Wie funktioniert ein 'Gärtopf'

Von: , Frage gestellt am Fr, 14. Jul 2000

Ich habe von meiner Oma einen Gärtopf (so nannte sie ihn jedenfalls) geerbt. Jeden Herbst hat sie Gemüse, grüne Tomaten und Kraut darin eingelegt. Ich weiß, daß sie Joghurt oder Kefir dazugeschüttet hat. Dann hat es nach ein paar Tagen ziemlich gestunken was aber wieder vorüber ging. Nach einer gewissen Zeitspanne konnte man dann das Gemüse rausnehmen, abwaschen und nach dem wässern einfach so roh essen. Es hat immer ganz super geschmeckt und ich würde es jetzt gerne selber machen!
Wer kann mir helfen?!?

Sue(:-))

1 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 3 Stunden hilfreich
    Re: Wie funktioniert ein 'Gärtopf'

    Hallo,
    also ein Gärtopf, das ist, wenn man ...
    Im Prinzip ist es das Gleiche wie beim Sauerkraut: eine
    milchsaure Gärung. Gemüse, das dafür geeignet ist (Kohlarten,
    Gurken, grüne Bohnen, rote Bete, Zucchini, grüne Tomaten ...)
    werden dicht an dicht in einen glasierten Steinguttopf gelegt mit
    Lagen von Salz dazwischen. Dann kommt obenauf ein genau
    passsendes Holzbrett mit Stein zum Beschweren. Gärtöpfe haben
    auch noch einen Deckel, der in einer Rinne liegt, welche mit
    Flüssigkeit gefüllt, einen dichten Abschluss bietet.
    Das Salz bildet eine Lake, in der das Gemüse alsbald unter
    Luftabschluss vor sich hingärt.
    So, jetzt kommt's: Ich dachte bis jetzt, das wärs, die milchsaure
    Gärung kommt sozusagen aus dem Gemüse heraus in Gang*. Das mit
    dem Joghurt oder Kefir war mir neu. Ist aber sicher eine Methode,
    um mittels eines Schwungs Milchsäurebakterien die Gärung
    schneller und sicherer in Gang zu setzen, bevor andere Keime
    überhand nehmen.
    Ausprobieren!
    Und guten Appetit!
    R.B.
    * mein Lebensmittellexikon sagt auch: Milchsäurebakterien kommen
    auf der Oberfläche von Pflanzen vor Ich habe von meiner Oma einen Gärtopf (so nannte sie ihn
    jedenfalls) geerbt. Jeden Herbst hat sie Gemüse, grüne Tomaten
    und Kraut darin eingelegt. Ich weiß, daß sie Joghurt oder
    Kefir dazugeschüttet hat. Dann hat es nach ein paar Tagen
    ziemlich gestunken was aber wieder vorüber ging. Nach einer
    gewissen Zeitspanne konnte man dann das Gemüse rausnehmen,
    abwaschen und nach dem wässern einfach so roh essen. Es hat
    immer ganz super geschmeckt und ich würde es jetzt gerne
    selber machen!
    Wer kann mir helfen?!?

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