Kino / Fernsehen: Verarbeitung hin und zurück
Ich versuch mal eine Antwort:
Obwohl es in der Ursprungsfrage um Stummfilme geht, ist es ja bei heutigem Film nicht anders: Wie gesagt: Film (also Celluloid): 24 FpS (Frames per Second), TV: 25 FpS
Und da ist Deine Frage schon sehr berechtigt. Ich wußte sie auch nicht auf Anhieb zu beantworten, darum hab ich mich mal bei unserem Tonmeister schlau gemacht (der macht Fernsehen und Kino, also müßte er's wissen - und wußte es auch).
Bei der Herstellung eines (Kino)films wird der Film nach dem Dreh geMAZt. Eine MAZ ist eine Magnetische Bildaufzeichnung (Aufzeichnung von Bild- und Tonsignalen). Alles, was wir so sehen im fernsehen, ist zuvor in der MAZ gewesen.
Das Filmmaterial wird also gemazt und hierfür auf 25 FpS gebracht, damit es digital bearbeitet werden kann - kein Kinofilm wird mehr im wahrsten Sinne des Wortes geschnitten, sondern nur noch digital editiert (also Schnitt am Computer)
Ist das Material gemazt und editiert, wird es geFAZt. Die FAZ ist die Erstellung eines 16mm oder 35mm-Films von einem Videoprogramm. Das mußt Du Dir, vereinfacht gesagt, einfach so vorstellen, daß der Film einfach wieder auf 16 oder 35 mm wieder abgefilmt wird.
Das ist dann der fertige Kinofilm. Mit den erwähnten 24 FpS.
Soll dieser Film dann ins Fernsehen, gehen die Producer einfach her und benutzen die MAZ-Version des Films. Und dann ist das Problem aus der Welt. So einfach ist das. :)
Hm, ich hoffe, das war jetzt einigermaßen verständlich. Frage beantwortet?
Liebe Grüße, Nike