Pommes aus eigenen Kartoffeln

Von: , Frage gestellt am Mi, 4. Aug 2004

Hallo,

ich würde gerne aus unseren Kartoffeln selbst Pommes machen - wie macht man das? Kann man auch auf Vorrat produzieren und einfrieren?

Vielen Dank für eure Antworten.

Gruß, Quendi

16 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 39 Minuten 5 hilfreich
    Ha! Dass ich mal hier helfen kann...

    ..hätt ich ja auch nicht gedacht ;-)

    Huhu Quendi, ich würde gerne aus unseren Kartoffeln selbst Pommes machen -
    wie macht man das?
    Also: Du brauchst eingentlich nur Kartoffeln (am besten die, aus denen Du auch Bratkartoffen machst) und Fett und ne Fritteuse. Du marschierst also in Deinen Vorratskeller/Supermarkt/Biobauern und holst Kartoffeln. Falls Du ne Wahl hast, nimm eher die großen. Die ideale Pommeskartoffel ist etwa 10-12 cm lang. So, dann schälst Du die Kartoffeln (mach sie nackig! *g*) und schneidest sie in Pommesgroße Stifte. Kantenlänge ungefähr 1/2 cm oder mit Hilfe eines professionellen Pommesschneiders). So, dann vereinzelst die Dinger und legst sie fein nebeneinander auf dieses neumodische Küchenpapier, wo sie dann ein wenig abgetrocknet werden (sonst spritzt es so doll). So, dann nimmst Du eine Fritteuse (ich schreibe jetzt mal so, als ob Du eine ganz altmodische hättest, also ein Topf mit Sieb drin. Hast Du eine elektrische, schau am besten in der Anleitung, hast Du gar keine, nimm einen alten Topf und nen Holzlöffel zum Angeln *g*) und die füllst Du mit massig Fett (1 kg sollte es schon sein), dieses normale Palmin-Stangen-Zeug aus dem Kühlregal. So, das heizt Du jetzt volle Pulle auf (die Kartoffelstifte trocknen derweil vor sich hin). Und dann kommt der Trick Nummer 1: Du stocherst mit einem hölzernen Kochlöffel im Fett rum und wenn sich von Deinem Kochlöffel so Perlen lösen, ist das Fett richtig heiß und Du kippst die Pommes rein. Vorsicht #1: nicht spritzen, ist heiß. Und Vorsicht #2: Nicht zu viele Pommes. 3 Kartoffeln oben beschriebener Größe sind das Maximum, sonst werden sie nix. So, die läßt Du dann munter vor sich hin köcheln (je nach Temperament von Deinem Herd eventuell ein wenig zurückschalten) für etwa 10 min. Und jetzt kommt Trick #2: Du angelst oder siebst die guten Pommesse jetzt raus und wieder auf ein Küchenkrepp zum entfetten. Falls Du nun mehr als 3 Kartoffeln hattest, garst Du alle erstmal soweit vor und sammelst die halbfertigen Kollegen erstmal auf nem Küchenkrepp. Da sollten sie zumindest ein paar Minütchen rumgammeln (damit sie kalt werden), längere Pausen sind aber auch kein Problem. So, und wenn alle halbfertig sind, kommen sie nochmal ins Fett (Achtung #3: Sollte immer noch ziemlich heiß sein) bis sie braun sind. Dann vor der Schüssel nochmal aufs Küchenkrepp (wegen dem Fett), salzen, Ketchup drüber und yammmmmmmmmmmmm Kann man auch auf Vorrat produzieren und
    einfrieren?
    Glaub ich nicht - zumindest würden sie dann seltsam schmecken ;-)

    *wink* und laß sie Dir schmecken

    Pommfritz - ähm Petzi

    • Antwort von nach 52 Minuten 2 hilfreich
      Re: Ha! Dass ich mal hier helfen kann...

      Hallo zusammen,

      nur ein paar Anmerkungen:
      1. Die Kartoffeln nach dem Zuschneiden auf jeden Fall ordentlich waschen und danach richtig gut abtrocknen. Dies sorgt für knackige Ergebnisse. Zusätzliches Wasser senkt die Fetttemperatur und man kocht die Fritten dann mehr, was zu labberigen Ergebnissen führt.

      2. Die Temperatur des Fetts darf auf keinen Fall zu hoch sein! Rauchendes Fett ist lebensgefährlich und die Arbeit mit heißem Fett im offenen Topf gehört eigentlich verboten (insbesondere bei Herden mit offenen Flammen). Eletrische Friteusen kosten nicht die Welt, regeln die Temperatur selbständig auf ideale Werte (ca. 180°C für Fritten) und sind deutlich sicherer.

      3. Ganz wichtig ist das Arbeiten in 2 Etappen, wobei bei einer elektrischen Friteuse es ausreicht den Korb so lange aus dem Fett zu heben, bis die Temperatur wieder stimmt.

      4. Auf Vorrat arbeiten ist eigentlich kein Problem, hierzu dann einen ultrakurzen Fritiergang von wenigen Sekunden verwenden und die Fritten dann Schockfrosten (oh, da gibt es natürlich ein kleines Problem, so ein Gerät hat man wohl kaum im Haushalt). Also vergiss es lieber. Normales Abkühlen und einfrieren auf großen Blechen lohnt den Aufwand nicht und wird ein eher matschiges Ergebnis liefern.

