Benötige schweizer Rezept von Hasenpfeffer

Von: , Frage gestellt am Do, 6. Jan 2000

Liebe Leute,
da sich die schweizer Küche von unserer unterscheidet, hätte ich gerne ein paar leckere schweizer Hirschpfeffer oder Wildpfeffer Rezepte. Ich mag die schweizer Küche gerne und freue mich über jedes Rezept.

11 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 48 Minuten hilfreich
    Re: Benötige schweizer Rezept von Hasenpfeffer

    Hallo Günther
    Wildpfeffer ess ich auch sehr gerne, hier ein paar leckere Rezepte:

    Hasenpfeffer aus dem Bernbiet

    1 kg Hasenragout
    3 dl Rotweinessig
    2 dl Rotwein;
    Mehl
    Fett
    100 g Speck; gewuerfelt
    10 Perlzwiebeln
    1 tb Wacholderbeeren
    1 Spur Lorbeerpulver
    1 dl Rotwein;
    2 dl Bouillon
    1/2 Tas. Broesmeli
    -- Broesel, geriebenes
    -- hartes Brot


    Die Ragoutstuecke 2 Tage in Essig und Wein einlegen.

    Gut abtrocknen, mit Mehl bestaeuben. Die Speckwuerfeli in etwas Fett
    glasig braten, das Fleisch zugeben, anbraten. Mit Wein und
    Bouillon abloeschen. Zwiebeli, Wacholderbeeren und Lorbeerpulver
    beigeben. Zugedeckt einkochen lassen, etwa eine Stunde.

    Vor dem Servieren die in Butter geroesteten Broesmeli dazuruehren.


    Aargauer Hirschpfeffer

    1 kg Hirschfleisch
    75 g Butter
    1 tb Mehl
    75 g Fett oder Speck
    100 g Zwiebeln
    100 g Wurzelgemuese
    100 g Schwarzbrot; gerieben
    5 Stueck Zucker
    Etwas Zitronenschale
    Etwas Zitronensaft
    Etwas Orangenschale
    3/4 l Rotwein, herb
    ;Salz
    ;Pfeffer
    5 Wacholderbeeren
    1 ts Gestr. Zimt

    Das Hirschfleisch in nicht zu grosse Stuecke schneiden, salzen und das Mehl
    daruntermengen. Butter und Fett oder Speck in einem Topf erhitzen, die
    kleingeschnittene Zwiebel und das ebenfalls kleingeschnittene Wurzelgemuese
    darin hellgelb anroesten und anschliessend das vorbereitete Fleisch
    hinzufuegen. Umruehren und weiterroesten bis die Stuecke nicht mehr rot
    sind. Das geriebene Schwarzbrot, die zerdrueckten Wacholderbeeren, den
    Zucker, Zimt, sowie ein wenig Zitronen- und Orangenschale dazugeben, den
    Rotwein angiessen und das Ganze langsam im gut verschlossenen Topf
    weichdaempfen. Ist das Fleisch weich, soll auch die Sauce dunkel und saemig
    sein. Zum Schluss wird noch mit Salz, Pfeffer und ein wenig Zitronensaft
    abgeschmeckt.

    Als Beilage kann man gedaempfte Pfifferlinge, grillierte Tomaten und kleine
    Gewuerzguerkchen sowie Butternudeln oder Spaetzle servieren.

    Buendner Rehpfeffer

    750 g (- 1000 g) Rehschulter
    200 g Mirepoix (Suppengemuese,
    -- bestehend aus
    -- 3 Teilen Zwiebel,
    -- 1 Teil Moehren,
    -- 1 Teil Sellerie)
    2 Knoblauchzehen
    2 l Rotwein
    1/4 l Obstessig
    2 Lorbeerblaetter
    6 Nelken
    8 Pimentkoerner
    1 ts Korianderkoerner
    10 Wacholderbeeren
    1 Zweig frischer Thymian
    ** ODER **
    1 ts Getrockneter Thymian
    Reichlich Oel
    Salz
    1 ts Edelsuesses Paprikapulver
    1/4 l Schweineblut (vom Metzger)
    Cognac
    Portwein oder Sherry
    -- zum Abschmecken
    Eventuell noch Essig und
    -- Pfeffer


    Zubereitungszeit: ca. 90 Minuten Marinierzeit: bis zu 1 Woche

    Man muss viel Geduld und Sorgfalt fuer das Gericht aufwenden, aber es
    lohnt sich!

