Hallo allerseits.
So, nachdem ich nun gerade den so groß und breit beworbenen Film „Herr der Ringe - Die Gefährten“ gesehen habe, streiten sich in mir zwei Gefühle:
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Ein toller Film der eine spannende Story mit sehr schönen Bildern und in guter Besetzung bietet.
Diesen Eindruck dürfte das Werk - diesen Titel trägt es ungeachtet des unten geschriebenen zu Recht! - bei all denen hinterlassen, die die Geschichte gar nicht oder nur oberflächlich kennen.
Zwischenbilanz: Absolut sehenswert -
Absoluter Humbug!
VORSICHT: Hier werden ein paar nicht ganz unwichtige Teile der Story erzählt! Nur lesen, wenn man’s selber schon gesehen hat oder sowieso nicht sehen will!
Wer immer das Buch gut kennt (wie ich es auch von mir selbst behaupte) wird sich nach spätestens 10 Minuten das erste Mal angewidert abwenden. Da werden nicht nur einfach mal eben 17 Jahre aus der Geschichte Mittelerdes gestrichen. Nein, zu allem Überflüss wird die gesamte Reise von Beutelsend bis Bree in etwa einem Tag absolviert und Merry und Pippin sind eigentlich mehr zufällig dabei. Nichts von wegen „Jugendfreunde“ und „durch dick und dünn miteinander gehen“ - sondern eher „mitgefangen mitgeh(g)angen“.
Die Elben auf der Durchreise, Bauer Maggott, Tom Bombadil, Lutz Farning, Gerstenmann Butterblume und seine treuen Angestellten Hinz und Kunz, das sind Personen, auf die der Filmzuschauer leider ganz oder teilweise verzichten muß.
die Hobbits verlassen sich auf Gut Glück auf die Führung durch Streicher - und ganz Bree fällt ausgesprochen kurz aus. Auf der Wetterspitze betätigt sich Aragorn als Säbelschwingender Kung-Fu-Kämpfer, dem jegliche Würde abgeht.
Aber der eigentliche Hammer ist, daß die kleine Gruppe danach nicht zufällig auf Glorfindel trifft, der Frodo allein (!) auf seinem Pferd nach Rivendell schickt. Stattdessen findet Arwen die Gruppe und reitet mit Frodo durch die Furt. Sie selbst beschwört die Wasser des Bruinen. Kein Hauch von der Magie der Furt bleibt.
Und so weiter und so fort…
Allein der Abschnitt in den Minen von Moria ist sehr nah an der Originalgeschichte, selbst wenn Gandalfs Abgang ein bißchen zu melodramatisch geworden ist.
Insgesamt hatte ich den Eindruck, daß sich die Macher dieses films entlang der Route der Gemeinschaft die „spannendsten“ Punkte rausgepickt haben und das ganze dann mit durchaus sehenswerten Landschaftsaufnahmen irgendwie verknüpft haben.
Von der Motivation für die eine oder andere Entscheidung bleibt so gut wie nichts übrig.
Zwischenbilanz: Schauderhaft!
Ein extrem zwiespältiger Eindruck, der wohl auch so bestehen bleiben wird.
Also ich werde mir den 2. Teil wohl nicht anschauen. Vielleicht werde ich im Dezember 2003 mal eine Filmnacht mit allen drei Teilen besuchen - aber das war’s dann auch.
So, das mußte ich dann doch mal eben loswerden,
fröhliche Weihnachten,
der Guido

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