Jugendliche in US-Serien

Hallo!

Ich hab wieder mal ne Frage an euch: Findet ihr dass sich das Jugendbild in (amerikanischen) Fernsehserien im Laufe der Zeit verändert hat? Und wenn ja, WIE?

Wäre sehr nett, wenn ihr mir helfen könnt.

Liebe Grüße!

Hallo,

natürlich, schließlich hat sich auch die Jugend selbst verändert, das ist ja ganz normal. Spielst du auf etwas bestimmtes an? Auffällig ist jedenfalls, dass die Jugendlichen immer älter aussehen als man es von einem typischen 16jährigen erwarten würde :smile: Und dann kommt noch hinzu, dass sich die Themen der Serien im Laufe der Jahrzehnte natürlich auch ändern. In den 80ern waren durchaus mal Serien in, die auch Gesellschaftskritik und soziale Themen aufgriffen. Die Jugendlichen waren eher „normal“, also im Gegensatz zu den gelackten Neureichen von Beverly Hills, 90210 waren die Cosbys zehn Jahre zuvor zwar auch durchaus wohlhabend, aber nicht überkandidelt. In den 80ern konnte man sich mit Serienfiguren identifizieren, in den 90ern wollte man eher so sein wie sie. Meiner Ansicht nach sind die Serien-Jugendlichen im vergangenen Jahrzehnt noch tougher geworden, noch weniger „jugendlich“. Das beginnt bereits mit Buffy zum Ende der 90er, ist noch krasser in Smallville, wo die Jugendlichen alle schon neben der Schule eigene Geschäfte führen oder sonstwie erfolgreich sind, ist aber auch in der unglaublich spröden „Himmlischen Familie“ zu finden, wo die jugendlichen Teile der Familie alle wahnsinnig ehrgeizig und herzensgut sind.

Mein ganz persönlicher und stark von meinen eigenen Serienvorlieben geprägter Blick auf die Jugendlichen dieser drei Jahrzehnte wäre also, dass die 80er die „normalen“, durchaus mal problembehafteten Jugendlichen hervorbrachte, die sich mit Dingen beschäftigten, die noch relativ viel mit unserem Alltag zu jener Zeit zu tun hatten. In den 90ern kamen dann die reichen, schönen und teils gelangweilten Jugendlichen und im letzten Jahrzehnt die nahezu übermenschlichen Jugendlichen, die gleich alles sind: schön, erfolgreich und wenn’s geht auch noch mit besonderen Gaben gesegnet. :wink:

Erstmals vielen Dank für deine rasche Antwort. Ja, ich spiele auf etwas bestimmtest an. :wink: Ich bin gerade dabei herauszufinden was es in den Serien „Wunderbare Jahre“ (1988) und „Gilmore Girls“ (2000) für gesellschaftlich-politische Hintergründe gibt? Und was bzw. wie sehr die explizit in die Serie hinein geholt werden? Welche amerikanische Ideologie wird sozusagen transportiert?

Ich würde mich über jeden Beitrag bzw. (neue) Anregung sehr freuen.
Danke im Voraus!

Moin!

Erstmals vielen Dank für deine rasche Antwort. Ja, ich spiele
auf etwas bestimmtest an. :wink: Ich bin gerade dabei
herauszufinden was es in den Serien „Wunderbare Jahre“ (1988)

Hier werden m.W. die 60er Jahre retrospektiv beobachtet.
Dies in einem extrem eingeschränkten Kreis zwischen Haus, Schule und Sportplatz.
Ich kann mich nicht erinnern, dass Korea und Veitnahm dort näher thematisiert worden sind, es soll also nur ein überzeichneter, spiessiger Alltag und v.a. die emotionale Situation des Protagonisten behandelt werden.

und „Gilmore Girls“ (2000) für gesellschaftlich-politische
Hintergründe gibt?

Die Gilmore Girls thematisieren die allein erziehende Mutter und die Probleme eines amerikanischen Teenagers, der früh selbständig werden musste.
Das alles in einer überzeichnet sauberen kleinstadtwelt mit für die USA sehr linker Attitüde. Diese wiederum im gegensatz zu den überzeichnet-konservativen Eltern/Großeltern.

Und was bzw. wie sehr die explizit in die
Serie hinein geholt werden? Welche amerikanische Ideologie
wird sozusagen transportiert?

Ich sehe hier keine „amerikanische Ideologie“ (ausser vielleicht dass der hohe Stellenwert der Familie für europ. Begriffe überbetont wird), sondern die Beschreibung von vergangenen (Wunderbare Zeiten) bzw. heute immer öfter vorzufindeneden (Gilmore Girls) Lebenswelten.

Gruß,
M.

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Hallo,

da kann ich Matthias nur zustimmen. „Wunderbare Jahre“ verklärt die Kindheit, da spielt Politik so gut wie keine Rolle. Die „amerikanische Ideologie“ darin ist wohl die heile Familie und das Ideal der Nachbarschaftshilfe. Meiner Ansicht nach geht es in „Gilmore Girls“ auch gar nicht sooo sehr um die Nöte der Alleinerziehenden, das wird ja selbst in „Friends“ mehr thematisiert und das ist noch sehr viel mehr Comedy. Die Gilmore Girls haben ja schließlich die reichen Großeltern, die sie ja auch immer wieder mehr oder weniger gern nutzen… da geht’s wohl eher um die überspannte Mutter und ihre „lustigen“ Ideen. Die „Ideologie“, wenn man es so nennen will, ist hier meiner Meinung nach das „man kann alles schaffen, wenn man es nur will“, „man muss einen Traum haben“.

Grüße

Hausaufgaben
Nach deiner Frage im Kultur-Brett muss ich jetzt mal sagen:
Hier sollen keine Hausaufgaben erledigt werden!

Denk doch mal selber nach. Recherche und selbstständiges Denken sollte man von einer Studentin schon erwarten können.

Grüße
Pommes

Hallo,

da hast du wohl recht, aber ich möchte keine Hausaufgaben hier erledigen. Ich habe mir schon unzählige Gedanken dazu gemacht. So ist es nicht! :wink:. Ich bin lediglich auf der Suche nach neuen Anregungen bzw. Sichtweisen und freue mich sehr darüber, wenn jemand Stellung dazu nimmt.

Dass du dir schon Gedanken gemacht haben sollst, merkt man aber nicht. Stattdessen forderst du einfach nur Meinungen und Gedanken von anderen mit einer konkreten Frage ein (Fragestellung der Hausarbeit?) und gehst in der Antwort nicht mal darauf ein. In deinem Alter, wenn es denn stimmt, sollte man mehr können.

Grüße
Pom.mes.

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