    Das Rehfleisch sorgfaeltig mit einem scharfen Messer enthaeuten,
    waschen, trockenntupfen und in Wuerfel schneiden, in ein Gefaess
    geben. Das Gemuese putzen und kleinschneiden. Die Knoblauchzehen
    schaelen und feinhacken. 1 Liter Rotwein mit dem Obstessig, der
    Haelfte des Gemuese und mit allen Gewuerzen einmal aufkochen
    und abkuehlen lassen, dann ueber das Fleisch giessen. In dieser
    Beize das Fleisch an einem sehr kuehlen Ort oder im Kuehlschrank
    bis zu 1 Woche liegen lassen. Die Beize dann abgiessen und
    auffangen, das Fleisch abtropfen lassen. Das dauert 2-3 Stunden,
    da das Fleisch mit der Beize vollgesogen ist. Oel in einer Pfanne
    stark erhitzen und das Fleisch darin scharf anbraten, dabei leicht
    salzen. Die Beize klaeren, das heisst bei geringer Hitze
    aufkochen und dann durch ein Tuch abgiessen. In einem Schmortopf
    Oel erhitzen und die 2. Haelfte des Suppengemueses darin
    anroesten. Das angebratene Fleisch dazugeben und unter Ruehren
    noch mehr Farbe annehmen lassen. Dann mit 1/4 l Rotwein
    aufgiessen, etwas geklaerte Beize dazugiessen, die andere
    Haelfte der Gewuerze sowie das Paprikapulver dazugeben und das
    Ragout in etwa 60-70 Minuten weichschmoren. Sobald es weich
    ist, das Fleisch stueckweise mit der Fleischgabel herausnehmen, auf
    einen vorgewaermten Teller legen und mit einem nassen Tuch bedeckt
    liegen lassen. Den Saucenfond durch ein Tuch absieben. Auch das
    Schweineblut durch ein Sieb giessen. Nun die Sauce zum Kochen
    bringen und unter staendigem Ruehren das Blut nach und nach
    schoepfloeffelweise dazugeben, bis die Sauce glatt, glaenzend und
    dicklich ist. Sie soll nicht mehr kochen. Mit Cognac, Portwein
    oder Sherry und eventuell noch etwas Essig abschmecken. Das
    Fleisch inzwischen in dem restlichen Rotwein heiss machen, dann
    erst zur Sauce geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

    Guten Appetit
    Rainer [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach 23 Stunden hilfreich
      Bernbiet ???

      Rainer schrieb: Hasenpfeffer aus dem Bernbiet
      Ic h kenne nur den Kanton Bern, Berneroberland etc. Bernbiet, ist das NEU.
      Meine Schwägerin hat sich amüsiert. " Da gibt es doch bei euch in Deutschland wirklich KENNER, die mehr wissen als wir in der Schweiz"

      Wo ist hier das Bindemittel?
      Buendner Rehpfeffer
      200 g Mirepoix (Suppengemuese,
      -- bestehend aus
      -- 3 Teilen Zwiebel,
      -- 1 Teil Moehren,
      -- 1 Teil Sellerie)
      Also das ist der Gipfel der Küchenverhunzung : Mirepoix als Suppengemüse darzulegen oder zu deklarienren. Es ist nicht eine Verhunzung sondern eine Beleidigung aller die diesen Beruf erlernt haben und sich auf dieser weise Beleidigen lassen müssen durch solche Unqualifizierten Aussagen. Ich würde mir wirklich mal ein FACHBUCH nehmen statt 0815 Rezepte hier zu veröffenlichen. Wobei ich nicht das Rezept meine sondern , Mirepoix.
      Mirepoix ist für jedes Gericht anders, darf jedoch nie als "SUPPENGEMÜSE" deklariert werden.
      Ferner , wenn ein Rezept abgeschrieben wird, würde ich es nicht so offensichtlich machen. (;), 1 tb, etc., wobei "Speckwuerfeli" und anders ganz besondere Hinweise geben.
      Schweineblut wird nur in ganz seltene Fällen genommen. In der Schweiz hat der Metzger in der "Saison" auch Hasen-Wildschwein und Rehblut auf Vorrat. Auch hier wieder eine Unqualifierte Aussage. Schweineblut wir nur im äusersten Notfall genommen. Das weiß jeder Gourmet der mit der Materie zu tun hat, oder eben, der Fachmann.
      Bevor Du mir nun ein Schreiben los läßte, als gelenter Koch, Meister und Fachmann, habe ich mir erlaubt diese Zeilen zu Schreiben um unser Berufsstand nicht alzusehr mit einer Schande Belasten zu müssen durch eine "Abschreibende Küchen Genie Zunft"
      Claude
      PS: Aussenstehende sollte sich hier raushalten, da ich die Sache mit Rainer klären möchte.

