Marmelade kochen...

Von: , Frage gestellt am Di, 27. Jun 2000

Meine Freundin ist ein leidenschaftlicher Marmelade-Esser. Leider kann sie sie nicht vertragen, da sie auf die in gekauften Marmeladen enthaltene Zitronensäure allergisch reagiert. Jetzt wollte sie ihre Marmelade selbst kochen, hat aber festgestellt, daß zumindest in dem Gelierzucker 2:1 ebenfalls Zitronensäure enthalten ist.

Kann man Marmelade auch ohne Gelierzucker kochen?

Kennt jemand tolle Rezepte?

Vielen Dank und lieben Gruß,

Bea

3 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 2 Stunden hilfreich
    Re: Erster Hinweis: Marmelade kochen...

    Hallo Bea,
    Zitronensäure setzt man als Gelierhilfe ein (und damit es etwas säuerlicher wird, nich nur süß). Also normalen Zucker nehmen und Früchte (1:1 mischen, muß wahrscheinlich länger kochen, um einzudicken), die viel Pektin enthalten (Äpfel)-hm, gibts jetzt noch nicht und ist auch ein bißchen langweilig. Ich schaue nach, ob ich was finde.

    Ist sie wirklich gegen Zitronensäure allergisch (es gibt doch den Zitronensäurezyklus im Stoffwechsel...)?! Vielleicht hilft Limonensaft (ist auch eine Zitrusfrucht...) Hm, ich wundere mich noch ein wenig...

    Deborah

    • Antwort von nach 19 Stunden hilfreich
      Re^2: Marmeladenrezepte ohne Zitonensäure

      Hallo Bea,

      ich habe einige Rezepte gefunden (Pfeiffer&Langen "Rezepte zur Einmachzeit", aber vergriffen -P&L ist Zuckerproduzent im Kölner Raum- und in einem DDR-Kochbuch :) ), aber es ist zuviel, um es abzutippen. Bitte, wer Interesse hat, mailt mich kurz an unter Angabe seiner Postanschrift, und ich schicke ihm die Kopien zu. (obige eMail, oder: [E-Mail-Adresse entfernt]

      Viele Grüße, Deborah

      PS: Das mit der Zitr.-säure-Allergie verstehe ich nicht. Ohne Zitronensäure läuft doch kein Stoffwechsel ?! Das würde ich gerne noch mal begreifen.

  2. Antwort von nach 5 Stunden hilfreich
    Re: Marmelade kochen...


    Deborahs Starthilfe war schon mal gut, Früchte und Zucker 1:1 ist
    die klassische Methode (und nicht die mit dem Gelierzucker).
    Natürlich muss man länger kochen, da bei dieser Methode ein gut
    Teil Wasser erstmal verdunsten muss und dadurch die Marmelade
    (bei ganzen Früchten: Konfitüre) eindickt. So wird auch der
    Geschmack intensiver. Bei sehr süßen Früchten (z.B. Zwetschgen)
    braucht man weniger Zucker.
    Am besten die gewaschenen, evtl. zerkleinerten Früchte mit dem
    Zucker überschütten und über Nacht stehen lassen. Es bildet sich
    etwas Saft. Den Topf so wie er ist, auf den Herd setzen und
    langsam erwärmen, nur leise köcheln lassen, möglichst nicht
    umrühren (sonst brennt's leichter an). Ab und zu Gelierprobe
    machen: Einen Tropfen auf eine kalte Untertasse tropfen lassen.
    Ist er abgekühlt gummiartig fest, kann man alles heiß in Gläser
    füllen (diese vorher heißest ausspülen und kopfüber lagern) und
    verschließen.
    Natürlich gelieren/dicken manche Früchte nicht so gut. Erdbeeren
    zum Beispiel sind sehr wasserhaltig und gelieren ewig nicht.
    Altes Rezept: Erdbeeren und Rhabarber 1:1 nehmen (Rhabarber
    enthält Oxalsäure als Gelierhilfe - ich hoffe, keine
    Zitronensäure).
    Viel Erfolg und viel mmmmhhh!
    R.B.

Keine passende Antwort gefunden? Jetzt eigene Frage stellen!