      Gruß vom Wiz, der ansonsten mal dazu raten würde Pommes in Butterschmalz zuzubereiten, während die Flamen ja Rindertalg bevorzugen [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  2. Antwort von nach 2 Stunden 1 hilfreich
    Re: Pommes aus eigenen Kartoffeln

    Hallo Quendi,

    Du hast ja bereits zwei sehr gute Antworten bekommen denen ich mich vollkommen anschließe, aber hier noch eine Alternative wenn die Pommes mal was anderes sein sollen: laß die Schale dran! Ordentlich waschen bis der ganze Dreck ab ist und dann die Pommes so eher vierteln bei kleinen Kartoffeln, maximal 2-3cm Kantenlänge, diese dann nach gegebener Anweisung zubereiten, dauert halt etwas länger bis sie gar sind. Und dann darauf etwas Salz und als Krönung: selbstgemahlenes Chilipulver aus eigenem Anbau...
    Da läßt man glatt das Fleisch stehen und futtert nur Kartoffeln...

    Ciao, Holger [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach 3 Stunden 0 hilfreich
      Und diese Art ...

      ... liebe(r) Quendi, lieber Holger,

      kann man auch mit ganz wenig Fett im Backofen machen, heißen dann
      Country-Potatoes: Etwas Öl aufs Backblech, die kleinen Viertelkartoffeln mit
      Schale etwas darin wälzen, einzeln legen und dann hinein in den vorgeheizten
      Backofen (ca. 200 Grad). gegen Ende salzen und mit weiteren Gewürzen versehen, je
      nach Geschmack. Es eignen sich: Kümmel, Kreuzkümmel, Paprika, Chili, Majoran,
      Thymian, Zwiebel- und Knoblauchsalz, Kräutersalz, Pfeffer, Bohnenkraut, Oregano,
      Liebstöckel ... was man so mag.
      Guten Appetit!
      Bolo2L

      • Antwort von nach 3 Stunden 0 hilfreich
        Re: Und diese Art ... - Frage



        Hallo;

        Das mit dem Backblech interessiert mich - Wie viel Öl denn genau? Das Blech bestreichen reicht oder lieber mehr?
        Werden die Schnitze dann auch knackig oder nur weich??

        Würde mich über Antwort freuen :-)


        Grüßle,

        AthenePallas

        • Antwort von nach 4 Stunden 1 hilfreich
          Re^2: Und diese Art ... - Frage

          Das Blech muss (wie immer) eingeölt werden, damit nichts anbrennt.
          Du kannst auch Backpapier nehmen.

          Die Schnitze wie beschrieben in Oel wenden.
          Die werden ziemlich knackig.

          Frage an die andern:
          Gibts in Deutschland kein Fritieröl, das sich hoch (- 250°C) erhitzen lässt?
          Wenn doch, dann dieses fürs fritieren verweden. Raucht nicht, brennt nicht.

          Gruss, Simon

          • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
            Re^3: Und diese Art ... - Frage

            Hi, Das Blech muss (wie immer) eingeölt werden, damit nichts
            anbrennt.
            Du kannst auch Backpapier nehmen.
            Klar, geht auch, ist Kalorien sparend. Die erste Version dafür weniger trocken
            und die gewürze halten besser an den Teilchen. Frage an die andern:
            Gibts in Deutschland kein Fritieröl, das sich hoch (- 250°C)
            erhitzen lässt?
            Was am heißesten geht und völlig geschmacksneutral ist, ist Erdnussöl.
            Habe verschiedene Angaben von 220 über 225 bis zu 230 Grad Siede-/bzw.
            Rauchtemperatur gefunden (letztere Angabe allerdings für gehärtetes Erdnussfett)

            Gruß
            Bolo2L

        • Antwort von nach 9 Stunden 0 hilfreich
          Re^2: Und diese Art ... - Frage


          Hallo! Das mit dem Backblech interessiert mich - Wie viel Öl denn
          genau? Das Blech bestreichen reicht oder lieber mehr?
          Werden die Schnitze dann auch knackig oder nur weich??
          Ich mache immer "Kartoffelchips": Kartoffeln hobeln, auf einen mit einem Backpapier belegten Backrost legen (nebeneinanander, nicht übereinander), würzen und ab in den Backofen. Die Kartoffeln werden sehr lecker und knusprig, auch völlig ohne Öl. Dazu paßt ein Kräuter-Joghurt Dip.

          Grüße, Tanja

        • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
          Re^2: Und diese Art ... - Frage

          Hallo Athene Pallas, Das mit dem Backblech interessiert mich - Wie viel Öl denn
          genau? Das Blech bestreichen reicht oder lieber mehr?
          Werden die Schnitze dann auch knackig oder nur weich??
          Das ist mehr oder weniger Geschmackssache: Wenig Öl (oder gar keins und
          stattdessen Backpapier) reicht, um die Teile nicht ankleben zu lassen. Mehr Öl
          hat den effekt, dass man die Teile vor dem Backen drin wälzen kann und sie dann
          nicht so trocken (außen trotzdem knackig!) sind. Überdies haften alle Gewürze
          besser dran.
          Guten Appetit!
          Bolo2L



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