      • Antwort von nach einem Tag hilfreich
        Re: Bernbiet ???

        Hallo Claude,

        Also ich komm aus der Schweiz und kenne den Ausdruck Bernbiet :-).
        Und wenn sich niemand einmischen soll, dann schreibe doch Rainer ne persönliche Mail, statt hier zu posten! Ich bin froh um jedes gute Rezept, ob das abgeschrieben ist oder selber erfunden ist mir echt egal! Diese Rubrik besteht ja nicht nur für Meisterköche! Und bewahren wir hier doch bitte den guten Ton.

        Grüsse aus der Schweiz

        Momo

      • Antwort von nach 3 Tagen hilfreich
        Re: Bernbiet ???

        Hallo Claude,
        ein Hirschppfeffer-Rezept wäre mir lieber gewesen als die Kritik. Außerdem heißt dieser Suchdienst: Wer-weiß-was, und nicht:Wer-weiß-was-besser:

        Tschüß
        Günther [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

        • Antwort von nach 3 Tagen hilfreich
          Re^2: Bernbiet ???

          Es git Leute die nur einmal Lesen, aber nicht gründlich.
          Also nochmals Lesen. Aber, wer es besser weis, sollte auch das Recht haben eine Kritik anzubringen.
          Claude
          PS: und ich hatte Berechtigte Gründe hier Zweifel anzumelden.

        • Antwort von nach 4 Tagen hilfreich
          Re^2: Bernbiet ???

          Hi Günther °grins° ein Hirschppfeffer-Rezept wäre mir lieber
          gewesen als die Kritik. Außerdem heißt
          dieser Suchdienst: Wer-weiß-was, und
          nicht:Wer-weiß-was-besser:
          Eher Claude-weiß-es-immer-besser

          Aber zumeist beruhigt er sich ziemlich rasch wieder ;o))

          Tiger

          • Antwort von nach 4 Tagen hilfreich
            Re^3: Bernbiet ???

            Aber zumeist beruhigt er sich ziemlich
            rasch wieder ;o))
            Hallo Tiger,
            nett geschrieben.
            Claude

            • Antwort von nach 5 Tagen hilfreich
              Huhu :o)

              Sag mal im Ernst, warum gehst du jedesmal derart an die Decke wenn du findest jemand kratzt an deiner Ehre als Koch oder Autor ?

              Mittlerweile kenn ich dich hier im Brett ja schon ein bißchen länger und weiß, daß du von der Palme wieder runterfindest, aber du hinterläßt ehrlich gesagt für Aussenstehende einen schrecklichen Eindruck.

              Naja, war nur so ein Gedanke ...

              °wink°

              Tiger [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

      • Antwort von nach 16 Tagen hilfreich
        Re: Bernbiet ???

        Hallo Rainer!

        Natürlich gibt es das Bernbiet...damit ist eben die Umgebung Bern gemeint...also dass deine Schwägerin das Wort nicht kennt...ich wohne selbst ziemlich in der Nähe von Bern...also ich muss es wissen...es gibt dieses Wort tatsächlich... Rainer schrieb: Hasenpfeffer aus dem Bernbiet
        Ic h kenne nur den Kanton Bern,
        Berneroberland etc. Bernbiet, ist das
        NEU.
        Meine Schwägerin hat sich amüsiert. " Da
        gibt es doch bei euch in Deutschland
        wirklich KENNER, die mehr wissen als wir
        in der Schweiz"



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