese Untertitelt werden.
Besser als würde man den ganzen Film neu Synchronisieren und ihn damit „kaputtmachen“. Wenn man den Film nicht kennt, wirds einem vermutlich nicht auffallen, aber ich kaufe mir oft alte Filme wegen der Erinnerung dran…
Aber das ist eben Geschmackssache… :smile:

Hi, Annie,

man muss nur mal googeln nach

Stimmen imitieren Software

und erfährt so, dass es schon seit Jahren Software gibt, mit der man Stimmen imitieren kann.

Sind Dir irgendwelche Gründe bekannt, weshalb man solche Programme nicht bei Nach-Synchronisationen verwendet? Damit wäre „der Kittel doch geflickt“. Stehen dem rechtliche Gründe entgegen, oder nur die Eitelkeit der Synchronsprecher?

Gruß
W.

Einfach Lösung
Hallo,

einfach O-Ton gucken.

SCNR

Elke

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Superlustig. Kann den Ton auch ganz ausschalten. Da habe ich dann ungefähr genauso viel von
Und darüber hinaus: Dann habe ich auch nicht den Original-Ton, den ich aus meiner Kindheit kenne.

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Superlustig. Kann den Ton auch ganz ausschalten. Da habe ich
dann ungefähr genauso viel von
Und darüber hinaus: Dann habe ich auch nicht den Original-Ton,
den ich aus meiner Kindheit kenne.

SCNR deutet auf nicht ganz ernstgemeint hin, aber weil du so humorresistent antwortest: ich sehe ziemlich viele Filme im O-Ton mit Untertiteln, darunter viele aus Sprachen, die ich nicht verstehe.
Es gibt Menschen, die diese Art des Filmsehens dem Synchroneinheitsbrei tatsächlich vorziehen.

Nebenbei: es gibt einiges aus meiner Kindheit, was nur in meiner Erinnerung existiert.

Elke

Hallo Andreas

Daher würde ich gerne wissen, ob diese überarbeitete Fassung
die alte oder die neue Synchro zu Grund liegt?

Ob für diese Version die Synchro nochmal neu gemacht wurde, weiss ich nicht. Ich habe diese DVDs noch nicht selber gesehen.

Und überhaupt. Warum wird das eigentlich gemacht?

Bei Star Trek Classic (TOS für The Old Series) weiss ich soviel:
Das ZDF hat damals in den 70ern nur ca. 30 Episoden eingekauft und synchronisieren lassen. Von insgesamt 78 Episoden. Zudem war es damals so, dass TOS, aber auch andere Serien und viele Filme sehr eigenwillig synchronisiert wurden. Auf eine Art, welche die Sachen lustiger machten, als sie es eigentlich waren. Und einiges wurde geschnitten.

In den 80ern oder 90ern hat dann SAT.1 die Rechte an Star Trek übernommen. Sie haben die restlichen TOS-Episoden nachträglich synchronisiert. AFAIK haben sie soweit wie möglich die Original-Synchronsprecher (z.B. Herbert Weicker als Spock) verpflichtet. Deren Stimme hat sich aber altersbedingt verändert, so dass die nachsynchronisierten Fassungen zwangsläufig etwas anders klingen. Zudem wurde auf den ‚Jux‘-Stil verzichtet, daher ist es auch sonst anders.

Die Gründe für Nachsynchronisationen sind also vor allem Szenen bzw. Episoden, die vorher nie synchronisiert wurden. Die ursprünglichen Sprecher können aber nicht immer verpflichtet werden. Sei es, weil der betreffende Sprecher zu der Zeit andere Verpflichtungen hat (egal ob als Synchronsprecher oder als Schauspieler an einem Theater, für TV, Film o.ä.), weil sich der Sprecher und das Synchronstudio nicht einig werden (Gage…) oder auch weil der Sprecher inzwischen verstorben ist. Herbert Weicker etwa ist 1997 verstorben. Wenige Wochen, nachdem ich ihn an einer Star Trek-Convention in der Schweiz kennenlernen durfte und wo er etwas aus dem ‚Synchronsprecher-Nähkästchen‘ geplaudert hat.

Auch bei alten Spielfilmen finde ich sowas immer unter aller
Sau. Freut man sich auf einen guten alten Film und dann wurde
der mit einer neuen Synchro versaut :frowning:

Vielleicht war auch die alte Synchro eigentlich eine Versauung und erst mit der neuen Synchro entspricht der Film wieder dem Original… Dir kommt es nur andersrum vor, weil Du z.B. die Originalfassung nicht kennst.

CU
Peter

Off Topic (außerhalb des Themas)
Hallo Elke,

wenn er aber doch kein Englisch kann, wie soll er denn SCNR deuten?

Tut mir leid, konnte ich mir jetzt grad nicht verkneifen.

