Hallo Ostlandreiter,
ich hatte damit nur im „großen“ zu tun. Mein Vater hatte Pumpernickel gebacken. Jedes einzelne Brot wurde in geschlossenen Metallformen gebacken(besser gekocht). Der Teig war bedeutend weicher als normales Körnerbrot, der Ofen war eine Dampfbackkammer mit einer Temperatur von 120 bis 140 C, bei einer Backzeit von 12 bis 16 Std. Das Brot, ohne Kruste, konnte man ohne Belag essen....
Nun zu Heute:
Die einfachste Lösung ist einfach Alufolie nach dem anbacken auf das Brot legen.
Und noch ein paar Gedanken dazu:
Normal gebackenes Brot wird immer eine Kruste haben, weicher wird sie geringfügig bei hoher Anfangstemperatur (ca.15 min) und hohe Luftfeuchte, dann bei 170 bis 180 C ausbacken. Brot dabei in einer Form backen und Teig weich halten(Wasser mind. 70% vom Mehl/genauer Schrot). Vielleicht kannst Du eine Lebensmittel taugliche geschlossene Metallform besorgen und darin Dein bisheriges (aber weicherer Körner-Teig) Brot backen, anbacken bei 200 C max. 20 min, ausbacken bei max. 120 C, 2 bis 3 Std, die Zeit müsstest Du testen. Im Sommer backen wir öfter bei einem Bekannten, der hat im Garten einen Ofen gebaut (wird mit Holz geheizt), da haben wir mal die Büchsen von Dosensuppe getestet, Körnerteig rein und eine Metallplatte mit Steinen beschwert darauf, das Brot hatte nur eine leichte Kruste, bei einer Backzeit von vier Std. Richtig dunkel wird ein Brot, ohne Zusatzstoffe, nur bei einer langen Backzeit und das erreicht man (nur) wie oben beschrieben. Mit fein gemahlenem Mehl wird dies auch nicht gelingen.
Habe alles einwenig allgemein geschrieben, wollte nicht ganz einen Vortrag halten, in einem Haushaltherd Brot backen ist doch nicht so einfach. Wenn noch Fragen sind, schreibe ruhig.
MbG
shiny