Aber zu den Untertiteln noch ein Wort, wenn’s gestattet ist. Es ist nämlich in der Tat so, dass meine Wenigkeit betreffend eine ganz erhebliche Anzahl von Filmen durch diese fetten weissen Zeilen mehr verhunzt werden als eine vernünftige Synchro oder eine behutsame voice-over-narration (toller Fachbegriff, hat mich autumn flower grad gelernt und schwupp gesessen hat).

Filme, die mehrheitlich im Dunkeln spielen oder überhaupt sorgfältig und liebevoll fotografierte S/W-Streifen.

BTW ist dir doch sicherlich die Szene mit der Tippse, die grade das Folterprotokoll per Diktaphon abtippt aus Gilliams Brazil bekannt?

An diese hübsche Schnurre musste ich zu allererst denken, seinerzeit beim „Blair Witch Project“, eben Original mit Untertiteln. Nachts, die Blödies werden zu Tode erschreckt, die Digicam funzt natürlich nicht, die S/W-16mm hat auch so gut wie kein Licht, die Blödies rennen wie bescheuert schreiend im Dunkeln im Wald hin und her und man sieht genau man janischt bis auf bodenlose Schwärze und die blendenden grellen Untertitel.

„AAAAAAAAAAHHHHHHH!!!“ „OOOOOOOOOOOOHHHHHH!!!“ „OOOOHHHMEINGGGGOOOOOOOOOOOTTTT!!!“ „NNNNNNNNNNEEEEEEEEEEEIIIIIIIIIIINNNNN!!!“

Ich konnte den Film hernach nicht mehr so recht ernstnehmen.

Gruß

Annie

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Hallo,

wenn er aber doch kein Englisch kann, wie soll er denn SCNR
deuten?

Tut mir leid, konnte ich mir jetzt grad nicht verkneifen.

Hättst dich ja anstrengen können :wink:
(ich dachte, das wäre heute Standard-Sprache in Internetforen, aber meinst du er hätte „TMLIKEMNV“ (=tut mir leid, ich konnte es mir nicht verkneifen) besser verstanden?)

Aber zu den Untertiteln noch ein Wort, wenn’s gestattet ist.
Es ist nämlich in der Tat so, dass meine Wenigkeit betreffend
eine ganz erhebliche Anzahl von Filmen durch diese fetten
weissen Zeilen mehr verhunzt werden als eine vernünftige
Synchro oder eine behutsame voice-over-narration (toller
Fachbegriff, hat mich autumn flower grad gelernt und schwupp
gesessen hat).

Aber bitte „behutsam“ bei Voice-over-narration. Die kann nämlich SEHR nervig sein.

„AAAAAAAAAAHHHHHHH!!!“ „OOOOOOOOOOOOHHHHHH!!!“
„OOOOHHHMEINGGGGOOOOOOOOOOOTTTT!!!“
„NNNNNNNNNNEEEEEEEEEEEIIIIIIIIIIINNNNN!!!“

Ich konnte den Film hernach nicht mehr so recht ernstnehmen.

Bleibt nur noch: Kinder, lernt mehr Sprachen!

Hamba kahle!

Elke

Hamba kahle!

Dwella.

Annie

[MOD] … und bitte Schluss mit off Topic

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Hallo
Danke für die Information.

Nun müsste ich gestehen, das ich selber nicht weiß, welche Folgen mir bekannt sind. Eigentlich schaue ich schon seit Jahrzehnten kein Sat 1 mehr, weil das für mich ein Werbesender ist, dessen Werbesendungen durch Spielfilme unterbrochen werden :smiley:

Aber die Serie lief/läuft dort ja auch schon Jahrzehntelang…
Allerdings würde ich persönlich davon ausgehen, das ich mehr als 30 Folgen gesehen habe…
Naja… Werde mir wohl einfach mal eine Staffel kaufen, dann sehe ich es ja :smile:

Das mit der „Humorvollen Synchro“ sieht man damals tatsächlich öfters. Zum Beispiel bei den Bud Spencer und Terence Hill Filmen. Wie ich immer zu sagen pflege: Sie sind „Über-Synchronisiert“… Also niemand bewegt die Lippen, trotzdem wird ein Kommentar abgegeben.
Ist ja auch bei „die Zwei“ so. Aber ich muß sagen in den alten Filmen und Serien gefällt es mir. Zumal gerade die beiden genannten Beispiele die Sachen durchaus aufzuwerten wussten.
Ein Gegenteiliges Beispiel ist eigentlich „Ein Käfig voller Helden“, das beim Erst-Synchro nicht sonderlich erfolgreich war und dann bei der Neu-Synchro mehr Slapstick und „Übersynchronisation“ reinkam.
Da ist es auch mit unter interessant die dazugehörigen Englischen Untertitel einzuschalten und zu vergleichen :smile:
Zum Beispiel die Haushälterin „Kalinke“, die es in der Serie überhaupt gar nicht gibt :smile:

Gruß
Andreas